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Zertifikate und ETFs

Marktbericht „Die alten Sorgen sind wieder da“

Der Dax hat sich mit erneuten Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Die Unsicherheiten in der Eurozone und Amerika drückten den deutschen Leitindex erstmals seit Anfang September wieder unter die 7000er-Marke. Experten rechnen auch in der neuen Woche mit einer angespannten Lage an den Börsen.

© F.A.Z. Vergrößern

Am Ende schloss der deutsche Leitindex 1,32 Prozent tiefer bei 6.950,53 Zählern und damit auf seinem Tagestief. Nach drei Verlusttagen in Folge hat er auf Wochensicht fast drei Prozent eingebüßt. Für den M-Dax ging es am Freitag um 1,03 Prozent au 10.957,53 Punkte bergab. Der Tec-Dax fiel um 0,47 Prozent auf 790,99 Punkte, während der marktbreite FAZ-Index derweil 1,10 Prozent auf 1499,34 Punkte abgab.

Wall Street vor Spitzentreffen nervös

Blicke der Wall Street sind zum Wochenausklang dagegen auf das Weiße Haus in Washington gerichtet. Dort trifft sich US-Präsident Barack Obama mit den Spitzen der Republikaner im Kongress, um über einen Ausweg aus dem Haushaltsstreit zu verhandeln. Sollte sich die US-Politik bis zum Jahresende nicht über zentrale Haushaltsfragen verständigen, treten mit Jahresbeginn automatisch massive Steuererhöhungen und Budgetkürzungen in Kraft. Diese dürften Amerika in die Rezession stürzen. Das Wall Street Journa berichtet unterdessen, dass im Weißen Haus an Plänen gearbeitet wird, wenigstens die drohenden Kürzungen im Haushalt abzufedern.

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Mit Sorge wird aber auch auf die Entwicklung des Konflikts zwischen der Hamas und Israel geschaut. In der Nähe Jerusalems hat eine Rakete auf unbewohntem Gebiet eingeschlagen. Aber auch von der Konjunkturseite gibt es schlechte Nachrichten. So ist die Industrieproduktion überraschend um 0,4 Prozent gefallen, während Volkswirte mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet hatten. Zur Begründung wird auf die Auswirkungen durch Wirbelsturm Sandy verwiesen. Der Dow-Jones-Index verliert 0,2 Prozent, der S&P-500 verzeichnet ein Minus von 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite verliert 0,5 Prozent.

„Solange es nicht mehr Klarheit in Bezug auf die drohende Fiskalklippe gibt und der Konflikt im Nahen Osten nicht gelöst wird, dürften sich die Märkte volatil entwickeln“, so Ryan Larson von RBC Global Asset Management. Investoren hoffen aber darauf, dass es unter den Vertretern der politischen Lager genügend Wille zur Einigung gibt. Aber die Diskussionen dürften zunächst weitergehen und die Märkte beeinflussen, ergänzt eine weitere Teilnehmerin.

Amerikanische Anleihen und Ölpreis fester

Am amerikanischen Anleihemarkt sorgen die Entwicklungen im Nahen Osten für steigende Notierungen. Mit den Berichten über einen Raketenabschuss der Hamas in Richtung Jerusalem haben die Umschichtungen in den sicheren Hafen der Anleihen zugenommen, so ein Händler.Da sowohl bei den heimischen Haushaltsverhandlungen als auch beim Konflikt im Nahen Osten nicht mit einer schnellen Lösung gerechnet wird, dürften die Notierungen zunächst weiter anziehen, heißt es aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt auf 1,57 Prozent.

Der Ölpreis legt mit den Entwicklungen im Nahen Osten stark zu. Ein Barrel der Sorte WTI kostet 86,80 Dollar, nach 85,45 Dollar am Vortag. Es besteht die Sorge um eine Ausweitung des Konflikts. „Das Risiko einer Eskalation hat sich deutlich erhöht“, sagt ein Analyst. Der Dollar erholt sich gegenüber dem Euro, der zwischenzeitlich sogar schon unter die Marke von 1,27 Dollar fiel. Aktuell notiert er bei 1,2705 Dollar. Mit dem steigenden Dollar reduziert sich der Goldpreis etwas. Er notiert bei 1.713 Dollar je Feinunze, ein Minus von 0,1 Prozent.

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