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Marktbericht Konjunkturoptimismus gibt Börsen Auftrieb

 ·  Die Hoffnung auf ein höheres Wachstum der Weltwirtschaft treibt die Aktienkurse. Der Optimismus stützt sich auf Konjunkturdaten aus allen teilen der Welt.

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Der Einkaufsmanager-Index für die chinesische Industrie ist im August um 2,4 Punkte auf 50,1 Zähler und signalisiert damit wieder Wachstum. Auch die Privatwirtschaft im Eurorraum legt weiter zu: Das Barometer stieg auf 51,7 Stellen von 50,5 Punkten. Die amerikanischen Frühindikatoren stiegen mit einem Plus von 0,6 Prozent deutlicher als erwartet.„Nachdem die Eurozone im zweiten Quartal aus der Rezession herausgekommen ist, beschleunigt sich nun das Wachstum“, schrieben die Analysten der Berenberg Bank in einem Kommentar. Motor dieser Entwicklung sei die Exportwirtschaft. In der zweiten Jahreshälfte 2013 und Anfang 2014 werde sich der Aufschwung voraussichtlich beschleunigen. Darüber hinaus sorge die Stabilisierung des Wachstums in China für Erleichterung, betonten die Experten.

Marktteilnehmer rätseln weiter über Kurs der amerikanischen Notenbank

Das zweite große Thema an den Finanzmärkten war das am Vorabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC). Die Mitschriften lieferten aber keine klaren Hinweise, ab wann und wie stark die amerikanische Notenbank ihren Geldhahn zudrehen wird.

Es sehe danach aus, als ob die Fed nicht wie bislang meist gedacht im September, sondern frühestens im Oktober mit dem Zurückfahren der Konjunkturspritzen beginnen werde, sagte Mike van Dulken, Chef-Analyst von Accendo Markets. Devisenstratege Lee Hardman von der Bank of Tokyo-Mitsubishi wertete die Protokolle dagegen als Hinweis darauf, dass die Fed schon bald ihre Geldflut drosseln werde. Vor diesem Hintergrund notierte der Euro bei 1,3363 Dollar, nach 1,3355 Dollar zum New Yorker Vortagesschluss.

Thyssen-Krupp-Aktien im Aufwind

Der Dax legte um 1,4 Prozent auf 8398 Punkte zu, der marktbreite F.A.Z.-Index gewann 1,3 Prozent auf 1770 Zähler. Zu den Favoriten zählten Thyssen-Krupp, die sich um 3,7 Prozent auf 16,21 Euro verteuerten. Insidern zufolge kommt der Konzern bei den Gesprächen mit Investoren über die geplante Kapitalerhöhung voran.

Commerzbank gewannen 5,7 Prozent auf 8,60 Euro. Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge drückt der Bund beim geplanten Verkauf seines Anteils an dem Geldhaus aufs Tempo, will die Papiere aber nicht über die Börse verkaufen. In den vergangenen Wochen sei mit mehreren potentiellen Interessenten gesprochen worden, darunter mit der Schweizer UBS, der spanischen Santander sowie der französischen Großbank BNP Paribas. Drillisch profitierten von einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank und gewannen 8,3 Prozent.

Gewinne auch an Wall Street

Nach sechs Verlusttagen in Folge legt der Dow Jones Industrial am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 14.962 Punkte zu. Der S&P-500-Index steigt um 0,7 Prozent auf 1.655 Zähler, der Nasdaq Composite  um 0,9 Prozent auf 3631 Punkte.

Unternehmensseitig gibt es negative Nachrichten. Der Kurs von Hewlett-Packard (HP) fällt um 12,3 Prozent. Der Computer-Konzern muss länger als gedacht auf eine Wende in seiner Geschäftsentwicklung warten: Konzernchefin Meg Whitman hat das kommende Geschäftsjahr schon abgeschrieben, bevor es im Herbst beginnt. Sie erwarte kein Umsatzplus mehr, sagte Whitman nach Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal von HP.

HP und Abercrombie unter Druck

Steil abwärts geht es mit knapp 18 Prozent auch für den Kurs von Abercrombie & Fitch. Abercrombie hatte für das Ende Juli abgeschlossene zweite Geschäftsquartal einen um ein Drittel gesunkenen Gewinn von knapp 11,4 Millionen Dollar gemeldet. Zudem fiel die Ergebnisprognose für das laufende Quartal deutlich niedriger aus als von Analysten erwartet.

Yahoo gewinnen 2,7 Prozent, nachdem das Unternehmen laut Marktforschern erstmals seit mehr als zwei Jahren mehr amerikanische Internet-Nutzer angelockt hat als Google.

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