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Marktbericht Dax büßt Jahresgewinn ein

 ·  Die deutschen Aktienmärkte sind am Mittwoch im Minus aus dem Handel gegangen. Nur der Tec-Dax legte zu, da einige Index-Schwergewichte wie Gea ihm Auftrieb verliehen.

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Die politischen Sorgen in der Eurozone haben den Dax am Mittwoch den gesamten Jahresgewinn gekostet. Der Leitindex fiel um 1,1 Prozent auf 7581,2 Punkte, nachdem er am Dienstag noch dank positiver Impulse aus den Vereinigten Staaten mit einem moderaten Plus geschlossen hatte. Für den M-Dax ging es zur Wochenmitte um 0,1 Prozent auf 12.634,3 Punkte nach unten. Der Tec-Dax legte dank der deutlichen Kursgewinne einiger Index-Schwergewichte um 0,6 Prozent auf 880,2 Punkte zu. Der marktbreite FAZ-Index verlor 0,8 Prozent auf 1642,1 Punkte.

„Wir haben derzeit eine absolut politische Börse“, sagte Fidel Helmer, Kapitalmarktexperte bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Weiterhin lasteten die Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung und die guten Umfragewerte für Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi auf den Kursen. Die Anleger fürchteten, dass Berlusconi die Reformen von Ministerpräsident Mario Monti wieder zurückdrehen könnte, falls seine Partei bei den Parlamentswahlen Ende Februar gut abschneiden sollte. Aktienanleger kauften derzeit eher japanische Titel, ergänzte Helmer. Der dortige Aktienmarkt profitiert seit Wochen von der anhaltenden und politisch gewollten Abwertung des Yen, die vor allem Exportwerte antreibt.

Thyssen Krupp nur leicht im Minus

Für die Thyssen Krupp-Aktien ging es nach gut aufgenommenen Zahlen und dem Ausblick des Konkurrenten Arcelor Mittal nur um 0,4 Prozent nach unten. Der weltgrößte Stahlhersteller habe im vierten Quartal besser abgeschnitten als befürchtet, sagte ein Händler.

Die Gea-Titel büßten nach Zahlen am M-Dax-Ende 4,7 Prozent auf 25,58 Euro ein. Der Maschinenbaukonzern hatte zwar wie erwartet seine Wachstumsziele für 2012 erreicht und kann auch mit Blick nach vorn keine schwächere Nachfrage erkennen. Händler sprachen aber von gemischten Zahlen: So habe Gea die Marktprognosen für den operativen Gewinn getoppt, während der Ausblick auf 2013 etwas mau sei.

Metro sehr fest

Einer der besten Werte im M-Dax waren die Metro-Titel mit einem Plus von 3,4 Prozent. Hier hatte die Meldung Auftrieb gegeben, dass das Duisburger Familienunternehmen Haniel seinen Anteil am Einzelhändler von 34,2 Prozent auf 30 Prozent reduziert hatte - wie im November vergangenen Jahres angekündigt. „Nun ist die Unsicherheit um den Aktienüberhang aus dem Markt“, erklärte ein Händler den Kurssprung.

Der Euro Stoxx 50 schloss 1,3 Prozent niedriger bei 2617,3 Punkten. Auch der französische Leitindex CAC 40 gab nach. Der Londoner „Footsie“ hingegen stieg. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa minimal unter seinem Schlusskurs vom Dienstag.

Euro sinkt

Am Anleihemarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 133,48 Punkte. Der Bund Future legte um 0,20 Prozent auf 142,53 Punkte zu.

Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3517 (Dienstag: 1,3537) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7398 (0,7387) Euro.

Anleger an der Wall Street machen Kasse

Nach dem zuletzt deutlichen Kursplus haben die Anleger an der Wall Street Gewinne mitgenommen. Der Dow-Jones-Index verlor im Handelsverlauf 0,1 Prozent auf 13.979 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 1510 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag unverändert bei 3172 Punkten. Am Vortag hatten die Indizes zum Teil mehr als ein Prozent zugelegt.

Für Gesprächsstoff sorgten die Bilanzen zahlreicher Unternehmen. Walt Disney erwartet 2013 - nach Rekorden bei Umsatz und Nettogewinn im vergangenen Jahr - weiteres Wachstum. Das Unternehmen hatte zuletzt für gut 4 Milliarden Dollar die legendäre Weltraum-Serie von Regisseur George Lucas gekauft. Die Aktien verteuerten sich um 0,9 Prozent. Konkurrent Time Warner legte mit einem Plus von 4,1 Prozent ebenfalls zu. Dank Einsparungen und Restrukturierungen stieg der Gewinn im vierten Quartal überraschend stark um 50 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar.

Ein Quartalsgewinn über den Erwartungen trieb auch den Internetspiele-Anbieter Zynga nach oben. Je Aktie fiel auf bereinigter Basis ein Überschuss von einem Cent an. Branchenexperten hatten mit einem Verlust gerechnet. Die Titel rückten um 8,2 Prozent vor.

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