Der Dax hat sich am Freitag vor den mit Spannung erwarteten Neuwahlen in Griechenland fest präsentiert und im Plus geschlossen. Am Tag des großen Verfalls am Terminmarkt („Hexensabbat“) lag der deutsche Leitindex zu Börsenschluss mit 1,48 Prozent Prozent im Plus bei 6229 Punkten. Kurzzeitig war er nach dem Auslaufen der auf ihn lautenden Terminkontrakte bis auf 6251 Punkte nach oben geschnellt, dann aber wieder etwas zurückgekommen. Auf Wochensicht gewann er 1,61 Prozent hinzu. Der MDax stieg um 1,16 Prozent auf 10 046 Punkte. Der TecDax legte um 0,55 Prozent auf 726 Punkte zu.
Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke verwies als Kurstreiber auf vage Gerüchte, wonach sich die globalen Notenbanken auf ein konzertiertes Eingreifen vorbereiten, sollte es auf absehbare Zeit zu Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen. Der britische Notenbankchef Mervyn King hatte am Vortag in London davon gesprochen, die Wirtschaft und das Finanzsystem des Vereinigten Königreichs vor einer Zuspitzung der Eurokrise schützen zu wollen. „Vor der Griechenland-Wahl ist außerdem schon viel Negatives in den Kursen eingepreist“, so der Experte. Dazu passte am Freitag eine Entspannung an den europäischen Anleihemärkten.
Bei Einzelwerten fielen die Papiere von Fresenius Medical Care negativ auf. Sie gaben gegen den freundlichen Markt deutlich nach. Ein Börsianer machte einen Medienbericht über Ermittlungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA dafür verantwortlich. ThyssenKrupp-Aktien dagegen entkamen ihrem jüngsten Abwärtsstrudel und erholten sich. Gut schnitten im Dax auch die Commerzbank-Papiere ab.