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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Laserhersteller Wavelight-Aktie hat möglicherweise Boden gebildet

 ·  Zuverlässige Prognosen und zweistellige Wachstumsraten machen den Medizintechnik-Hersteller für Langfrist-Anleger attraktiv.

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Es gibt sie durchaus, die Lichtblicke am Neuen Markt. Jüngstes Beispiel ist Wavelight Laser Technology. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis 31. Juli) hat der Medizinlaser-Hersteller beim Umsatz kräftig zugelegt und das operative Ergebnis fast verdoppelt.

Der Jahresumsatz stieg um 54 Prozent auf ein Rekordniveau von 37,71 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 2,38 Millionen Euro nach 1,25 Millionen Euro im Vorjahr kletterte. Dass die Aktie am Mittwoch bis 10.52 Uhr dennoch um 2,4 Prozent auf 5,61 Euro abrutscht, ist zum einen mit Gewinnmitnahmen nach dem gestrigen achtprozentigen Anstieg zu erklären sowie damit, dass Wavelight erst vergangene Woche seine Prognosen (Umsatz rund 36 Millionen, Ebit rund 2,4 Millionen Euro) bestätigt hatte.

Bemerkenswerte Prognosesicherheit

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Wavelight seine jüngste Prognose, wonach es eine Umsatz von 47 Millionen Euro und ein Ebit von etwa 4,4 Millionen Euro erwartet. Auffällig ist die Sicherheit der Unternehmensprogosen, die Mitte Juni zum ersten Mal genannt wurden, sowie die Zuverlässigkeit der vergangenen Schätzwerte.

Hintergrund ist vor allem die Vertriebskooperation mit dem weltgrößten Laserhersteller Lumenis, die Wavelight ein über dem Branchenschnitt liegendes Wachstum und relativ genaue Umsatzprognosen erlaubt. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnen bis 2006 mit einem jährlichen Umsatzplus von rund 24 Prozent. Nach den von IBES aus vier Analystenschätzungen errechneten Gewinnerwartungen ergibt sich für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,3. Die aktuelle Marktkapitalisierung entspricht mit knapp 20 Millionen Euro nur noch der rund der Hälfte des Umsatzes. Angesichts der stabilen Wachstumserwartung eine attraktive Bewertung.

Zu Unrecht in Sippenhaft

Damit scheint der Kurseinbruch des Titels seit Ende April, als schlechte Quartalszahlen des Industrielaserproduzenten Lambda Physik bei der Branche die Dämme brechen ließen, deutlich übertrieben. Zumal sich Wavelight zunehmend auf den wachstumsträchtigen Bereich der Medizinlaser für Ophthalmologie und Ästhetik konzentriert. Die ophthalmologischen Laser zur Behandlung von Augenerkrankungen tragen mittlerweile rund 63 Prozent zum Gesamtumsatz bei, die Ästhetik rund 18,5 Prozent.

Das betriebswirtschaftliche Risiko wird dabei vor allem durch die hohe Abhängigkeit vom Hauptprodukt „Allegretto“ sowie dem Vertriebspartner Lumenis bestimmt.

Mögliche Bodenbildung

Die Wahrscheinlichkeiten sprechen dafür, dass der Wert nach der morgigen Analystenkonferenz weiter positive Kommentare erntet, was die Aktie weiter festigen könnte. Charttechnisch hat der Kurs mit den Tiefs im August und September einen Doppelboden ausgebildet, der eine Trendumkehr nach oben ermöglichen würde. Das weitere Abwärtsrisiko scheint unterdessen überschaubar. Gegen eine weiter katastrophale Gesamtverfassung des Neuen Marktes wird sich aber auch die Wavelight-Aktie kaum langfristig behaupten können.

Interessenten sollten aber auch beachten, dass der Aktienkurs bei seiner langen Seitwärtsbewegung zwischen Sommer 2001 und Frühling 2002 einen massiven Widerstand in der Zone um zehn Euro ausgebildet hat, der sich als sehr hartnäckig erweisen dürfte.

Kursverlauf der Wavelight-Aktie seit dem Börsengang im September 2000.

Quelle: @la
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