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Marktbericht Aktien schließen unverändert

Für den Dax ging es am Donnerstag nur 0,05 Prozent nach oben, an den anderen Börsen sah es ähnlich aus. Dabei bewegten sich einzelne Aktienkurse ordentlich, denn aus den Unternehmen kamen viele Nachrichten.

© F.A.Z. Vergrößern

Die Jahresendrally im Dax hat am Donnerstag eine Pause eingelegt. Der Leitindex beendete den Handel mit einem hauchdünnen Plus von 0,05 Prozent auf 7.672,10 Punkte, nachdem er die meiste Zeit in einer engen Spanne zwischen Gewinn und Verlust gependelt war. Für den M-Dax ging es hingegen um 0,14 Prozent auf 12.069,6 Punkte nach unten. Der Tec-Dax stieg um 0,02 Prozent auf 839,4 Punkte. Der F.A.Z.-Index, der 100 Werte abbildet, ging um 0,06 Prozent auf 1648,6 Punkte nach oben

Weniger als zwei Wochen vor Ablauf einer entscheidenden Frist haben sich die Fronten im US-Haushaltsstreit wieder verhärtet. Anleger hätten sich daher mit Käufen zurückgehalten und atmeten nach dem jüngsten Kursaufschwung am deutschen Aktienmarkt erst einmal durch, so Börsianer.

Thyssen-Krupp leidet unter Kartellvorwürfen

Die Titel von ThyssenKrupp sanken am Dax-Ende um 1,80 Prozent. Die Deutsche Bahn geht juristisch gegen ein Schienenkartell um den Stahlkonzern vor. Einem Börsianer zufolge ist eine Klage zwar erwartet worden. Nach dem jüngsten Kursaufschwung seien die Anteilsscheine von Thyssen-Krupp aber generell anfällig für Gewinnmitnahmen. Laut Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank könnten auf Thyssen-Krupp im schlimmsten Fall Belastungen von 300 bis 400 Millionen Euro zukommen. Der Konzern sei schließlich einer der Hauptnutznießer der Preisabsprachen gewesen. Die Klage der Bahn richtet sich auch gegen den im MDax notierten Bahntechnik-Konzern Vossloh. Dessen Papiere gaben um 1,34 Prozent nach.

Die Aktien der Deutschen Börse stiegen im Dax als einer der Favoriten um 0,76 Prozent. Die US-Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) hatte mitgeteilt, den New Yorker Börsenbetreiber NYSE Euronext für rund 8,2 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Einem Händler zufolge heizen die Meldungen Spekulationen um weitere Fusionen in der Branche an. Das helle auch die Stimmung für die Titel des deutschen Börsenbetreibers weiter auf.

Neuer Chef für die Telekom

Nach der Bekanntgabe eines Wechsels an der Konzernspitze der Deutschen Telekom zum Jahresende 2013 schwankten die T-Aktien kurzzeitig nervös zwischen Gewinn und Verlust. Zum Handelsende standen sie mit plus 0,54 Prozent auf 8,627 Euro etwas höher als vor der Nachricht. Ein Händler sagte, die Personalie sei auf den ersten Blick schwer zu bewerten: Bis zum Rücktritt dauere es noch ein Jahr und in dieser Zeit könnten einige Entscheidungsprozesse gebremst werden. Andererseits dürfte Noch-Finanzvorstand Timotheus Höttges als Nachfolger auf einer Linie mit Vorstandschef René Obermann liegen.

Auch die anderen europäischen Börsen schließen unverändert

Der Euro-Stoxx 50 gewann 0,14 Prozent auf 2 658,30 Punkte. In Paris und London schlossen die Börsen nahezu unverändert. Am qm34ikqniwdh3n Aktienmarkt stand der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss knapp im Minus.

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Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,11 Prozent am Vortag auf 1,10 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 134,64 Punkte. Der Bund Future legte um 0,13 Prozent auf 144,30 Punkte zu. Der Kurs des Euro sank: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3246 (Mittwoch: 1,3302) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7549 (0,7518) Euro.

Quelle: FAZ.net / dpa-AFX

 
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