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Sonntag, 19. Februar 2012
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Markbericht S&P-Entscheidung zu Griechenland treibt Dax

16.03.2010 ·  Positive Nachrichten über Griechenland haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt stiegen lassen. Die Entscheidung der Ratingagentur S&P, die Bewertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands vorerst nicht abzustufen, habe für Erleichterung gesorgt, heißt es.

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Positive Nachrichten über Griechenland haben den Dax mit einem Plus von 1,14 Prozent und 5971 Punkten schließen lassen. Für den MDax ging es um 1 Prozent auf 7931 Punkte hoch und der TecDax legte um 0,4 Prozent auf 830 Zähler zu. Die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die Bewertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands vorerst nicht abzustufen, habe für Erleichterung gesorgt, sagte Thilo Müller, Marktstratege bei MB Fund Advisory.

Einige zuletzt vor allem skeptische Anleger könnten ihre Meinung angesichts der vorläufigen Entspannung bei der Lage Griechenlands ändern. „Sollte der Dax in den kommenden Tagen die Marke von 6.000 Punkten durchbrechen, könnte sich der Leitindex schnell dem Jahreshoch von 6.094 Zählern nähern“, sagte Müller.

Deutsche Bank, Infineon und viele mehr

Vom positiven Trend am deutschen Markt konnten praktisch alle Dax-Werte profitieren. Für Infineon ging es an der Indexspitze um 3,5 Prozent auf 4,459 Euro hoch. Auch Bankenwerte waren gefragt, nachdem die Deutsche Bank ihren Geschäftsbericht präsentiert hatte und eine Rückkehr zur Normalität erwartet. Die Titel legten um 2,6 Prozent auf 53,90 Euro zu. Für die Aktien der Commerzbank ging es um 2,1 Prozent auf 6,200 Euro hoch.

Positiv stachen auch Daimler mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 34,110 Euro hervor. Dort trieb vor allem ein Bericht über eine mögliche Überkreuzbeteiligung mit dem französischen Autobauer Renault den Kurs. Für Papiere des Handelsunternehmens Metro ging es nach Nachrichten über ein forciertes Sparprogramm und der Aufspaltung einer Sparte deutlich nach oben. Die Aktie legte um 2,6 Prozent auf 43,070 Euro zu und war damit einer der stärksten Dax-Werte.

Abseits der Indizes erholten sich Solar Millennium von ihrem Kurssturz infolge des Rücktritts des Unternehmenschefs Utz Claassen bis zum Handelsende noch etwas. Nach einem Verlust von zeitweise mehr als 30 Prozent gaben die Aktien zuletzt noch um 19 Prozent auf 23,28 Euro nach. Der überraschende Rücktritt Claassens hatte Kreisen zufolge private Gründe.

Wall Street tendiert gut behauptet

Die amerikanischen Börsen treten am Dienstag im frühen Geschäft auf der Stelle. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte rückt um 0,1 Prozent auf 10.659 Punkte vor. Der S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent auf 1.155 Zähler und der Nasdaq Composite steigt um 0,4 Prozent auf 2372 Stellen.

Marktteilnehmer sprechen von einem verhaltenen Geschäft, wobei die Erholung im Handelsverlauf am Montag günstig wirke. Vor der Veröffentlichung des Zinsentscheids der amerikanischen Notenbank um 19.15 Uhr MEZ sei die Zurückhaltung nicht ungewöhnlich. Für die Leitzinsen wird mit keiner Erhöhung gerechnet, so dass man wieder einmal den begleitenden Worten konzentriert lauschen wird. „Vermutlich wird die Fed wiederholen, dass die Leitzinsen für einen ausgedehnten Zeitraum außerordentlich niedrig bleiben werden“, prognostiziert ein Marktteilnehmer. Man werde jedoch aufmerksam verfolgen, ob sich in dem Kommentar Hinweise auf einen künftig strafferen geldpolitischen Kurs finden.

„Wohnungsbau hat Tief überwunden“

Die Daten zu den Baubeginnen und -genehmigungen haben nicht sonderlich beeindruckt. Die Zahl der Baubeginne ist im Februar zwar um 5,9 Prozent und damit deutlicher als erwartet gesunken. Die Januardaten wurden aber signifikant nach oben revidiert. Die Baugenehmigungen gaben um 1,6 Prozent nach. Hier war mit einer deutlicheren Abnahme gerechnet worden.

„Die Daten zeigen, dass der amerikanischen Wohnungsbau das absolute Tief überwunden hat. Die zu durchschreitende Talsohle ist aber sehr breit. Mit spürbaren Verbesserungen ist angesichts des immer noch reichlich vorhandenen Angebots an Häusern auch in den kommenden Monaten nicht zu rechnen,“ äußert sich Volkswirt Heinrich Bayer von der Postbank zu den Daten.

Microchip Technologies legen um 1,8 Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Ziele für das vierte Quartal angehoben hat. Limited Brands reagieren mit einem Plus von 4,1 Prozent auf die Ankündigung einer Sonderdividende von 1 Dollar. Athenahealth rücken um 4,5 Prozent vor, nachdem der Medizindienstleister Quartalsergebnisse gemeldet hat, die generell den Erwartungen entsprechen.

Patriot Coal rücken um 5,1 Prozent vor. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zum Verkauf von 1,5 Millionen Tonnen an Kohle erzielt. Die Kohle-Lieferungen dürften 2010 um 30 Prozent höher liegen als 2009.

Quelle: Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
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