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Kurse sinken China kämpft gegen überhöhte Hauspreise

Die chinesische Regierung erschwert Spekulationen mit Häusern und Wohnungen: Es wird schwieriger, Immobilien auf Kredit zu kaufen. Das drückt die Aktienkurse in Schanghai.

© dpa Vergrößern Ist dieser Bauboom noch gesund? Neue Wohnhäuser in Qingdao.

Regierungsauflagen zur Abkühlung des Immobilienmarkts haben dem chinesischen Aktienmarkt am Montag einen Dämpfer versetzt. Der Leitindex Shanghai Composite fiel um 3,7 Prozent, das war der stärkste Rückgang an einem Tag seit August 2011. Der breiter gefasste CSI 300, der auch die Börse in Shenzhen berücksichtigt, gab sogar um 4,6 Prozent nach, so stark wie seit November 2010 nicht. Ein Unterindex für Immobilienwerte, der Shanghai Composite Exchange Property, büßte 9,3 Prozent ein: eine solche Talfahrt hat es seit Mitte 2008 nicht mehr gegeben.

Christian Geinitz Folgen:

Einzelne Werte wurden maximal abgestraft, so die Aktien der Unternehmen Vanke und Poly Real Estate, der beiden größten auf dem Festland notierten Immobilienentwickler. Ihre Kurse trudelten um den zulässigen Höchstwert von 10 Prozent ins Minus.

China setzt den Kampf gegen überhöhte Häuserpreise fort

Die Rückschläge waren eine Reaktion auf die Ankündigung der Zentralregierung, den Kampf gegen überhöhte Häuserpreise fortzusetzen. An diesem Dienstag tritt in Peking der Nationale Volkskongress zusammen, um auf seiner jährlichen Sitzung eine neue Regierung zu bestimmen.

Der scheidende Ministerpräsident Wen Jiabao, der heute seinen letzten Rechenschaftsbericht hält, kämpft seit längerem gegen den heiß laufenden Häusermarkt. Möglicherweise will er vor der Ämterübergabe noch einmal Fakten schaffen. Sein Nachfolger Li Keqiang setzt auf die Urbanisierung als Wachstumstreiber, also auf einen fortgesetzten Bauboom.

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Die neuen Auflagen sollen ein weiterer, als besonders drastisch beschriebener Schritt sein auf dem Weg, Spekulationen mit Liegenschaften abzuwenden. Sie sehen für bestimmte Städte gestiegene Eigenmittelanforderungen an Käufer von Zweitwohnungen vor sowie höhere Hypothekenzinsen und die Durchsetzung bestehender Gewinnsteuern beim Verkauf der Immobilien. Schon jetzt müssen solche Erwerber 60 Prozent des Kapitals selbst aufbringen, der Minimalzinssatz beträgt für fünfjährige Hypotheken 6,55 Prozent.

Die Ankündigung habe die Märkte überrumpelt, sowohl zeitlich vor dem Regierungswechsel als auch in ihrer Heftigkeit, schreiben die Fachleute der Bank Société Générale. Allerdings sei noch unklar, ab wann die neuen Auflagen gälten. Vermutlich zögen die Hausverkäufe jetzt zunächst an, um nach Einführung der neuen Regeln zu fallen.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 04.03.2013, 14:29 Uhr


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