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Marktbericht Dax gewinnt moderat

Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag leicht im Plus aus dem Handel gegangen. An der Dax-Spitze kletterten die Papiere von K+S um mehr als 4 Prozent nach oben.

© F.A.Z. Vergrößern

Der Dax hat am Montag moderat zugelegt. Zum Handelsende stand der deutsche Leitindex 0,2 Prozent höher bei 8435,1 Punkten. Für den M-Dax ging es hingegen um 0,2 Prozent auf 14.809,4 Punkte nach unten, während der Tec-Dax um 0,4 Prozent auf 1045,8 Punkte stieg. Der marktbreite FAZ-Index stieg um 0,1 Prozent auf 1778 Punkte.

Weder die Sorgen um die politische Entwicklung in Syrien noch überraschend schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten sorgten für größere Kursausschläge. Händler begründeten das mit fehlenden Impulsen, da Investoren aus London wegen eines Feiertages fehlten.

Auf fundamentaler Seite standen Sorgen um eine Verschärfung des Syrien-Konfliktes den am Nachmittag vorgelegten unerwartet schwachen Auftragseingängen für langlebige Güter in den Vereinigten Staaten gegenüber. Negative Konjunkturdaten hatten in den vergangenen Monaten immer wieder für Hoffnung gesorgt, dass die amerikanische Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe doch nicht schon ab September oder Oktober drosseln werde, sagten Marktbeobachter.

Dax weiter in Seitwärtsbewegung

Insgesamt bewege sich der Dax weiterhin im Seitwärtstrend zwischen 8436 auf der Oberseite und 8215 Punkten auf der Unterseite sowie einem etwas größeren Band mit den Begrenzungen von 8557 und 8034 Punkten, schrieb der technische Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen in einem Marktkommentar. Deutlichere Kursbewegungen seien erst möglich, wenn vor allem eine der großen Begrenzungen durchbrochen werde.

An der Dax-Spitze kletterten die Papiere von K+S um mehr als 4 Prozent nach oben, nachdem der Chef des russischen Kaliproduzenten Uralkali, Vladislav Baumgertner, in der weißrussischen Hauptstadt Minsk festgenommen wurde. Bei einigen Anleger wecke das offenbar die Hoffnung auf eine Rückkehr von Uralkali in eine Vertriebsallianz mit Belaruskali, sagte ein Analyst. Der überraschende Ausstieg des russischen Kali-Giganten aus der Vertriebspartnerschaft hatte Ende Juli die gesamte Branche aufgeschreckt und Spekulationen über einen scharfen Preisrutsch ausgelöst. Schlusslicht Dax waren die Heidelberg-Cement-Papiere. Sie verloren in einem europaweit schwächeren Baustoffsektor etwas mehr als 2 Prozent.

Telefonica Deutschland sehr fest

Im Blick standen zudem die Titel von Rüstungsherstellern. Einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ (“SZ“) zufolge hätten Ermittler in der letzten Woche im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen bei Rüstungsgeschäften mit der griechischen Regierung die Rüstungsfirmen Rheinmetall Defence Electronics und Atlas Elektronik durchsucht. Rheinmetall Defence wies die Anschuldigungen der Zeitung zufolge zurück. EADS und Thyssen-Krupp bestätigten laut „SZ“ indes, dass ihre Tochterfirma Atlas Elektronik durchsucht worden sei. Insgesamt handele es sich eher um eine kleinere Angelegenheit, sagte ein Händler.

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