01.09.2009 · Mit den Aktien des französischen Medien- und Telekommunikationskonzerns Vivendi war in den vergangenen Monaten nicht viel Staat zu machen. Das Unternehmen entwickelt sich jedoch vergleichsweise robust, die Aktie sieht sogar günstig aus.
Mit den Aktien des französischen Medien- und Telekommunikationskonzerns Vivendi war in den vergangenen Monaten nicht viel Staat zu machen. Nach einem Kursverlust von rund 50 Prozent von Ende 2007 bis in den Juli des laufenden Jahres konnte sich das Papier inzwischen allerdings um etwas mehr als 20 Prozent auf zuletzt knapp 20 Euro erholen.
Weitere Kursgewinne scheinen zumindest in einem freundlichen Umfeld wahrscheinlich zu sein. Denn das Unternehmen entwickelt sich operativ vergleichsweise positiv. Es hat sich im zweiten Quartal des laufenden Jahres besser präsentiert als erwartet und seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Trotz der Rezession rechnet Vivendi nach Angaben vom Dienstag für 2009 mit einem „starken Gewinnwachstum“.
Deutliches Umsatzwachstum - robuste Gewinnentwicklung
Für die drei Monate per Ende Juni wiesen die Franzosen einen Nettogewinn von 711 Millionen Euro und ein bereinigtes Ergebnis ohne Sonderbelastungen von 818 Millionen Euro aus. Das sind nicht nur 8,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, sondern auch mehr als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem bereinigten Ergebnis von 664,7 Millionen Euro gerechnet. Das Ergebnis von Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 10,4 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über der Markterwartung von 1,41 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 6,65 Milliarden Euro.
Vorstandssprecher Jean-Bernard Levy ist zuversichtlich, den Gewinn 2009 bei fortgesetzten Investitionen und in Verbindung mit einer Verbesserung der Kostenstrukturen deutlich steigern zu können. Der Konzern profitiert nach eigenen Angaben sowohl von der dynamischen Entwicklung seiner Spielesparte, als auch der robusten Nachfrage nach Telekommunikationsdienstleistungen und Abonnements im Bezahlfernsehen.
Aktie: Vernünftig bewertet - attraktive Dividende
Activision Blizzard, die Spielesparte des Konzerns und nach der Fusion mit der ehemaligen Vivendisparte in diesem Bereich gleichzeitig der größte Anbieter seiner Art weltweit, konnte die Abonnentenzahl von Onlinespielen wie „World of Warcraft“ deutlich steigern. Mit ihrer Robustheit und einem Anteil von mehr als 55 Prozent am Gesamtumsatz stellen die beiden Mehrheitsbeteiligungen an den Telekommunikationssparten SFR und Maroc Telecom das Rückgrat des Unternehmens.
Mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 8,7 und 8,2 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und vor allem auch mit einer Dividendenrendite von etwas mehr als 7 Prozent auf Basis der jüngsten Ausschüttung sieht die Vivendi-Aktie vergleichsweise günstig aus.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |