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Index-Zusammensetzung Neue Regeln für den Dax

31.10.2008 ·  Nach den Kurskapriolen der Volkswagen-Aktie hat die Börse die grundsätzlichen Regeln für die wichtigsten deutschen Aktienindizes geändert. Ab kommender Woche können demnach Aktien auch außerhalb der regulären Anpassungstermine kurzfristig aus dem Dax genommen werden.

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Die Deutsche Börse hat auf die extremen Kursausschläge der VW-Aktie in dieser Woche mit einer Änderung der Regeln für den Aktienmarkt reagiert. Künftig kann bei hohen Kursausschlägen und einer zu hohen Gewichtung in einem Index eine Aktie kurzfristig aus DAX, MDAX oder SDAX entfernt werden. Bislang prüfte die Börse die Index-Zusammensetzung zu mehreren festen Terminen im Jahr.

Die Volkswagen-Aktie hatte in den vergangenen Tagen einen beispiellosen Höhenflug erlebt - von gut 200 Euro am vergangenen Freitag bis an die Marke von 1000 Euro am Dienstag. Grund war eine drastische Verknappung des Streubesitzes, nachdem Porsche seine Beteiligung und Optionen auf VW-Aktien ausgebaut hatte. Der ungezügelte Kursanstieg ließ den Dax um rund zehn Prozent steigen, obwohl fast alle Aktien im Minus standen. Händler und Experten hatten von der Börse zügiges Gegensteuern gefordert, weil der Dax so nicht mehr die Entwicklung des Gesamtmarktes spiegelt. Und dies sei der eigentliche Zweck des Leitindex.

In einem ersten Schritt begrenzte die Börse das Gewicht der VW-Aktie im DAX von kommendem Montag an auf zehn Prozent (siehe Börse stuft Volkswagen-Aktie im Dax zurück).

Zwei Bedingungen müssen für kurzfristige Herausnahme erfüllt sein

Den neuen Regeln zufolge kann ein Wert nun auch kurzfristig aus den Indizes genommen werden, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Erste Voraussetzung sei, dass die Gewichtung einer Aktie an einem Handelstag aufgrund der Free-Float-Marktkapitalisierung 10,0 Prozent zum Handelsschluss überschreite. Die Volkswagen-Aktie hatte wegen fehlgeschlagener Spekulationen von Finanzinvestoren diesen Wert zeitweilig deutlich überschritten und die Kursentwicklung des Dax ungewöhnlich stark beeinflusst.

Als zweite Voraussetzung für die Herausnahme einer Aktie aus einem Index nannte die Börse, dass die annualisierte Volatilität des Kursverlaufs über 30 Handelstage 250 Prozent überschreite.

„Die Deutsche Börse musste auf die Kurskapriolen der VW-Aktie reagieren, da die Gefahr einer Spirale bestand“, sagte ein Händler an der Börse in einer ersten Reaktion. Nachdem die Gewichtung der Aktien gestiegen sei, hätten Index-Fonds die Aktien kaufen müssen und so den Kurs weiter getrieben. Nach Meinung eines anderen Börsianers ist die Regel alles andere als „präventiv“: „Ich denke, die bereiten damit den Ausstieg der VW-Aktie aus dem DAX vor.“

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31.05.2012 17:45 Uhr
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Dax 6.264,38 −0,26%
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01.06.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.264,38 −0,26%
FAZ-INDEX 1.364,39 −0,33%
TecDAX 751,01 −0,01%
MDAX 10.147,80 −0,59%
SDAX 4.823,45 +0,10%
REX 437,51 +0,02%
Eurostoxx 50 2.118,94 +0,13%
F.A.Z. EURO 68,54 −0,23%
Dow Jones 12.393,50 −0,21%
Nasdaq 100 2.524,87 −0,49%
S&P500 1.310,33 −0,23%
Nikkei225 8.542,73 −1,05%
EUR/USD 1,2354 −0,06%
Rohöl Brent Crude 101,61 $ −0,01%
Gold 1.558,00 $ +1,17%
Bund Future 145,92 € +0,31%