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Samstag, 11. Februar 2012
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Marktbericht Dax - trotz robuster Unternehmensgewinne im Minus

29.07.2010 ·  Trotz robuster Firmenbilanzen deutscher Großkonzerne ist dem Dax am Donnerstag die Puste ausgegangen. Der deutsche Leitindex drehte am Nachmittag ins Minus und schloss mit 6134 Zählern 0,7 Prozent tiefer als am Vortag.

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Der Dax ist am Donnerstag im Zuge einer schwächeren Wall Street ins Minus gedreht. Zum Handelsschluss verbuchte der deutsche Leitindex ein Minus von 0,72 Prozent auf 6.134,70 Zähler. Der MDax sank um 1,06 Prozent auf 8.405,41 Punkte und der TecDax büßte 1,04 Prozent auf 771,61 Punkte ein.

Bis kurz nach Börseneröffnung in New York hatte der Dax noch deutlich im Plus notiert. In den Vereinigten Staaten litten Konsumwerte unter negativen Zahlen von Colgate-Palmolive - dies habe auch am deutschen Markt für eine nachlassende Euphorie gesorgt, sagte ein Händler.

Belastet von Kursverlusten bei Titeln aus der Tech-Branche sind die amerikanischen Aktienmärkte am Donnerstag schwächer aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 10.467 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 1101 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent ab auf 2251 Stellen.

Berichtssaison in Deutschland läuft auf Hochtouren

Unterdessen läuft die Berichtssaison in Deutschland auf Hochtouren und allein an diesem Donnerstag standen sieben der 30 Dax-Unternehmen mit ihren Geschäftsberichten im Fokus. Die Aktien von Merck profitierten als Dax-Spitzenreiter mit plus 4,61 Prozent auf 67,16 Euro vor allem von einer Erholung im Chemiegeschäft. Dass Europas größter Autobauer Volkswagen (VW) im zweiten Quartal dank der anziehenden Autonachfrage einen Milliardengewinn einfuhr und zudem einen hohen Barmittelzufluss meldete, verhalf diesen Papieren zu einem Kurszuwachs von 3,05 Prozent auf 80,99 Euro.

Siemens-Aktien fielen dagegen um 2,27 Prozent auf 74,42 Euro. Dem Industriekonzern gelang es zwar, im dritten Unternehmensquartal dank eines brummenden Geschäfts in den wichtigsten Sparten an vergangene Boomzeiten anzuknüpfen und zudem zeigte sich Vorstandschef Peter Löscher nun noch optimistischer für das gesamte Geschäftsjahr 2009/2010. Eine wirkliche Überraschung war das am Markt aber nicht mehr.

Am Dax-Ende versammelten sich nach Zahlen die Titel von Lufthans und MAN. Lufthansa gaben um 2,31 Prozent auf 12,500 Euro nach. Die Fluglinie meldete bereits am Vorabend rote Zahlen und begründete dies mit Flugausfällen aufgrund der Aschewolke. Händler sahen auch in Gewinnmitnahmen die Ursache für die Kursverluste, nachdem das Papier am Vortag noch zu den besten Werten gezählt hatte. MAN-Titel sanken nach soliden Quartalszahlen um 2,69 Prozent auf 71,03 Euro. Ein Börsianer sagte, durch die bereits positiven Aussagen der Konkurrenten Scania, Volvo und Daimler sei schon ein Großteil der guten Nachrichten im Kurs enthalten gewesen.

Der EuroStoxx 50 ging 0,48 Prozent tiefer bei 2.752,93 Punkten aus dem Handel. Der CAC-40-Index in Paris und der Londoner FTSE 100 gaben ebenfalls nach. Der New Yorker Dow Jones Industrial Industrial notierte zum europäischen Handelsschluss im Minus.

Euro-Dollar-Kurs auf höchstem Stand seit Anfang Mai

Der Euro baut seine Gewinne am Donnerstagnachmittag noch etwas aus. Gegen 17.00 Uhr steht die Gemeinschaftswährung bei 1,3092 Dollar nach 1,3084 Dollar am Mittag. Das Tageshoch von 1,3108 Dollar ist der höchste Euro-Stand seit Anfang Mai. „Der Euro könnte nun bis 1,3250 steigen“, so ein technisch orientierter Marktteilnehmer. Dort liege ein Dreifach-Tief vom Frühjahr, das nun Widerstand sei. Die Nachrichten aus dem Euroraum stützen nach Aussage einer Händlerin den Euro. Zum einen zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland sehr robust, die Zahl der Arbeitslosen ging im Juli um 20.000 Menschen zurück. BA-Vorstandsvorsitzender Frank-Jürgen Weise sagte, die Arbeitslosigkeit sei im Zuge der Sommerpause gestiegen, saisonbereinigt aber wie schon in den Vormonaten gesunken. Die deutsche Wirtschaft sei auf Erholungskurs, und die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich weiter verbessert.

Zum anderen hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juli überraschend stark aufgehellt. Wie die Europäische Kommission berichtete, stieg der entsprechende Index auf plus 0,66 Punkte, Ökonomen hatten für Juli einen Stand von plus 0,38 erwartet. Ein Indexstand des Geschäftsklimas von Null entspricht dem langfristigen Durchschnittswachstum der Industrieproduktion von 2 Prozent. Das Industrievertrauen hat mit minus 4 nach minus 6 Punkten ein Zweijahreshoch erreicht. Auch der Pessimismus in der Baubranche hat etwas nachgelassen. Das Resultat der Umfrage unterstützt nach Einschätzung der Postbank den Eindruck, dass die zuletzt schwungvollere wirtschaftliche Erholung in der Eurozone - bei durchaus differenzierter Entwicklung einzelner Länder - über die Sommermonate fortdauere. Noch ist es nach Einschätzung der Commerzbank zu früh, für den Dollar Entwarnung zu geben. Denn nach wie vor sehe der Markt eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass die Vereinigten Staaten erneut in eine Rezession falle. Schlechte Daten erhöhten diese Wahrscheinlichkeit, auch wenn sie nach wie vor sehr gering sein dürfte. Mehr Klarheit könnten am Freitag die BIP-Daten aus den Vereinigten Staaten für das zweite Quartal geben. Die Feinunze Gold ist zum Londoner Nachmittag-Fixing mit 1.162,50 Dollar notiert worden nach einem Vormittags-Fixing von 1.166 Dollar.

Deutsche Anleihen verzeichnen Kursgewinne

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Donnerstag im Abendhandel Gewinne verbucht. Der für den Anleihenmarkt richtungweisende Euro-Bund-Future stieg zuletzt um 0,24 Prozent auf 128,12 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,710 Prozent. Der enttäuschende Konjunkturbericht der Notenbank (Beige Book) nähre Sorgen um einen erneuten Rückfall der Vereinigten Staaten in die Rezession, sagten Händler. Überraschend positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone begrenzten die Gewinne aber. So hatte sich die Wirtschaftsstimmung im Juli überraschend aufgehellt. Die am Nachmittag etwas besser als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten hatten die deutschen Anleihen nur kurz belastet.

Quelle: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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10.02.2012 17:45 Uhr
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Name Kurs Prozent
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FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.947,17 −0,61%
EUR/USD 1,3195 −0,67%
Rohöl Brent Crude 117,61 $ −0,91%
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