Die neue Börse Nasdaq Deutschland soll einem Zeitungsbericht zufolge Ende März 2003 starten. Die Initiatoren des neuen Börsenplatzes hätten sich auf den 31. März 2003 als Starttermin geeinigt, berichtete die Börsen-Zeitung am Dienstag ohne Angabe von Quellen. Ursprünglich sollte der Handel bereits im Januar beginnen.
Außerdem habe Nasdaq Deutschland gute Chancen, die über ihre Internalisierungsplattform „Best Ex“ ermittelten Aktienkurse als Börsenpreise anerkennen zu lassen, hieß es weiter. Dagegen habe die Deutsche Börse mit ihrem Konkurrenzprodukt „Xetra Best“ nicht diese Anerkennung. Bei der Internalisierung werden Aktienkurse nicht über die Börse ermittelt, sondern innerhalb einer Bank abgerechnet. Das Institut verdient dann am Unterschied (Spread) zwischen An- und Verkaufskurs.
An der Nasdaq Deutschland sollen mehrere hundert deutsche und US-Aktien gehandelt werden. Bislang wollen sich an dem neuen Aktienmarkt die US-Technologiebörse Nasdaq mit 50 Prozent, die Dresdner Bank mit 15 Prozent, die Commerzbank und ihre Online-Tochter Comdirect mit jeweils 7,5 Prozent sowie die Börsen Berlin und Bremen mit jeweils zehn Prozent beteiligen. Die beiden Regionalbörsen wollen im Zuge der Gründung von Nasdaq Deutschland fusionieren.