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Irakischer Aktienmarkt : Mobilfunkfirma Asiacell bereitet Milliarden-Börsengang in Bagdad vor

  • Aktualisiert am

Blick auf das Handelsparkett in Bagdad Bild: Rainer Hermann

Der Mobilfunkbetreiber Asiacell will in Bagdad an die Börse gehen und dabei mindestens eine Milliarde Euro einsammeln. Vertreter der Regierung und der Börse hoffen, dass die Neuemission dem irakischen Aktienmarkt Auftrieb gibt.

          Im Irak bereitet sich der Mobilfunkbetreiber Asiacell auf einen milliardenschweren Börsengang in Bagdad vor. Das Unternehmen will bei seinem Sprung auf das Handelsparkett Anfang Februar umgerechnet mindestens eine Milliarde Euro einnehmen. Mit der Vermarktung der Aktien soll nach Unternehmensangaben vom Mittwoch am 3. Januar begonnen werden. Asiacell warb in den vergangenen Wochen mit Anzeigen in Zeitungen um Investoren. Es soll der größte Börsengang eines Unternehmens im Irak werden.

          Die Neuemission ist auch ein Test des Vertrauens der Anleger in Iraks Wirtschaft, die sich vom Krieg, finanziellen Sanktionen und politischer Instabilität erholt. Vertreter der Regierung und der Börse hoffen, dass die Neuemission dem Aktienmarkt in Bagdad Auftrieb gibt und ausländisches Kapital anzieht. Das Finanzsystem des Landes gilt jedoch als klein und unterentwickelt verglichen mit dem Wirtschaftswachstum.

          An Asiacell ist Qatar Telecom mit 54 Prozent beteiligt. Experten gehen davon aus, dass die beiden heimischen Rivalen Zain Iraq und der France-Telecom-Ableger Korek ebenfalls an die Börse streben. An der Iraker Börse fiel der Hauptaktienindex im vergangenen Jahr um 8 Prozent. Es sind dort 85 Unternehmen notiert, die vor allem aus dem Bankensektor stammen.

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