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Milliardengewinne : Goldman Sachs und Bank of America verdienen prächtig

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4,9 Milliarden Dollar Gewinn hat die Bank of America im ersten Quartal gemacht. Bild: AFP

Die beiden amerikanischen Großbanken können für das Quartal stattliche Gewinne vorweisen. Bei Goldman Sachs trübt allerdings ein Bereich die Laune der Anleger.

          Die Investmentbank Goldman Sachs hat zu Jahresbeginn weniger stark als erwartet vom Handel an den Finanzmärkten profitiert. Dennoch gelang es dem Wall-Street-Haus, den Gewinn im ersten Quartal verglichen zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 2,3 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Die Quartalsdividende steigt nun von 65 auf 75 Cent.

          „Das geschäftliche Umfeld war gemischt“, erklärte Bankchef Lloyd Blankfein am Dienstag in New York. Vor allem im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen blieb Goldman Sachs hinter den Erwartungen der Analysten und Anleger zurück. Die Erträge in diesem Bereich blieben lediglich stabil, wohingegen Rivalen wie JPMorgan Chase oder Citigroup hier deutliche Zuwächse verzeichnet hatten. Vorbörslich fiel die Goldman-Aktie am Dienstag um 3,5 Prozent.

          GOLDMAN SACHS

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          Gut entwickelte sich das Beratungsgeschäft etwa bei Fusionen und Übernahmen oder das Kreditgeschäft mit Firmenkunden. Besonders kräftig legte der Investmentzweig zu nach einem äußerst schwachen ersten Quartal 2016. Die konzernweiten Erträge - also die gesamten Einnahmen - stiegen um knapp 27 Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar.

          Die Bank of America hat seinen Gewinn derweil um 40 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro) gesteigert, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Die Erträge wuchsen um sieben Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg vorbörslich zunächst um gut ein Prozent.

          Wie beim amerikanischen Branchenprimus JPMorgan Chase und der Citigroup entwickelte sich vor allem das Kapitalmarktgeschäft bei der Bank positiv. Die weltweiten politischen Unsicherheiten sorgten dafür, dass Anleger ihre Depots häufiger umschichteten. Geldhäuser verdienen daran über Gebühren. Im Anleihehandel stiegen die Erträge der Bank of America um satte 29 Prozent, im Aktienhandel um sieben Prozent. Durch steigende Zinsen wurde zudem die Kreditvergabe wieder profitabler.

          BK OF AMERICA

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          Quelle: bfch./dpa

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