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Handelsausfälle und die Folgen Nun auch die Eurex

Fällt der Handel an den Börsen wie heute an der Eurex aus, trifft das nicht nur Spezialisten, sondern die Allgemeinheit. Nur wenn die Anleger Vertrauen in ein einwandfreies Funktionieren der Börsen haben, ist die Effizienz des Kapitalmarkts gesichert.

© obs Vergrößern Wer hat an der Uhr gedreht? Sitz der Deutschen Börse in Eschborn.

Man hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass an amerikanischen Computerbörsen hin und wieder Störungen den Handel beeinträchtigen. Manchmal werden nachvollziehbare Gründe für diese Störungen gefunden, manchmal auch nicht. Zum Wochenauftakt sorgte die führende europäische Terminbörse Eurex mit einer rund 75 Minuten dauernden Handelsunterbrechung für Aufmerksamkeit. Stark vereinfacht ausgedrückt gingen vorübergehend Uhren falsch.

Es ist ein großes Missverständnis, kurzzeitige Handelsstörungen an modernen Computerbörsen als lässliche technische Unvollkommenheiten anzusehen, die vorwiegend computergestützte Händler, die sogenannten Algotrader, in ihrem mikrosekundenschnellen Handel treffen. Auch wenn sich Betreiber wie die Eurex gerne als Technologieunternehmen verstehen, sind sie Börsen, deren Wohlergehen nicht nur Spezialisten angeht, sondern die Allgemeinheit. Dies gilt gerade für die Eurex als ertragsstärkste Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG. Ein funktionierender Kapitalmarkt ist eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand und der tadellose Ruf einer Börse ist wiederum wichtig für die Effizienz des Kapitalmarkts. Da sollten die Uhren richtig gehen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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