09.12.2003 · Unter den deutschen Aktienindizes reagiert der Dax am sensitivsten auf Veränderungen beim Dollarkurs. Dem geringsten Einfluß ist laut einer Studie von HSBC Trinkaus dagegen der SDax ausgesetzt.
Der Euro hat in den vergangenen Tagen gleich mehrfach neue Rekordhöhen im Verhältnis zum Dollar erklommen. Den Dax hat dies bisher zwar nicht vom Steigen abgehalten. Aber grundsätzlich betrachtet ist ein schwacher Dollar natürlich für die exportabhängige deutsche Wirtschaft ein Belastungsfaktor.
Schließlich verschlechtert sich dadurch die Wettbewerbsposition vieler Gesellschaft im Wettstreit mit den Konkurrenten aus Amerika, aber nicht selten auch mit denen aus Asien. Und selbst die Firmen, die ihre Währungspositionen durch Terminmarktgeschäfte abgesichert haben, müssen spätestens dann mit schlechteren Konditionen leben, wenn diese Kontrakt erneuert werden müssen.
SDax mit der geringsten Dollar-Sensivität
Behält die Mehrheit der Analysten recht, dann werden sich die hießigen Unternehmen auch weiterhin mit einem schwachen Dollar auseinanderzusetzen haben. Vor dem Hintergrund dieses Szenarios macht es Sinn, sich mit den langfristigen Auswirkungen eines fallenden Dollar auf die deutschen Aktienindizes und die darin enthaltenen Einzelwerte zu beschäftigen.
Eine neue Studie der Investmentbank HSBC Trinkaus hat in desem Zusammenhang ergeben, daß der Dax bei einem Wert von 1,42 die höchste Dollarabhängigkeit unter den gängigsten deutschen Aktienindizes aufweist. Die Dollarsensivität liegt dagegen beim SDax bei einem Wert von 0,7 deutlich darunter. Die beiden anderen Indizes liegen dazwischen und zwar ergibt sich beim MDax ein Wert von 1,29 und beim TecDax von 1,21.
Der MDax enthält neun besonders dollar-sensitive Aktien
Daneben untersuchten die Analysten von HSBC Trinkaus auch noch die Dollarabhängigkeit der in den Indizes MDax. SDax und TecDax enthaltenenden Einzeltitel. Bei einer von null (geringste) bis drei (höchste Sensitivität) reichenden Skala weisen dabei im MDax die Werte Celanese, EADS, Hannover Rück, Heidelberger Druck, Heidelberger Cement, Hochtief, Merck, Salzgitter und Schwarz Pharma die höchste Abhängigkeit vom Dollar auf.
Im TecDax bekamen die Titel Aixtron, Ixos Software, Pfeiffer Vacuum, Software AG und Wedeco eine Drei verpaßt. Diese Größe auf der Richterskala, die wie erwähnt eine hohe Dollar-Sensivität signalisiert, erreichen im SDax dagegen nur zwei Aktien und zwar handelt es sich konkret um Gildemeister und Teleplan.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |