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Marktbericht Dax zum Monatsende knapp über 7400er-Marke

Der Dax ging zum Wochenschluss nahezu unverändert aus dem Handel. Die New Yorker Börsen präsentierten sich ebenfalls kaum verändert. Marktteilnehmer erwarten für die kommende Woche, dass die Wall Street das Geschehen aufgrund der amerikanischen Haushaltsproblematik maßgeblich beeinflussen wird.

© F.A.Z. Vergrößern

Der Dax beendete am Freitagabend mit einem hauchdünnen Plus von 0,06 Prozent bei 7.405,50 Punkten, nur knapp über der am Vortag zurückeroberten 7400er-Marke, die letzte Sitzung der Woche. Im nun zu Ende gehenden November beläuft sich das Kursplus beim Dax auf rund 2 Prozent, die Woche beendete der Index 1,32 Prozent höher.

Für den M-Dax  ging es derweil um 0,38 Prozent auf 11.612,92 Punkte nach oben. Der Tec-Dax schloss jedoch mit einem Minus von 0,39 Prozent auf 840,79 Punkte, während der breite FAZ-Index um 0,09 Prozent auf 1594,90 Zähler minimal zulegte.

Nachdem nun auch der deutsche Bundestag seinen Segen zur Freigabe der nächsten Finanzspritze für Griechenland gegeben habe, könnten Anleger erst einmal durchatmen, kommentierte Experte Gregor Kuhn vom Broker IG. Zum Haushaltsstreit in Amerika sagte Kuhn, es sei kaum vorstellbar, dass sich Republikaner und Demokraten bis Jahresende nicht einigen würden.

HeidelbergCement an der Spitze

Zu den Dax-Spitzenreitern gehörten HeidelbergCement  nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley. Die Aktien des Bauindustrie-Zulieferers stiegen um 2,3 Prozent auf 41,78 Euro. Die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Monate sei nicht gerechtfertigt, schrieb Analystin Alejandra Pereda in einem Kommentar. Schließlich sei das Unternehmen in attraktiven Märkten Asiens und Afrikas sowie in den USA engagiert. Sie stufte daher die Aktie auf „Overweight“ von „Equal-Weight“ hoch.

Den HeidelbergCement-Konkurrenten Buzzi Unichem  setzte Pereda dagegen auf „Underweight“ von „Equal-Weight“ herunter. Dem italienischen Konzern machten fallende Zement-Preise zu schaffen. Buzzi gaben an der Mailänder Börse um bis zu 3,1 Prozent nach und schlossen 1,7 Prozent im Minus.

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Am Dax-Ende fanden sich die Papiere von ThyssenKrupp mit einem Minus von 1,7 Prozent bei 15,57 Euro wieder. Mitarbeiter der kleinen Tochtergesellschaft GfT Bautechnik sollen in Osteuropa unsauber gearbeitet haben. Wegen des Verdachts auf Untreue schaltete Thyssen deshalb die Staatsanwaltschaft ein und entließ die verdächtigen Mitarbeiter. „Es geht hier nicht um den Betrag, der womöglich veruntreut worden ist, sondern darum, dass die Reputation von ThyssenKrupp nicht mehr 1A ist“, sagte ein Händler. Das mache sich bei den Kunden und damit auch bei den Anlegern nicht gut.

Metro-Aktie im Fokus

Eine Berg- und Talfahrt erlebten die Anteilsscheine von Metro. Sie verteuerten sich um bis zu 2,8 Prozent, nachdem der Einzelhandelskonzern den Verkauf des Osteuropageschäfts seiner Supermarktkette Real für 1,1 Milliarden Euro an den französischen Rivalen Auchan bekanntgegeben hatte. Den Handel beendeten die Metro-Papiere allerdings  mit einem Minus von 0,3 Prozent. „Der Verkaufspreis liegt einen Tick über dem, was der Markt erwartet hat, aber deshalb springt niemand vor Freude in die Höhe“, sagte ein Händler. Metro habe noch viele Baustellen abzuarbeiten, aber es gebe nun erste Anzeichen dafür, dass Vorstandschef Olaf Koch liefere. „Die Aktie wird sich deshalb in nächster Zeit wohl auf dem aktuell niedrigen Niveau stabilisieren.“

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