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Marktbericht Commerzbank-Aktie fällt um 15 Prozent

 ·  Der Dax hat am Dienstag zum siebten Mal in Folge im Minus geschlossen. Vor allem die Aktien der Commerzbank brachen ein.

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Der Dax hat am Dienstag zum siebten Mal in Folge im Minus geschlossen. Die wieder anziehenden Renditen der hochverschuldeten Euro-Staaten belasteten den Leitindex laut Börsianern ebenso wie unerwartet schwache Wachstumsdaten aus den Vereinigten Staaten.

Der Dax büßte deshalb zum Handelsende 1,22 Prozent auf 5.537,39 Punkte ein. Zum Wochenstart hatte er bereits 3,35 Prozent verloren und sein Minus aus der Vorwoche von 4,24 Prozent noch ausgeweitet. Der MDax gab 1,13 Prozent auf 8.208,40 Punkte ab, der TecDax verlor 0,72 Prozent auf 642,63 Punkte.

Die Nervosität am Markt bleibt Börsianern zufolge hoch. Aktien drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und folgten damit erneut dem Rentenmarkt, an dem die Renditen insbesondere der hochverschuldeten Staaten der Eurozone (PIIGS) deutlich anzogen.

Die Aktien der Commerzbank brachen am Dax-Ende nach Spekulationen um einen höheren Kapitalbedarf um 15,13 Prozent auf 1,150 Euro ein - mit 1,116 Euro hatten sie im Verlauf ein Rekordtief markiert. Händler machten Medienberichte für den Einbruch verantwortlich. Finanzkreisen zufolge sieht sich die Commerzbank einem zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 5 Milliarden Euro gegenüber, was ein Blitz-Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA gezeigt habe.

Allianz-Papiere rutschten laut Händlern wegen der steigenden Renditen der PIIGS-Anleihen ebenfalls mit 1,73 Prozent ins Minus auf 68,36 Euro. Zuvor hatten sie dank einer Kurszielerhöhung durch Morgan Stanley zugelegt - die Analysten trauten dem Papier des Versicherers rund 70 Prozent Kurspotenzial zu. Favorisiert wurden Chemiewerte, wie das Plus bei den Linde-Titeln  von 1,20 Prozent zeigte.

Ein Lichtblick waren auch Südzucker-Aktien, die nach einer Prognoseanhebung um 8,14 Prozent auf 20,995 Euro in die Höhe schnellten. Der Zuckerproduzent hatte wegen der guten Geschäftsentwicklung im Herbst seine Ziele für das Geschäftsjahr angehoben.

Verluste auch an anderen Börsen

Mit Blick auf die internationalen Märkte sank der EuroStoxx 50 um 1,09 Prozent auf 2136,81 Punkte, und auch die Börsen in London und Paris gaben nach. In Amerika fiel der Leitindex Dow Jones Industrial Industrial zum europäischen Handelsschluss um etwa 0,80 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,65 (Vortag: 1,61) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 130,73 Punkte. Der Bund Future aber stieg um 0,04 Prozent auf 137,20 Punkte. Der Euro verlor in dem nervösen Umfeld etwas an Boden und notierte zuletzt bei 1,3497 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3535 (1,3458) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7388 (0,7431) Euro.

Quelle: FAZ.NET mit dpa, dpa-AFX und Reuters
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