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Sonntag, 19. Februar 2012
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Marktbericht Dax schließt leicht leichter

11.03.2010 ·  Vor dem entscheidenden Anlauf zum Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 6000 Punkten hat der Dax am Donnerstag zwar innegehalten. „Der Test der 6000-Punkte-Marke ist nur eine Frage der Zeit“, heißt es jedoch ungemein optimistisch.

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Die deutschen Aktienindizes haben am Donnerstag im Minus geschlossen. Der Dax gab 0,14 Prozent auf 5928,63 Punkte ab. Händler verwiesen auf die zuletzt gute Entwicklung der Börsen und sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Leitindex hatte am Vortag auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Monaten geschlossen. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,29 Prozent auf 7903,34 Zähler runter, der TecDax fiel um 0,85 Prozent auf 836,50 Punkte ab.

„Der Test der 6000-Punkte-Marke ist nur eine Frage der Zeit“, sagte ein Händler. Schließlich gebe es zahlreiche Anleger, die die bisherige Rally verpasst hätten und jeden kleinen Rücksetzer nutzten, um auf den Zug aufzuspringen. Im Vergleich zu seinem Jahrestief von Anfang Februar hat der Leitindex rund 500 Punkte zugelegt. Ohne nachhaltigen Einfluss auf die europäischen Aktienkurse blieben die im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Erstanträge auf amerikanische Arbeitslosenhilfe.

Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,4 Prozent auf 10.611 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls 0,4 Prozent auf 1150 Zähler zu. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,4 Prozent und ging mit 2368 Punkten aus dem Handel.

Händer sind optimistisch

Mit einem Kursplus von 7,7 Prozent auf 68,68 Euro ließen die Aktien von Volkswagen die restlichen Dax-Werte hinter sich. „Die Aktie profitiert von den guten Zahlen, dem optimistischen Ausblick und der Tatsache, dass die Wolfsburger sich das Kapital zur Finanzierung der Porsche-Übernahme möglicherweise zum Teil über eine Wandelanleihe beschaffen wollen“, sagte ein Händler. „Damit wird die Verwässerung der Anteile der Altaktionäre hinausgezögert.“ VW hatte für die ersten beiden Monate des Jahres ein rund 27-prozentiges Absatzplus bekannt gegeben und für das Gesamtjahr einen Umsatz- und Gewinnanstieg in Aussicht gestellt.

Schärfster Verfolger der VW-Vorzüge waren die Papiere von Adidas, deren Kurs um 1,6 Prozent auf 37,72 Euro zulegte. Kurgewinne verzeichneten auch die Papiere von BMW, die sich um 1,3 Prozent auf 32,69 Euro verteuerten. Dank Einsparungen fuhr der Münchener Autobauer 2009 einen Vorsteuergewinn über den Markterwartungen ein. Enttäuscht äußerten sich Analysten allerdings über das operative Ergebnis. Einer von ihnen betonte, dass er die Konsens-Schätzungen für 2010 für zu hoch halte.

Schlusslicht im Dax waren die Aktien von K+S. Am Tag nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen gaben die Papiere des Düngemittel-Herstellers 2,72 Prozent auf 45,66 Euro nach. Auf den zweiten Blick waren einige Analysten vom Quartalsergebnis nicht ganz überzeugt. Sie bemängelten unter anderem den vagen Ausblick. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Aktie hat sich seit Jahresbeginn mit einem Plus von 17,4 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt.

Die Aktien der Gea legen deutlich zu

Im Nebenwerte-Index MDax sorgte Gea-Aktien mit einem Kursplus von 7,9 Prozent auf 16,4 Euro für Aufsehen. Der Anlagenbauer hatte für 2009 eine Bilanz über Markterwartungen vorgelegt. Es sehe so aus, als materialisierten sich die Kosteneinsparungen schneller als erwartet, und auch der Ausblick sei ziemlich zuversichtlich, erklärten die Analysten von Merck Finck, die eine Kaufempfehlung in Aussicht stellten. Bislang hatten sie die Titel auf ihrer Verkaufsliste.

Bei den im SDax gelisteten Kleinwerten waren Sixt die größten Verlierer. Die Aktie brach um bis zu zehn Prozent auf 24,38 Euro ein, nachdem der Autovermieter Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Am Abend gingen die Aktien mit einem Minus von 4,4 Prozent und mit einem Kurs von 23,765 Euro aus dem Handel. WestLB-Analyst Wolfgang Fickus kritisierte, dass Sixt erst im Jahr 2011 wieder zu dem Ertragsniveau von vor der Krise zurückkehren will. Er habe damit schon für 2010 gerechnet. „Aus unserer Sicht ist die Prognose für 2010 daher ernüchternd“, fügte er hinzu. Am frühen Nachmittag notierten Sixt noch 4,8 Prozent im Minus bei 23,68 Euro.

Euro zum Dollar kaum verändert - SNB bestätigt Zinsniveau

Kaum verändert zum Dollar tendiert der Euro am späten Donnerstagnachmittag weiter um die Marke von 1,3660 Dollar. Zwischenzeitlich war die Gemeinschaftswährung auf 1,3630 Dollar zurückgefallen, konnte sich jedoch relativ rasch wieder erholen. Keine nachhaltige Wirkung ging von den amerikanische Konjunkturdaten aus: Die Erstanträge auf Leistungen aus der amerikanische Arbeitslosenversicherung sind mit einem Rückgang von 6.000 auf 462.000 nahezu wie erwartet ausgefallen. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen einen Rückgang um 9.000 binnen Wochenfrist gesehen. In der Vorwoche waren die Anträge um 28.000 auf 468.000 zurückgegangen. Die amerikanische Handelsbilanz für Januar fiel dagegen besser als erwartet aus, das Defizit belief sich auf 37,29 Milliarden Dollar, Volkswirte hatten ein Minus von 41 Milliarden Dollar prognostiziert.

Bewegung in den Kurs des Schweizer Franken brachten die Aussagen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Nachmittag. Den Leitzins ließ die SNB unverändert bei 0,25 Prozent. Die SNB teilte ferner mit, sie wolle „einer übermäßigen Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro entschieden entgegenwirken“. Zudem kündigte sie einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik an. „Die Inflationsprognose zeigt, dass die Preisstabilität in der kurzen Frist nicht gefährdet ist“, erklärte die SNB, fügte aber hinzu: „Aus der Inflationsprognose geht hervor, dass die aktuelle expansive Geldpolitik nicht über den gesamten Prognosehorizont weitergeführt werden kann, ohne die mittel- und langfristige Preisstabilität zu gefährden.“ Für 2010 wird nunmehr eine durchschnittliche Teuerung von 0,7 Prozent (zuvor: 0,5 Prozent) erwartet.

Die am Morgen veröffentlichten Inflationsdaten aus China schürten daneben die Angst vor einer geldpolitischen Straffung. Im Februar stiegen die Lebenshaltungskosten um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr anstelle erwarteter 2,4 Prozent. Damit hat sich die Teuerung nach einem Plus von 1,5 Prozent im Januar deutlich beschleunigt. „Es ist vor allem die Sorge, dass die Chinesen wieder am 12., also Freitag, die Mindestreserve erhöhen“, sagte ein Händler. Bereits die letzten beiden Male seien solche Entscheidungen an einem 12. des Monats bekanntgegeben worden. Da Chinas Notenbank keine festen Daten für solche Bekanntgaben habe, halte sich der Markt an so etwas fest. Die Feinunze Gold wurde zum Londoner Nachmittags-Fixing mit 1.104,00 Dollar festgestellt nach einem Vormittag-Fixing von 1.106,00 Dollar.

Am Rentenmarkt lag der Bund-Future 12 Ticks im Minus bei 122,45 Punkten. Händlern zufolge folgten die europäischen Staatsanleihen den fallenden amerikanischen Treasuries. Dort drückten die in der Woche zahlreichen Anleiheemissionen auf die Kurse.

Quelle: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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17.02.2012 17:45 Uhr
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Dax 6.848,03 +1,42%
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17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.848,03 +1,42%
FAZ-INDEX 1.526,72 +1,43%
TecDAX 778,36 +0,73%
MDAX 10.441,40 +1,41%
SDAX 5.048,27 +1,17%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.520,31 +1,24%
F.A.Z. EURO INDEX 81,56 +1,37%
Dow Jones 12.949,90 +0,35%
Nasdaq 100 2.584,24 −0,31%
S&P500 1.361,23 +0,23%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3138 +0,07%
Rohöl Brent Crude 119,95 $ −0,08%
Gold 1.723,00 $ +0,58%
Bund Future 138,50 € −0,16%