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Marktbericht Dax im Minus - Konsolidierung auf hohem Niveau

 ·  Die deutschen Aktienmärkte haben am Montag nachgegeben. Vor allem Aktien von Banken gehörten zu den Gewinnern auf dem Parkett. Daimler profitierten von einer Meldung über einen möglichen Staatsfonds-Einstieg.

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Nach den deutlichen Gewinnen der Vorwoche haben die deutschen Standardaktien am Montag eine Atempause eingelegt und überwiegend Verluste verbucht. Technologiewerte schlossen dagegen mehrheitlich im Plus. Der Dax endete 0,6 Prozent tiefer bei 7732,7 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex um mehr als 2 Prozent zugelegt. Der M-Dax verlor am Montag 0,3 Prozent auf 12.206,3 Punkte. Der Tec-Dax stieg um 0,5 Prozent auf 859,6 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index fiel um 0,6 Prozent auf 1663,7 Punkte. Der hiesige Aktienmarkt sei bis auf weiteres von Vorsicht und Zurückhaltung der Akteure geprägt, sagte Händler Gregor Kuhn vom Broker IG. Zusätzlich belastet hätten am Nachmittag die schwach eröffnenden amerikanischen Börsen. „Der Dax konsolidiert, wenngleich auf hohem Niveau“, stellte er fest.

Unter den Einzelwerten im Dax waren Bankenwerte, die auch europaweit die Gewinner anführten, am stärksten gefragt. Aktien der Commerzbank gewannen 4,2 Prozent, Papiere der Deutschen Bank kletterten um 2,8 Prozent. Wie der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschloss, bekommen die Geldhäuser weltweit vier Jahre mehr Zeit für den Aufbau billionenschwerer Liquiditätsreserven, mit denen sie künftig in einer etwaigen Bankenkrise eine Pleite vermeiden können.

Daimler profitieren von Meldung über möglichen Staatsfonds-Einstieg

Die Anteilsscheine von Daimler legten um rund ein Prozent zu. Nach dem Rückzug des größten Einzelinvestors Aabar aus Abu Dhabi könnte der Autobauer laut einem Zeitungsbericht seinen nächsten Großaktionär in China gefunden haben. Eine negative Analystenstudie belastete die Infineon-Aktien, die mehr als 2 Prozent einbüßten.

Im M-Dax gaben die im Vorjahr zum Teil bereits deutlich gestiegenen Immobilienwerte Deutsche Wohnen, TAG und GSW zwischen 2,8 und 3,5 Prozent nach. Börsianer verwiesen darauf, dass die nordrhein-westfälische Wohnimmobiliengesellschaft LEG Immobilien in der ersten Jahreshälfte 2013 an die Börse gehen will. Das werde voraussichtlich ein milliardenschwerer Börsengang werden, hieß es.

Solarworld setzen Rally fort

Im Tec-Dax setzten Solarworld-Aktien bei kräftigen Umsätzen ihre zu Jahresanfang begonnene Erholungsrally fort. Sie stiegen um exakt 19 Prozent, nachdem sie seit Anfang Januar in der Spitze bereits mehr als 47 Prozent gewonnen hatten. Positiv wirkten Händlern zufolge Berichte über eine weiter lebhafte Nutzung von Solarstrom in Deutschland.

Der Euro Stoxx 50 schloss 0,5 Prozent niedriger bei 2695,6 Punkten. Der Londoner FTSE-Index büßte 0,4 Prozent ein und der Pariser CAC 40 sank um 0,7 Prozent. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa rund ein halbes Prozent unter seinem Schlusskurs vom Freitag.

Euro klettert über 1,31 Dollar

Am Anleihemarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,2 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 133,8 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,2 Prozent auf 143,13 Punkte.

Der Kurs des Euro legte im späten Handel weiter zu und lag zuletzt knapp über der Marke von 1,31 Euro. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3039 (Freitag: 1,3012) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7669 (0,7685) Euro.

Amerikanische Börsen starten mit Verlusten in neue Woche

Die amerikanischen Börsen sind mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Die Anleger hielten sich vor Beginn der Berichtssaison zurück, sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital am Montag in New York. „Ich denke, dass es dieses Mal enttäuschend sein wird.“ Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte im Handelsverlauf 0,5 Prozent im Minus bei 13.363 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 1461 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent nach auf 3091 Stellen.

Zu den größten Verlierern zählten die Papiere des Gentechnikspezialisten Illumina. Sie verloren 6,3 Prozent an Wert, nachdem der Schweizer Pharmakonzern Roche mitgeteilt hatte, definitiv kein Interesse mehr an einer Übernahme zu haben. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen außerdem Finanzwerte. Der Baseler Ausschluss für Bankenaufsicht hatte den Instituten vier Jahre mehr Zeit eingeräumt, ihre Liquiditätspuffer aufzufüllen. Citigroup-Aktien gaben trotzdem 0,5 Prozent nach.

Bank-of-America-Anteilscheine profitierten dagegen davon, dass das Institut seinen Hypotheken-Rechtsstreit mit Fannie Mae beilegte. Die Aktien fielen zwar um 0,2 Prozent, waren damit aber besser als der Markt. Amazon-Aktien zogen 3,2 Prozent an nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley. (Reuters)

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