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Industriegüter Aktie von Techtronics Industries hat Zug nach oben

04.03.2005 ·  Die Aktie des chinesischen Unternehmens Techtronics Industries verdoppelt sich seit fünf Jahren jedes Jahr. Das Unternehmen wächst rasant und profitabel. Der Trend der Aktie zeigt weiterhin nach oben, aber sie ist kein Schnäppchen.

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Mit Blick auf die vergangenen beiden Jahre könnten die meisten Aktien weltweit mit zum Teil eindrucksvollen Kursgewinnen aufwarten. Das dürfte kein Wunder sein, denn die unmittelbar nach der Baisse einsetzende Kaufwelle hat getragen von einer unglaublichen globalen Liquiditätswelle beinahe alle Boote gehoben. Sowohl die guten, als auch die mit zum Teil größeren Lecks. Langsam dürfte es sich wieder lohnen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Es ist manchmal recht einfach, auf interessante Werte zu stoßen. Ein Blick auf den Chart genügt. Zeigt er schon seit Jahren stetig nach oben und passen dazu auch die fundamentalen Daten, dann hat man mit einiger Wahrscheinlichkeit schon eine recht „gute Story“.

Aktie von Techtronics Industries verdoppelt sich seit fünf Jahren jedes Jahr

So wie zum Beispiel bei Techtronics Industries (TTI). Die Aktie des Unternehmens verbucht seit fünf Jahren im Trend steigende Kurse. Lag das Papier im Januar des Jahres 2000 in einem kurzen Zwischentief bei 0,55 Hongkong-Dollar, so ging die Aktie am Donnerstag mit einem Kurs von 18,4 Dollar praktisch am Allzeithoch aus dem Handel. Das entspricht nicht nur einem Kursgewinn von insgesamt 3.200 Prozent, sondern einer jährlichen Kursverdoppelung.

Ist man so etwas normalerweise eher von unsoliden „Hoffnungswerten“ gewohnt, so sehen hier die Fundamentaldaten hervorragen aus. Denn das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch Ertrag deutlich steigern. Lag der Umsatz im Jahr 1999 noch bei 2,7 Milliarden Hongkong-Dollar, so war er bis ins Jahr 2003 auf etwas mehr als 13 Milliarden Dollar angewachsen. Erzielte das Unternehmen im Jahr 2000 einen Gewinn je Aktie von 16 Cents, so wird er für das Jahr 2004 auf 66 und für das Jahr 2005 auf 98 Cents je Aktie geschätzt. Das zeigt die Dynamik der Entwicklung.

Allerdings wächst das Unternehmen nicht nur organisch, sondern auch durch Zukäufe. TTI wurde im Jahr 1985 gegründet und belieferte zunächst als Kontrakthersteller von wiederaufladbaren Batterien und batteriebetriebenen Geräten Markenhändler wie Sears, Roebuck & Co. und andere. Dann ging das Unternehmen dazu über, die Markenrechte für entsprechende Geräte zu erwerben und gleichzeitig die Fertigung nach China zu verlagern, um Kosten zu sparen.

Anhaltender Aufwärtstrend - keine Schnäppchenbewertung

Derartig aufgestellt dürfte sich das Unternehmen sich beinahe in der besten aller Welten befinden: Produktion am günstigsten Standort und Verkauf in den wohlhabenden Staaten. Allerdings darf der Wettbewerb in diesem Geschäft sicherlich nicht unterschätzt werden. Nach einer Studie von BNP Paribas könnte das Unternehmen kurzfristig von der Einführung einer neuen 28-Volt-Batterie profitieren. Sie sei nach Unternehmensangaben nicht nur leichter als bisherige Modelle, sondern biete auch mehr „Power“ über längere Zeit. Auf diese Weise habe TTI zumindest vorübergehend einen Vorteil im Vergleich mit Wettbewerbern wie Black & Decker. TTI vermarktet seine Produkte unter anderem unter den Marken Ryobi, Milwaukee, AEG, Homelite, Royal und Vax.

Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp 28 und 18,8 auf Basis der Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2004 und 2005 ist die Aktie optisch kein Schnäppchen. Allerdings sprechen das bisherige Wachstum und der langfristige Trend noch für das Papier. In einem anhaltend positiven wirtschaftlichen Umfeld dürfte es in der Lage sein, die finanzielle Belastungen auf Grund der Übernahme von zwei Werken von Atlas Copco in Amerika und Deutschland zu schultern. Zur Finanzierung hat TTI Anleihen ausgegeben und einen Kredit aufgenommen.

Absicherungsstrategien und eine Begrenzung der Position bei solchen Papieren dürften Anlegern allerdings nie schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder

Quelle: @cri
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