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Marktbericht Dax geht leichter aus dem Handel

Die deutschen Aktienmärkte gehen am Freitag leichter aus dem Handel. An der Dax-Spitze profitierten die Titel von Lanxess Händlern zufolge von einem positiven Analystenkommentar.

© F.A.Z. Vergrößern

Der Dax hat sich am Freitag nicht von seinem Rücksetzer am Vortag erholen können. Die Blicke der Anleger hätten sich vor allem am Nachmittag auf den G20-Gipfel gerichtet, sagten Börsianer. Auf dem Gipfel ringen die Staaten um eine gemeinsame Linie bei den Wechselkursen. Der Entwurf zur Erklärung der G20 weicht Kreisen zufolge aber in einer entscheidenden Passage von dem jüngsten Statement der G7 ab. Wie ein nicht genannter Vertreter der G20 der Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag sagte, gebe das Dokument nicht die Auffassung der G7 wider, wonach Wechselkurse kein politisches Ziel sein sollten. Diese Formulierung gilt als wichtig, weil insbesondere Japan vorgehalten wird, seine Währung mit einer aggressiven Geldpolitik gezielt zu schwächen.

Gute amerikanische Konjunkturdaten verhalfen dem deutschen Leitindex am Nachmittag nur vorübergehend ins Plus. Kurz vor Handelsende fiel er dann aber auf sein Tagestief und schloss 0,5 Prozent tiefer bei 7593,5 Punkten. Im Vergleich zur Vorwoche beläuft sich das Minus damit auf 0,8 Prozent. Der M-Dax stieg hingegen um 0,2 Prozent auf 12.964,2 Punkte und der Tec-Dax rückte um 0,3 Prozent auf 899,6 Punkte vor. Der marktbreite FAZ-Index büßt 0,4 Prozent auf 1651,6 Punkte ein.

Marktumfeld für Commerzbank signifikant verbessert

Auf Unternehmensseite zog die Commerzbank die Aufmerksamkeit auf sich: Das krisengeschüttelte Finanzinstitut dämpfte nach einem abermals schwachen Geschäftsjahr die Hoffnung auf schnelle Besserung. Gleichwohl sagte Analyst Philipp Häßler von Equinet: „Wir denken, dass der richtige Moment für ein Investment in Commerzbank gekommen ist.“ Denn das Marktumfeld habe sich in den vergangenen Monaten signifikant verbessert und Anleger dürften bei ihrer Bewertung mehr und mehr auf die für 2014 und 2015 zu erwartenden Ergebnisse schauen. Nach einem schwachen Start stiegen die Commerzbank-Aktien um 1,2 Prozent.

An der Dax-Spitze profitierten die Titel von Lanxess Händlern zufolge von einem positiven Analystenkommentar. Sie kletterten um 3,5 Prozent nach oben. Index-Schlusslicht waren die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Abschlag von 3,3 Prozent. Börsianer verwiesen als Belastung auf einen Medienbericht, demzufolge der Widerstand gegen den geplanten Zusammenschluss des amerikanischen Mobilfunkanbieters Metro PCS mit der Telekom-Tocher T-Mobil USA zunimmt.

Gerresheimer bauen Vortagesgewinne aus

Im M-Dax sorgte ein positiver Analystenkommentar der Deutschen Bank für einen Kurssprung bei den Papieren des Immobilienfinanzierers Aareal Bank von 3,6 Prozent. Die Titel von Gerresheimer knüpften an ihre deutlichen Vortagesgewinne an und stiegen an der Index-Spitze um 3,9 Prozent. Weitere Analysten hatten erfreut auf die am Donnerstag präsentierten, robusten Geschäftszahlen des Spezialverpackungs-Herstellers reagiert.

Favorit im Tec-Dax waren die Papiere des Chipherstellers Dialog Semiconductor mit plus 5,37 Prozent. Vor den in der kommenden Woche erwarteten Geschäftszahlen hätten Anleger, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Verkaufspositionen wieder geschlossen, meinten Börsianer. Die Titel des Medizintechnik-Unternehmens Carl Zeiss Meditec sackten als schwächster Tec-Dax-Wert um fast 6 Prozent ab. Händlern zufolge setzen sie angesichts einer skeptischen Studie des Analysehauses Kepler die Gewinnmitnahmen vom Vortag fort.

Eurokurs steigt leicht

Der Euro Stoxx 50 schloss 0,8 Prozent tiefer bei 2615,3 Punkten. In Paris gab der Cac 40 moderat nach, während der „Footsie“ in London prozentual fast unverändert schloss. Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,34 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent nach. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 133,64 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,11 Prozent auf 142,43 Punkte ein.

Der Kurs des Euro stieg bis zum Börsenschluss in Europa leicht auf 1,3357 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3325 (Donnerstag: 1,3327) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7505 (0,7504) Euro.

Wall Street im Handelsverlauf etwas fester

Die amerikanischen Börsen haben zum Ende der Woche im Handelsverlauf leicht verloren. Von der Konjunktur kamen gemischte Signale. Während das Barometer für das Verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York im Februar überraschend stieg, sank die gesamte Industrieproduktion im Januar unerwartet. Alle drei großen Indizes verloren im Handelsverlauf etwas. Der Dow-Jones-Index verlor 0,1 Prozent auf 13.955 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,2 Prozent ein auf 1518 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,1 Prozent auf 3195 Stellen nach.

Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods gehörte zu den Verlierern, obwohl die Titel zunächst im Plus notiert hatten. Das Unternehmen setzte im vierten Quartal 11 Prozent weniger um, hob aber zugleich die Gewinnprognose für 2013 an. Kraft-Aktien lagen 0,2 Prozent im Minus. Der Medienkonzern CBS Corp konnte seinen Gewinn im Schlussquartal 2012 um 6 Prozent steigern. Anleger goutierten dies, die Papiere kletterten um knapp 3 Prozent. Abschläge musste das Medizintechnik-Unternehmen Agilent Technologies hinnehmen. Der Konzern kappte seine Geschäftsziele für das laufende Jahr, nachdem die Ergebnisse Ende 2012 unter den Markterwartungen geblieben waren. Die Agilent-Aktie lag rund 4 Prozent im Minus.

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Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters

 
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Veröffentlicht: 15.02.2013, 18:42 Uhr


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