04.03.2004 · MAN erzielte im vergangenen Jahr einen unerwartet hohen Gewinn und gibt sich optimistisch. Der Chart zeigt nach oben. Die Aktie ist nur dann günstig, wenn das Unternehmen den Gewinn weiter deutlich steigern kann.
Anleger, die im Oktober des Jahres 2002 den Mut hatten, der trüben Stimmung an den Börsen und der allenfalls verhaltenen konjunkturellen Stimmung zu widerstehen, konnten mit der Aktie von MAN bei etwas mehr als zehn Euro ein richtiges Schnäppchen machen. Denn mittlerweile hat die Aktie des Unternehmens nicht nur knapp 200 Prozent zugelegt, sondern auch den langfristigen Abwärtstrend überwunden.
Diese Entwicklung hängt nicht nur mit der allgemeinen Wachstums- und Konjunktureuphorie zusammen, sondern das Unternehmen konnte seinen Ertrag im vergangenen Jahr deutlich steigern. So stieg das operative Vorsteuerergebnis - ohne Einbezug von Sondereffekten - im Vergleich mit dem Vorjahr um 22,5 Prozent auf 261 Millionen Euro, der Jahresüberschuß konnte sogar noch deutlicher gesteigert werden. Er legte um 36 Prozent auf 192 Millionen Euro oder 1,35 Euro je Aktie zu. Das ist deutlich mehr als das, was der Markt erwartet hatte.
Sonderertrag peppt das überraschend gute operative Ergebnis weiter auf
Zusätzlich zur operativen Entwicklung verbuchte das Unternehmen einen Sonderertrag in Höhe von 50 Millionen Euro aus dem Verkauf der SMS-Einheit. Rechnet man diesen zum operativen Ergebnis hinzu, so liegt der Nettogewinn des Jahres 2003 bei 235 Millionen Euro oder 1,54 Euro je Aktie. Insgesamt dürfte es so wenig verwundern, daß MAN die Dividende um 25 Prozent auf 0,75 Cent je Aktie erhöhen möchte. Denn das Unternehmen kann sich das locker leisten.
MAN scheint die Früchte seiner Reorganisationsbemühungen einzufahren. Denn es hat vor allem im Fahrzeugbau kräftig durchgegriffen und unter anderem mit dem Abbau von Arbeitsplätzen die Kosten gesenkt. Denn die Nachfrage ließ zu wünschen übrig. Nun konnte zum Wachstum vor allem das Lkw-Geschäft beitragen. Trotz rückläufigen Marktvolumens in Westeuropa hätten die Nutzfahrzeuge durch ein gutes viertes Quartal ihren Auftragseingang im Jahr 2003 um vier Prozent auf 6,8 Milliarden Euro steigern können, teilte MAN mit. Der Auftragseingang liege insgesamt mit 13,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, der Umsatz mit 13,5 Milliarden Euro zwei Prozent unter Vorjahr.
Aktie nur bei deutlicher Gewinnsteigerung attraktiv
Man scheint auch Marktanteile von Konkurrenten zurückgewinnen zu können, die Bussparte kehrte überraschend schnell in die Gewinnzone zurück. Ausblickend hieß es, MAN rechne 2004 nochmals mit einem „kräftigen Ergebnisschub". Dessen Höhe werde allerdings von der Stärke der Konjunkturerholung und den Wechselkursen abhängen. Umsatz und Auftragseingänge würden leicht steigen.
Die Dividendenrendite von 2,5 Prozent ist nicht ganz zu verachten, allerdings liegt das Kurs-Gewinnverhältnis mit 19 schon relativ hoch. Um es zu rechtfertigen muß das Unternehmen den angekündigten Gewinnschub schon realisieren. Sollte es die Erwartungen des Marktes auch im laufenden Jahr erfüllen können - die Analysten erwarten nach I/B/E/S-Zahlen einen Gewinn von 2,36 Euro je Aktie -, dann wäre das Papier mit einem KGV von etwas mehr als zwölf noch günstig. Insgesamt hängt damit alles von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab. Sollte sie nicht enttäuschen, könnte der mittelfristige Aufwärtstrend der Aktie noch weiter anhalten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |