31.03.2006 · Die Aktie von Hawesko konnte in den vergangenen Monaten in einem Aufwärtstrend Kursgewinne verbuchen. Kein Wunder, der Gewinn im vergangenen Jahr legte deutlich zu, die Dividende wird deutlich erhöht. Allerdings stagniert der Umsatz.
Mit dem Weinhandel scheint sich gutes Geld verdienen zu lassen. Denn nach einem volatilen Kursverlauf in den Jahren 2000 bis ins Frühjahr des Jahres 2003 konnte die Aktie des Hamburger Weinhandels-Unternehmens Hawesko im März des Jahres 2003 einen Aufwärtstrend etablieren.
Ausgehend von einem Tief bei 13 Euro konnte das Papier inzwischen knapp 218 Prozent auf zuletzt 41,33 Euro zulegen, der Trend zeigt war weiterhin nach oben. Ob er allerdings auch noch einen fundamentalen Rückenwind findet, wird sich erst noch zeigen müssen.
Stagnierender Umsatz - deutlicher Ergebniszuwachs aufgrund eines Steuereffektes
Das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen konnte im Jahr 2005 den Konzerngewinn zwar im Vergleich mit dem Vorjahr um satte 87,72 Prozent auf 10,7 Millionen Euro oder 2,44 Euro je Aktie steigern, der operative Gewinn legte jedoch nur um 12,5 Prozent auf 18,9 Millionen Euro zu die Umsatzentwicklung stagnierte sogar mit einem Plus von gerade einmal einer Million auf 287 Millionen Euro. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen und gezahlter Zinsen belief sich 17,1 Millionen Euro und konnte damit dank der gestärkten Ertragslage sowie des erfolgreichen Working-Capital-Managements das Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 18,75 Prozent übertreffen.
Die große Differenz zwischen operativem und Nettoergebnis begründet sich vor allem aus der Reduzierung des Steueraufwands. Diese Aufwandsminderung sei die Folge eines Ergebnisabführungsvertrages, der im Mai des Jahres 2005 zwischen der Tochtergesellschaft Jacques' Wein-Depot und der Konzernmutter abgeschlossen wurde, teilte das Unternehmen mit. Aus diesem Grund will das Unternehmen seine Aktionäre an dem gestiegenen Gewinn mit einer deutlich erhöhten Ausschüttung beteiligen. Die Dividende soll im Vergleich mit dem Vorjahr um 15 Cent auf 1,40 Euro je Aktie angehoben werden. Zudem sollen die Anteilseigner einen Bonus von 60 Cent je Aktie erhalten.
Dividendenerhöhung plus Sonderausschüttung - fehlender Ausblick
Diese Ausschüttungen führen auch nach einem Kursgewinn von 1,65 Prozent auf 41,33 Euro zu einer Rendite von 4,8 Prozent und das kann sich sehen lassen. Es fragt sich allerdings, wie die weiteren Aussichten aussehen. Leider hat das Unternehmen bisher die Geschäftsziele für das laufende Jahr nicht bekannt gegeben. Die ersten Monate gäben Rückenwind, sagte ein Sprecher lediglich. Einen konkreten Ausblick will Hawesko auf der Bilanzpressekonferenz am 4. Mai nennen. Im Rahmen der gegenwärtig relativ guten Stimmung scheinen Zuwächse nicht unwahrscheinlich zu sein.
Allerdings dürften die positiven Steuereffekte und damit auch Sonderausschüttungen nicht beliebig wiederholbar sein. Aus diesem Grund dürfte die Aktie mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von 18,5 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende Jahr seine Bewertungsgrenzen erreicht haben und nur dann weiter steigen können, wenn das Unternehmen einen begründbar optimistischen Umsatzausblick in Verbindung mit weiteren Ergebnisverbesserungen geben würde. Sicherheitshalber dürften auf dem erreichten Kursniveau Absicherungsstrategien nicht schaden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |