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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Markttechnik Dax - Markttechniker bleiben bullisch

07.06.2007 ·  Der Dax tauchte in den vergangenen Tagen deutlich ab. Das sei jedoch noch kein Grund zur Sorge, denn es handele sich weder um eine Korrektur, noch um eine Trendwende. Der Aufwärtstrend sei nach wie vor intakt, argumentieren Markttechniker.

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Kam es in den vergangenen Tagen an den verschiedenen Finanzmärkten zumindest kurzfristig zu leichten Korrekturbewegungen, so sollten sie wohl nicht überbewertet werden. Denn erstens sind die längerfristigen Trends noch lange nicht gefährdet. Zweitens dürfte sich auch die Grunderwartung der Anleger noch nicht geändert haben.

Denn diese ist nach wie vor positiv optimistisch und führt zu einer anhaltend hohen Risikoneigung. Daran scheinen auch beinahe weltweit steigende Zinsen und die schwache Konjunktur in den Vereinigten Staaten wenig zu ändern. Das zeigt sich auch am Donnerstag wieder neu.

Am Devisenmarkt „ziehen“ einmal mehr die Zinsdifferenzen

War es im Vorfeld der Leitzinserhöhung in Europa am Mittwoch zu einer leichten Rücksetzern bei den so genannten Carry-Relationen - namentlich Euro-Schweizerfranken und Euro-Yen gekommen, so zieht der Euro am Donnerstag zumindest gegen den Yen wieder rasch nach oben und tendiert damit dazu, denn langfristigen Aufwärtstrend wieder fortzusetzen.

Dazu dürfte auch die Tatsache beitragen, dass sich das Wirtschaftswachstum in Australien vergleichsweise robust zeigt und weitere Zinserhöhungen nahe legt. Dieser Eindruck dürfte am Donnerstag verstärkt worden sein, nachdem die Zentralbank Neuseelands den Leitzins überraschend um einen Viertelprozentpunkt auf acht Prozent erhöhte. Was liegt daher nahe, bei anhaltend tiefen Zinsen in Japan und der Schweiz die Zinsdifferenzen einmal mehr „zu spielen“, scheinen sich die Anlege zu sagen. (siehe auch: Kiwi-Dollar auf höchsten Stand seit 1982 und Australischer Dollar steigt trotz unverändertem Leitzins)

Ähnliches gilt für den Rentenmarkt. Hatte sich der Bund-Future am Mittwoch im Rahmen einer deutlich korrigierenden Börse von seinen Tiefs etwas erholen können, so gibt er diese Kursgewinne am Donnerstag im frühen Handel wieder weitgehend ab. Der Grund dafür dürfte in der unveränderten Aussicht auf weiter steigende Zinsen und Renditen liegen (Schwache Aktien, nicht Trichet helfen dem Rentenmarkt). Denn noch ist die europäische Geldpolitik gemessen an der Wirtschaftsentwicklung und vor allem auch mit Blick auf das noch viel zu hohe Geldmengenwachstum zu locker. Selbst in Japan steigen die Renditen schon seit Wochen rasch und deutlich.

Auch an den europäischen Aktienmärkten zeichnet sich die Erholung von den Kursverlusten der vergangenen Tage ab. Die Anleger scheinen sie eher als Kaufgelegenheit denn als Gefahr zu betrachten. Die Papiere des Kontinents scheinen vor allem bei den internationalen Anlegern beliebt zu sein, denn sie seien noch günstig - heißt es allgemein. Kritische Anleger dürften zwar dazu neigen, die Bewertungsargumente zu hinterfragen - denn bei näherer Betrachtung sind viele Aktien nicht mehr günstig, wenn man von einer Normalisierung der Gewinnmargen ausgeht und wenn man Änderungen der Rechnungslegung berücksichtigt, die zu einer optischen Schönung der Gewinnentwicklung führten.

Chart- und Markttechniker bleiben optimistisch

Allerdings stellt sich die Frage nach den Alternativen, da andere Vermögenswerte noch teurer zu sein scheinen, als die Aktien. Auch die technische Seite sieht noch robust aus. Denn der mittelfristige Trend zeigt weiterhin deutlich nach oben. Bedenklich könnte höchstens die Tatsache sprechen, dass insbesondere die Daxwerte in den vergangenen Wochen eine besondere Eigendynamik nach oben zeigten. Aus diesem Grund sind sie dem mittelfristigen Aufwärtstrend stark vorweggelaufen und scheinen aus diesem Grund entsprechend korrekturanfällig zu sein.

Aus diesem Grund dürfte nicht auszuschließen sein, dass die Sommermonate etwas volatiler werden könnten, als bisher. Mittelfristig zeigen jedoch zumindest die „technischen Zeichen der Zeit“ weiterhin nach oben. Es handele sich bei den jüngsten Kursverlusten um „eine Konsolidierung, keine langfristige Trendwende und auch keine Korrektur. Dies gelte, solange der Dax nicht unter die Range von 7.500 bis 7.370 Punkten zurückfällt“ erklären zum Beispiel die Analysten von Staud Research.

Sie gehend davon aus, dass der Index nicht unter diese Kritische Spanne fallen wird. Begründung: Normalerweise gingen groß angelegten Trendwenden oder Korrekturen Vorwarnungen wie zum Beispiel negative Divergenzen der überlagernden Indikatoren voraus. Diese seien aber bislang nicht zu beobachten gewesen. Der Markt befinde sich auch noch nicht in einer „finalen Euphoriephase“, denken sie und sind sich in diesem Punkt einig mit anderen notorischen Optimisten wie jenen von Cognitrend. So mag der Aktienmarkt gerade in einem feiertagsbedingt dünnen Handel wieder nach oben laufen, da bei geringen Volumina schon kleine Orders ausreichen, um für Bewegung zu sorgen.

Trotz allem können Absicherungsstrategien nie schaden. Denn erstens gibt es auch andere Stimmen (siehe: „Die Märkte sind eher teuer als günstig“). Zweitens hat sich in den vergangenen Tagen wieder einmal eines gezeigt: Wenn tatsächlich Verkaufsdruck aufkommt, scheint die Dynamik rasch zuzunehmen und die Käufer scheinen rar zu bleiben.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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