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Veröffentlicht: 04.07.2013, 12:55 Uhr

Marktbericht Dax fester vor Zinsentscheidungen

Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag gegen Mittag wieder zugelegt. Celesio verliert, im Dax sind vor allem Automobilwerte gesucht.

© F.A.Z.

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag weiter stabilisiert. Der Dax gewann am Mittag 0,6 Prozent auf 7875 Punkte. Zwar hatte der Leitindex jüngst Verluste hinnehmen müssen, konnte sich jedoch im späten Geschäft am Vortag bereits deutlich von seinem Tief erholen. Der M-Dax stieg zuletzt um 0,7 Prozent auf 13.706,9 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,6 Prozent auf 950,9 Punkte hoch. In ganz Europa dominiert das Plus: Der Leitindex Euro Stoxx 50 gewann 0,7 Prozent auf 2588 Punkte.

Im Fokus stehen die Zinsentscheidungen und die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank von England zur Mittagszeit, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Die EZB dürfte weiter auf Zeit spielen und den Finanzmärkten geldpolitische Lockerheit versprechen. Nach der Zinssenkung auf ein Rekordtief vor zwei Monaten rechnet kaum ein Ökonom mit einem weiteren Schritt. Dabei war die Eurokrise in den vergangenen Tagen mit den Problemen in Portugal und auch Griechenland wieder aufgeflammt. Kursgewinne an den asiatischen Börsen begünstigten indes die Erholung am deutschen Aktienmarkt. Frische Impulse von der Wall Street werden wegen des Unabhängigkeits-Feiertags fehlen.

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Celesio unter Druck

Celesio-Aktien rutschten am M-Dax-Ende um 6,7 Prozent auf 15,38 Euro ab. Unternehmenschef Markus Pinger muss nach einem Führungsstreit mit Haniel bei dem Pharmagroßhändler gehen. Der Großaktionär bevorzugt wohl eine Restrukturierung gegenüber einem Verkauf oder Zusammenschluss. Mehrere Analysten reagierten mit Abstufungen.

Im Dax wurden indes Autowerte favorisiert: Die Vorzüge von Volkswagen (VW) verteuerten sich um 2,2 Prozent, Daimler gewannen 2 Prozent. Die Papiere profitieren weiter von einer Hochstufung durch JP Morgan vom Vortag. Zudem sprach Goldman Sachs in einer Studie am Morgen von einer Verbesserung des Geschäftsumfelds für die europäischen Autobauer. Sie stuften Peugeot-Aktien hoch, was den Franzosen über 7 Prozent Kursgewinn einbringt und den Sektor mitzieht. Bei den Zulieferern kletterten Conti an der Dax-Spitze um 2,6 Prozent hoch.

Verlierer setzen Abwärtstrend fort

Am Dax-Ende standen dagegen wieder die Commerzbank-Aktien mit minus 3 Prozent auf 5,648 Euro. Die größten Akteure im Markt sind Londoner Spekulanten, die auf weiter fallende Kurse setzen, wie Börsenbriefautor Hans Bernecker am Morgen schreibt. Zudem zählen die Aktien zu den schlechtesten der vergangenen Wochen und diese Verlierer blieben auf den Verkaufslisten vieler Anleger ganz oben, sagte ein Börsianer. So waren Lanxess mit minus 1,5 Prozent zweitschlechtester Wert.

Im M-Dax litten SGL Group am Indexende mit minus 3,7 Prozent unter einer Abstufung. Die Deutsche Bank ging von „Hold“ auf „Sell“ und senkte das Ziel auf 18 Euro. Symrise verteuerten sich dagegen um 1,3 Prozent. Der Aromen- und Duftstoffhersteller hält trotz Unsicherheit an Zielen fest, wie Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram sagte.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX

 

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