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Marktbericht Dax bremst die jüngste Talfahrt ab

Vor den Osterfeiertagen haben die Anleger an Europas Aktienmärkten keine großen Sprünge mehr gewagt. Nach dem Ausverkauf vom Vortag erlebte der Dax am Gründonnerstag eine Achterbahnfahrt und schloss 0,1 Prozent im Minus bei 6775,26 Zählern.

© F.A.Z. Vergrößern

Vor den Osterfeiertagen haben die Anleger an Europas Aktienmärkten keine großen Sprünge mehr gewagt. Nach dem Ausverkauf vom Vortag erlebte der Dax am Gründonnerstag eine Achterbahnfahrt und schloss 0,1 Prozent im Minus bei 6775,26 Zählern.

Etwas Rückendeckung erhielt der deutsche Leitindex von den amerikanischen Börsen, die sich zum Handelsschluss in Europa gegen weitere Abschläge stemmten. Dort standen unter anderem die jüngsten Jobdaten im Fokus: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist mit 357.000 um 2000 Stück zwar höher ausgefallen als angenommen, damit beantragten aber so wenige amerikanische Bürger Hilfe wie seit rund vier Jahren nicht mehr.

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Der Dax hatte kurz nach Handelsbeginn bis zu 0,6 Prozent zugelegt, war dann jedoch um bis 1,5 Prozent nach unten gegangen. Vermutlich hätten einige Anleger am Nachmittag die Kursabschläge zum Wiedereinstieg genutzt, sagte ein Händler in Frankfurt. „Auch dass die amerikanischen Börsen keine größeren Verluste verzeichnen und die amerikanischen Arbeitsmarktdaten nicht schockierend ausgefallen sind, hat den Markt beruhigt.“

Produktionsdaten aus Deutschland belasteten zwischenzeitlich

Am Mittwoch war der Dax im Sog der Enttäuschung über die Zurückhaltung der Fed mit neuen Konjunkturmaßnahmen und der Sorge um die Euro-Schuldenkrise um fast drei Prozent eingeknickt. Auch deshalb summiert sich das Minus im Frankfurter Börsenbarometer auf Wochensicht auf 2,5 Prozent. Der EuroStoxx50 verlor am Donnerstag 0,2 Prozent auf 2393 Punkte.

Einen Nasenstüber erhielt der Dax am Mittag, als die Produktionsdaten aus Deutschland veröffentlicht wurden. Die Unternehmen stellten im Februar 1,3 Prozent weniger her als im Vormonat. Analysten hatten nur ein Minus von 0,5 Prozent erwartet. Auch um das mit der Schuldenkrise kämpfende Spanien machten sich die Anleger weiter Sorgen. Die Renditen der Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zogen zeitweise wieder Richtung sechs Prozent an, gingen dann aber wieder zurück.

Lufthansa und Fraport holen nur leicht auf

An der Dax-Spitze standen zum Börsenschluss Adidas, die 1,6 Prozent zulegten. „Einen wirklichen Grund gibt es dafür nicht, aber offenbar hoffen einige Anleger bei den Sportartikelherstellern wegen der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr auf gute Geschäfte“, sagte ein Händler. Die Adidas-Aktie ist in der abgelaufenen Woche mit 1,5 Prozent stärker gestiegen als jeder andere Dax-Wert. Die Titel des Erzrivalen Nike, die in New York am Donnerstag 0,7 Prozent fester notierten, konnten trotz eines schwachen Gesamtmarkts auf Wochensicht 1,6 Prozent an Boden gutmachen.

Lufthansa holten 1,1 Prozent auf, nachdem die Aktien am Vortag im Sog der gerichtlichen Bestätigung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen 4,6 Prozent verloren hatten. Die im MDax gelisteten Fraport gingen zunächst um bis zu 2,9 Prozent nach oben, im Handelsverlauf schmolz der Gewinn aber auf 0,7 Prozent zusammen. Analysten werteten positiv, dass nunmehr die Unsicherheit über das Nachtflugverbot beseitigt sei. Equinet stufte die Fraport-Aktien hoch auf „accumulate“ von „hold“.

Aktien von Gerry Weber offenbar nur kurz aus der Mode

Zu den Verlierern zählten nach einem kritischen Analystenkommentar Merck mit einem Abschlag von 1,8 Prozent. Daimler schlossen mit einem Dividendenabschlag 4,1 Prozent niedriger.

Im MDax zogen die Aktien von Gerry Weber mit einem Aufschlag von 8,2 Prozent davon und machten damit ihren Vortagesverlust von fast fünf Prozent mehr als wett. Der Hersteller von Damenoberbekleidung hatte mitgeteilt, die Erlöse in den eigenen und den in Franchise betriebenen Geschäften seien im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 50 Prozent gestiegen.

Quelle: Reuters

 
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