11.12.2003 · Das Jahr 2003 brachte den Anlegern endlich wieder Freude. Zumindest bisher. Steigende Börsen, ein stärkerer Dollar, gesuchte Rohstoffe und fallende Anleihen - es gab genug Möglichkeiten, Geld zu verdienen.
Nach drei Jahren mit fallenden Kursen bietet das Jahr 2003 den Anlegern wieder einen Lichtblick (Die Börsen-Charts 2003). Denn im Jahresrückblick hinterlassen die Kursgewinne seit dem vorläufigen Tief der Börsen im März deutliche Spuren, und zwar positive. Sie sind vor allem dort zu finden, wo zuvor auch die Kursverluste besonders dramatisch ausfielen (; ).
In Deutschland legte der Dax seit Jahresbeginn etwas mehr als 20 Prozent zu. Rechnet man vom Märztief aus, so fallen die Kursgewinne mit einem Plus von mehr als 70 Prozent noch deutlich besser aus. Einzelwerte aus der Internet- oder der Technologiebranche () und andere Märkte - zum Beispiel Thailand oder Brasilien () - haben sogar noch deutlich besser abgeschnitten. Aber es gibt auch nach wie vor Verlierer oder Werte, die nach wie vor belastet sind. In Deutschland dürfte dazu beispielsweise die Aktie der Münchener Rück zählen. Und trotz aller „China- Euphorie“ stehen die chinesischen Börsen nicht besonders gut da.
Bewegung auch am Devisen- und Rohstoffmarkt
Bewegung gab es allerdings nicht nur an den Börsen, sondern auch an den Renten-, Rohstoff- oder den Devisenmärkten (). So schnitt der Euro gegen den Dollar sehr gut ab und gerät dennoch verglichen mit dem südafrikanischen Rand deutlich ins Hintertreffen. Rohstoffe sind nicht nur deswegen gefragt, weil der Konjunkturoptimismus groß ist, sondern ein Stück weit gelten sie auch als „Krisenwährung“. Anleger kaufen beispielsweise Gold oder goldbezogene Wertpapiere, weil sie sich über eine inflationäre Entwicklung oder sonstigen Krisen sorgen. Auf der anderen Seite gerieten die Rentenmärkte in die Defensive, da Aktien zumindest kurzfristig wieder attraktiver aussehen und weil vieles darauf hindeutet, daß in absehbarer Zeit die Zinsen steigen werden.
Wer den richtigen Riecher hatte und sich an den richtigen Stellen informiert hat, dürfte insgesamt in den vergangenen Monaten genügend Möglichkeiten gefunden haben, um seinen Kontostand etwas aufzumöbeln. Sei es mit einer Spekulation auf steigende oder auch auf fallende Kurse.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |