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Kleinanleger bei Facebook im Nachteil Amerikanische Politiker wollen Börsengänge umkrempeln

 ·  Politiker aus de Vereinigten Staaten wollen das Prozedere bei Börsengängen überdenken. Vor allem Kleinanleger sollen besser gestellt werden, die teils hohe Verluste mit den Facebook-Aktien erlitten haben.

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Der holprige Börsengang von Facebook könnte weitreichende Konsequenzen haben: Politiker aus beiden politischen Lagern in Washington fordern, das Prozedere beim Sprung aufs Parkett grundlegend zu überdenken. Sie wollen insbesondere die Stellung der Kleinanleger verbessern, die teils hohe Verluste mit den Aktien des sozialen Netzwerks erlitten haben.

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Der Fall Facebook habe gezeigt, „dass der Prozess des Börsengangs erhebliche Mängel aufweist“, sagte der republikanische Abgeordnete Darrell Issa in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Brief an die Chefin der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, Mary Shapiro. Der eingebrochene Aktienkurs von Facebook stützt seine Auffassung: Im vorbörslichen Handel am Donnerstag lag das Papier 17 Prozent unter dem Ausgabekurs von Mitte Mai.

Banken können Ausgabepreis faktisch diktieren

Issa, der den Brief im Namen eines Kongressausschusses verfasst hat, bemängelte insbesondere die Macht der beteiligten Banken, die den Preis faktisch diktieren könnten. Das sei gefährlich, weil es Interessenkonflikte gebe, etwa geschäftliche Beziehungen der Banken zu großen Investoren.

Der Politiker stellte die Frage, ob nicht statt eines vorher festgelegten Verkaufspreises für die Aktien eine Auktion die bessere Wahl wäre. Der Suchmaschinen-Betreiber Google hatte seine Aktien im Jahr 2004 mit einer sogenannten Holländischen Auktion unters Volk gebracht. Dabei geben Käufer und Verkäufer ihre Gebote verdeckt ab und ein Computersystem errechnet den endgültigen Preis, mit dem beide Seiten leben können.

„Privatanleger im Nachteil“

Stein des Anstoßes beim Facebook-Börsengang war vor allem, dass beteiligte Banken kurz vor dem Aktienverkauf gute Kunden gewarnt hatten, dass das Soziale Netzwerk langsamer wachsen werde. Nun laufen Klagen von Kleinanlegern, die diese Information nicht hatten. „Die heutige Wahrnehmung ist, dass Privatanleger im Nachteil sind“, sagte der demokratische Senator Jack Reed dem „Wall Street Journal“. „In vielleicht allzu vielen Fällen ist dies auch die Realität.“

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