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Samstag, 11. Februar 2012
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Marktbericht Dax beendet Berg- und Talfahrt leicht im Plus

30.07.2010 ·  Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag nach gemischt ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten uneinheitlich geschlossen. Der Dax schloss leicht im Plus, nachdem er zwischenzeitlich um bis zu 1,2 Prozent abgetaucht war.

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Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag nach gemischt ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Dax gewann 0,22 Prozent auf 6.147,97 Punkte.

Auf Wochensicht verbuchte das Börsenbarometer ein Minus von 0,30 Prozent. Der MDax verlor 0,46 Prozent auf 8.366,58 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,87 Prozent auf 764,89 Punkte nach unten.

Optimitische Marktteilnehmer suchen die positiven Nachrichten

Der Dax hatte wegen eines leicht abgeschwächten Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten seine im Tagesverlauf verbuchten Verluste zunächst etwas ausgeweitet. „Das besser als erwartet ausgefallene amerikanische Konsumklima und die positive Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago sorgten dann aber für Entspannung am Markt“, sagte Händler Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandels GmbH. Anleger hätten die Daten zum Anlass genommen, um sich vor dem Wochenende noch einmal einzudecken.

Von den Dax-Konzernen legte am Freitag lediglich HeidelbergCement Quartalszahlen vor. Der Bericht wurde von Händlern als „gemischt“ bewertet. „Umsatz und operatives Ergebnis überzeugten, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und das Nachsteuerergebnis enttäuschten“, urteilte einer von ihnen. Die Aktie des Baustoffe- Herstellers war mit minus 3,39 Prozent auf 38,645 Euro schwächster Dax-Wert. Die am Vortag noch sehr schwachen Papiere der Lufthansa erholten sich indes wieder und verteuerten sich um 2,09 Prozent auf 12,475 Euro.

Aktien von EADS sind momentan gefragt

Im MDax waren die Aktien von EADS mit plus 2,99 Prozent auf 18,070 Euro zweitstärkster Wert. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern bekräftigte nach einem Auftragsboom im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Ein Analyst lobte den Auftragsbestand des Konzerns, der für deutliches Aufwärtspotential sorge.

Beim Anlagenbauer Gea verwiesen Börsianer zur Begründung der Kursverluste von 2,93 Prozent vor allem auf Enttäuschungen auf der Ergebnisseite im zweiten Quartal. Im TecDax knüpften die Titel der Software AG mit minus 3,84 Prozent an ihre deutlichen Vortagesverluste an. Händlern zufolge gerieten die Aktien im Zuge zahlreicher Abstufungen und Zielsenkungen durch Analysten weiter unter Druck.

Die Börsen Europas schließen leichter

Angesichts gemischt ausgefallener amerikanischer Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag im Minus geschlossen. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten verlor im zweiten Quartal an Schwung. Andererseits aber verbesserte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Juli überraschend. Zudem trübte sich in den Vereinigten Staaten das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima in diesem Monat nicht so stark ein wie zuvor berechnet.

Der EuroStoxx 50 sank um 0,39 Prozent auf 2.742,14 Punkte, nachdem er bereits in den vergangenen zwei Tagen Verluste verbucht hatte. Auf Wochensicht bedeutete dies aber immer noch ein Plus von 0,85 Prozent. In Paris sank der CAC-40-Index an diesem Freitag um 0,24 Prozent auf 3.643,14 Punkte und in London gab der FTSE 100 um 1,05 Prozent auf 5.258,02 Punkte nach.

Für Gesprächsstoff in den Handelsräumen sorgten vor allem französische Aktien. An der Spitze des EuroStoxx zum Beispiel notierten Schneider-Electric-Papiere mit 2,43 Prozent im Plus bei 88,50 Euro. Der Elektronikkonzern hatte den Gewinn im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt. Der klare Favorit im französischen Leitindex waren mit einem Aufschlag von 11,07 Prozent auf 2,297 Euro die Titel von Alcatel-Lucent, obwohl der Netzwerkausrüster auch im zweiten Quartal nicht aus den roten Zahlen gekommen war. Börsianer bezeichneten die Zahlen dennoch insgesamt als besser als erwartet. Zudem lobten sie, dass der Ausblick auf das restliche Jahr ermutigend sei.

Im Pariser Cac 40 entwickelten sich ferner die Papiere von EADS mit plus 3,38 Prozent auf 18,18 Euro klar besser als der Gesamtmarkt. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern ist überzeugt, nach einem Auftragsboom im ersten Halbjahr seinen angepeilten Jahresgewinn zu erreichen. Die etwas besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum zweiten Quartal bestätigten, dass der Luft- und Raumfahrtkonzern in seinen Bemühungen um eine Stabilisierung seiner wichtigsten Flugzeugprogramme Fortschritte mache, schrieb Commerzbank-Analyst Frank Skodzik in einer Studie.

Renault überraschte mit seinen Zahlen positiv, sprach aber von Unsicherheiten im zweiten Halbjahr. Den Papieren des französischen Autobauers brachte das dennoch ein Plus von 1,75 Prozent auf 34,235 Euro. Derweil bestätigte der Energiekonzern Eléctricité de France (EdF) seine Prognosen. Und offenbar hat das Unternehmen einen Käufer für sein Stromnetz in Großbritannien gefunden. Die EdF-Anteilsscheine stiegen um 0,46 Prozent auf 32,62 Euro.

Mit 3,89 Prozent bei 41,80 Euro deutlich im Minus aber notierten etwa die Aktien von Lafarge. Der französische Baukonzern hatte nach einem schwachen Halbjahr seine Wachstumsziele gesenkt. Auch die Papiere des Konkurrenten Saint-Gobain verloren 1,89 Prozent auf 32,665 Euro, obwohl der Konzern beim Umsatz die Erwartungen des Marktes übertroffen hatte. Der Stoxx-Baubranchenindex büßte 1,67 Prozent auf 251,74 Punkte ein - so viel wie kein anderer Branchenindex in Europa. Gemieden wurden auch Finanztitel, die bereits Anfang der Woche deutlich zugelegt hatten. Nun machten einige Anleger Kasse, sagten Börsianer. Deshalb fielen die Aktien von ING am Ende des europäischen Leitindex EuroStoxx 50 um 3,50 Prozent auf 7,38 Euro. Banco-Santander-Titel verloren 2,84 Prozent auf 9,9690 Euro. Nach Zahlen bewegt waren zudem im FTSE 100 British-Airways-Titel, die sich um 1,67 Prozent auf 219,60 Pence verteuerten. Operativ konnte die Fluglinie im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres das Minus reduzieren.

Bundesanleihen gefragt - Euro gönnt sich Atempause

Gedämpfte Aussichten für die amerikanische Wirtschaft haben die Anleger am Freitag zu Bundesanleihen greifen lassen. Der Bund-Future gewann 50 Ticks auf 128,56 Zähler, nachdem das Bruttoinlandsprodukt die Vereinigten Staaten aufs Jahr hochgerechnet mit 2,4 Prozent etwas schwächer wuchs als erwartet. Die Flucht in als sicherer Hafen geltende Staatsanleihen könnte deshalb weiter anhalten, sagte UBS-Analyst Richard Adcock.

Auch der Euro dürfte nach Meinung von Strategen weiter von der Skepsis bezüglich der amerikanische Wirtschaftsaussichten profitieren. Am Freitag gönnte er sich nach seiner Rallye über 1,31 Dollar aber eine Verschnaufpause und notierte mit 1,3030 Dollar etwas unter dem Stand von Donnerstagabend. Analysten rechnen mit weiterem Gegenwind für die amerikanische Währung. Auch die verbesserte Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago und zum Konsumklima änderten nichts an den trüben Prognosen für die weltgrößte Volkswirtschaft. „Die Konsumperspektiven sind nicht gut, es gelingt offenbar nicht, dass durch eine stärkere Außenhandelspositionierung auszugleichen“, sagte Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Hinzu komme die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Ende kommender Woche stehen frische Arbeitsmarktdaten an, die trotz bereits niedriger Erwartungen das Potential für weitere Rückschläge für den Dollar hätten. „Sollte das so kommen, könnte der Euro locker in Richtung 1,35 Dollar laufen“, betonte Amend. Im Gegensatz zur Vereinigten Staaten hat sich das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone zuletzt überraschend deutlich aufgehellt.

Quelle: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
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