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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Logistik S&P empfiehlt, die Deutsche Post zu verkaufen

 ·  Die Deutsche Post macht ein neues Tief. Thomas Miskell von S&P hält die Aktie für wenig fantasievoll und würde sie verkaufen.

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Während die Deutsche Post im ersten Halbjahr 2001 den Umsatz um 6,8 Prozent auf 16, 8 Milliarden Euro steigern konnte, wuchs das Ebita um 5,5 Prozent auf 1.414 Millionen, der Nettogewinn sank dagegen um 4,8 Prozent auf 1,050 Milliarden Euro auf Grund eines geringeren Verlustvortrages.

Die Zahlen lagen zwar am oberen Ende der Markterwartungen, trotzdem gibt es keinen Grund, unsere Einschätzungen der wenig fantasivollen Unternehmensaussichten zu revidieren. Selbst wenn das Unternehmen brillant abschneiden sollte, würde der Aktienkurs unter dem Schreckgespenst leiden, dass die deutsche Regierung ihre 71 Prozent am Unternehmen bei Geldnöten plötzlich auf den Markt werfen könnte. Eine 19-prozentige Tranche wird für Frühling 2002 erwartet, wenn nicht früher. So sehen wir keinen Grund, die Aktie zu halten und raten daher zum Verkauf.

Steigende Ertragszahlen ..

Das Unternehmen selbst sieht seine Wachstumschancen in Umsatz und Gewinn außerhalb des Briefgeschäftes. So muss es positiv beurteilt werden, dass sich der Umsatzanteil des Geschäftes außerhalb des heimischen Briefgeschäfts im ersten Halbjahr auf 66,8 Prozent nach 64,7 Prozent im Vorjahr belief. Der Ebitda-Beitrag stieg gleichzeitig von 20,5 auf 27,3 Prozent. Der Umsatz des inländischen Briefgeschäftes legte um ein Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zu, während der Umsatz des Expressgeschäft um 8,6 Prozent auf 3,064 Milliarden Euro stieg und der Logistikumsätze um 23,9 Prozent auf 4,673 Millionen Euro.

Die Qualität der Einnahmen außerhalb des Briefgeschäftes, das einen leichten Rückgang in den Ebita-Margen von 20,2 Prozent auf 19,9 Prozent verzeichnete, lässt etwas zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz gab es überall Verbesserungen bei den Margen: Express plus 3,7 Prozent (0,63), Logistik plus 1,6 Prozent (1,2), Finanzdienstleistungen plus 6,2 Prozent (5,9). Die Logistikzahlen sind teilweise enttäuschend in Anbetracht der ursprünglichen Erwartungen des Managements von 2,5 bis 2,9 Prozent. Hier sind die Folgen der flauen Weltwirtschaft am deutlichsten zu spüren. Das Unternehmen deutete an, dass die Halbjahresergebnisse richtungsweisend für das gesamte Jahr sind. Das Gruppen-Ebita wird vermutlich um die fünf Prozent wachsen, während die Nettogewinne stabil bleiben.

.. aber Zweifel an den Aussichten

Wir haben zwar Zweifel bezüglich der Unternehmensaussichten für ein mäßiges Wachstum im schwachen globalen Wirtschaftsklima. Wir halten unsere Prognosen eines ein bis fünf- prozentigen Umsatzwachstums aufrecht, korrigieren aber die Ebita-Prognose von zwei bis neun auf drei bis sechs Prozent für 2001 und 2002. Wir bleiben auch bei unserer Gewinneinschätzung pro Aktie von 1,45 Euro für beide Jahre.

Der Chart zeigt die Kursentwicklung der Post-Aktie seit dem Börsengang.

Quelle: @cri
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