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Marktbericht : Dax bleibt über 12.800 Punkten

  • Aktualisiert am

Die Börse in Frankfurt Bild: Reuters

Der Dax hat am Dienstag einen neuen Rekord aufgestellt. Die Aktien von Stada profitierten von neuen Übernahmegerüchten und die Titel von Thyssen-Krupp gewannen an der Dax-Spitze 4,1 Prozent.

          Der Dax hat am Dienstag seinen jüngsten Rekordlauf fortgesetzt. Im Verlauf rückte der deutsche Leitindex bis auf 12.841,7 Punkte vor und stand damit so hoch wie nie zuvor. Im Zuge einer etwas nachgebenden Wall Street entfernte er sich dann aber wieder von dieser Bestmarke und schloss mit minus 0,02 Prozent nur wenig verändert auf 12.804,53 Punkten.

          Der M-Dax der mittelgroßen Werte gewann 0,2 Prozent auf 25.102,5 Zähler. Der Tec-Dax legte um 0,2 Prozent auf 2231,4 Punkte zu.

          Die Märkte interpretierten die geldpolitischen Normalisierungspläne der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht mehr als Gefahr, sondern vielmehr als Bestätigung des Aufschwungs, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. „Nur in einem Umfeld, in dem die EZB die Zinsen anheben kann, werden auch die Firmengewinne weiter ansteigen - diese Erwartungshaltung scheint sich in den Kursen derzeit festzusetzen.“

          Advent erwägt laut Kreisen neues Übernahmeangebot für Stada

          Für Schlagzeilen sorgte unter den Einzelwerten der Pharmakonzern Stada. Hier schob die Aussicht auf eine womöglich wieder aufflammende Bieterschlacht die Aktien zeitweise auf ein Rekordhoch bei 66,50 Euro. Am Ende des Tages standen sie mit plus 1,45 Prozent auf 66,38 Euro nur wenige Cent darunter.

          Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt der unterlegene Finanzinvestor Advent zusammen mit der chinesischen Firma Shanghai Pharmaceuticals ein neues, auf rund 70 Euro je Aktie aufgestocktes Angebot. Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa-AFX aber am Nachmittag: „Wir haben kein weiteres Angebot erhalten, und uns wurde auch keines angekündigt“.

          Thyssen-Krupp erobern Dax-Spitze

          Die Thyssen-Krupp-Aktien zogen am Nachmittag spürbar an und gewannen zum Handelsende an der Dax-Spitze 4,1 Prozent. Händler versuchten dies mit dem schwächeren Dollar zu erklären, der die Rohstoffpreise begünstigt. Die Papiere des Stahl- und Industriekonzerns stabilisierten sich damit nach ihrem jüngsten Rückschlag. Zudem machten Händler Nachholpotential aus.

          Der gut aufgenommene Jahresbericht des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone stützte im Dax auch die Papiere der Deutschen Telekom - sie verteuerten sich als einer der besten Index-Werte um rund ein Prozent.

          Nach einer Abstufung auf „Underperform“ durch die französische Bank Exane BNP Paribas fanden sich die Aktien des Versorgers Uniper mit minus 2,4 Prozent am M-Dax-Ende.

          Gewinnmitnahmen bei Drägerwerk

          Die Anteile des Spezialanlagenherstellers Aixtron kletterten als bester Tec-Dax-Wert mit plus 6,5 Prozent auf den höchsten Stand seit vergangenen Oktober. Auf der Gegenseite rutschten die Titel des Sicherheits- und Medizintechnikherstellers Drägerwerk um 2,7 Prozent ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach einem zuletzt guten Lauf.

          Der Euro Stoxx 50 schloss prozentual unverändert bei 3641,9 Punkten. Für den Pariser Leitindex CAC 40 ging es moderat nach unten. Dagegen blieb der Londoner FTSE 100 dank der hohen Kursgewinne von Vodafone auf Rekordjagd und schraubte seine Bestmarke auf 7533 Punkte nach oben. Er schloss mit plus 0,9 Prozent knapp darunter bei 7522 Punkten. Der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss nur knapp im Minus.

          Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 141,07 Punkte. Der Bund Future verlor 0,11 Prozent auf 160,36 Punkte. Der Euro stieg am Dienstag in Richtung 1,11 Dollar. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1070 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1059 (Montag: 1,0972) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9042 (0,9114) Euro.

          Quelle: dpa

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