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Internet Aktien von Suchmaschinen könnten einen Dämpfer erhalten

Die Aktien von Suchmaschinen erregen die Phantasie der Anleger. Umsätze, Gewinne und damit die Kurse scheinen unbegrenzt steigen zu können. Eine Prozeßflut um Warenzeichen könnte die Phantasie dämpfen.

Internetsuchmaschinen haben sich zu den „Goldeseln“ der boomenden Online-Werbebranche entwickelt. Man braucht sich nur den bevorstehenden Börsengang von Google anzusehen, bei dem der Riese unter den Suchmaschinen mit 25 Milliarden Dollar bewertet werden könnte. An der Wall Street rechnet man mit dem bedeutendsten Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase.

Googles schärfster Konkurrent Yahoo hat gerade ein extrem gutes Ergebnis für das vierte Quartal vorgelegt, mit im Vergleich zum Vorjahr um 132 Prozent gestiegenen Erlösen, was zum Teil auf einen enormen Zuwachs der Werbeeinnahmen zurückzuführen ist. Microsoft wittert im Bereich Suchmaschinen das große Geld und arbeitet daher mit Hochdruck am Aufbau einer eigenen Suchmaschine, um den beiden Gorillas auf diesem Markt Konkurrenz zu machen.

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Enorme Erlöse durch Keyword Advertising

Was ist der Grund für dieses Online-Wettrüsten? Es sind zwei kleine Worte: Keyword Advertising. Das funktioniert so: Google, Yahoo und andere Anbieter von Suchmaschinen verkaufen Keywords an die Meistbietenden. Immer wenn nun ein Internetnutzer diese Begriffe in die Suchmaschine eingibt, erscheint zusammen mit der Auflistung der Suchergebnisse auch eine Anzeige des Werbetreibenden, der diese Keywords erworben hat.

Nehmen wir etwa an, Sie geben „Resorts in Barbados“ in die Google-Suchmaschine ein und starten die Suche. Dann erhalten Sie Anzeigen von Werbetreibenden, die für die Keywords „Resorts“ und „Barbados“ bezahlt haben. Google platziert diese Anzeigen an der rechten Seite des Bildschirms und macht sie deutlich als Anzeigen kenntlich. Yahoo setzt außerdem noch Anzeigen an den oberen und unteren Rand des Bildschirms und zwängt die tatsächlichen Suchergebnisse förmlich dazwischen. Das Gleiche gilt für MSN Search.

Bedeutende Einnahmequelle

Nach Meinung der Analysten entfallen zwischen 50 und 75 Prozent der von Google auf eine Milliarde Dollar geschätzten Erlöse für 2003 auf diese Art von Werbung. Die selben Analysten sind auch der Ansicht, daß ein von der Yahoo-Tochter Overture geführtes Keyword Network ebenfalls für einen nicht näher bezifferten, aber bedeutenden Teil der Erlöse von Yahoo verantwortlich zeichnet. Sowohl bei Google als auch bei Yahoo behauptet man, Keyword Advertising in Suchmaschinen erreiche die Konsumenten besser als andere Formen der Online-Werbung, und viele Werbetreibende sehen das genauso.

Keyword Advertising ist auch für Microsofts MSN-Portal und Suchmaschine eine bedeutende Einnahmequelle. Im Moment verhandelt Redmond mit Overture über die Bereitstellung von Anzeigen auf Anfragen nach bestimmten Keywords bei MSN. Ebenso verhandelt America Online mit Google über einen solchen Service, der für den größten nationalen Internet-Serviceprovider einer der wenigen Bereiche mit steigenden Werbeeinnahmen ist. AOL und MSN teilen sich die Erlöse mit Google und Overture für die auf den Seiten der Suchmaschinen platzierten Keyword Ads.

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