27.08.2009 · Die Aktie von Fielmann nahm in den vergangenen Wochen zwar nicht an der allgemeinen Kurserholung an den Börsen teil. Wer sich die Aktie jedoch vor einem Jahr ins Depot legte, steht immer noch besser da als mit einem Indexzertifikat.
Die Aktie der Optikerkette Fielmann nahm in den vergangenen Wochen nicht an der allgemeinen Kurserholung an den Börsen teil. Allerdings kam sie dafür zuvor vergleichsweise robust durch die Krise. Wer sich vor einem Jahr eine Fielmann-Aktie und ein MDax-Zertifikat gleichzeitig ins Depot legte, steht mit ersteren immer noch besser da.
Am Donnerstag legt der Kurs vorbörslich leicht zu und reagiert damit positiv auf die vorgelegten Umsatz- und Ertragszahlen für das zweite Quartal. Wie erwartet hat Fielmann zwar weniger Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahr, doch der Umsatz entwickelte sich robust.
Der Umsatz entwickelt sich robust
Wegen höherer Werbeausgaben sank der Überschuss von April bis Juni um 5,1 Prozent auf 27,7 Millionen Euro. Der Konzern rührt derzeit kräftig die Werbetrommel, um sich gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu stemmen. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich von 41,5 auf 39,2 Millionen Euro.
Der Umsatz dagegen legte um 2,3 Prozent zu auf 238,2 Millionen Euro zu. Insgesamt verkaufte Fielmann im Quartal 1,6 Millionen Brillen und damit mehr als die 1,5 Millionen Stücke im Vorjahr. Einen konkreten Ausblick blieb das im MDax notierte Unternehmen weiter schuldig. „Wir sind zuversichtlich, unsere Marktposition auszubauen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kauft der Verbraucher bei Unternehmen, die ihm hohe Qualität zu günstigen Preisen garantieren. In der Augenoptik ist das Fielmann.“, heißt es allerdings selbstbewusst in der Pressemitteilung.
Fielmann verkauft seine Brillen im Schnitt billiger als die Konkurrenz. Auch Kontaktlinsen und Hörgeräte gehören zum Sortiment. Ende Juni betrieb der Konzern 631 Geschäfte. In diesem Jahr sollen 25 weitere Filialen und zwei so genannte „Supercenter“ in Linz und Graz eröffnet werden.
Aktie ist vernünftig bewertet
Die Zahlen von Fielmann haben einem Händler zufolge die Erwartungen leicht übertroffen. Positiv sei, dass die Optikerkette weiter zuversichtlich sei, ihre Marktanteile auszubauen. Er rechnet mit einer positiven Kursreaktion.
Faktisch entwickelt sich das praktisch schuldenfreie Unternehmen schon seit Jahren robust. Mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von knapp 16,5 und 15,2 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und einer Dividendenrendite von 4,5 Prozent sind die Papiere zwar keine ausgeprägten Schnäppchen, aber vernünftig bewertet. Sie bieten aufgrund ihrer Solidität gewisse defensive Reize.
Auch in der Krise wird niemand ein gutes Sehvermögen verzichten wollen. Sollten die Verbraucher vermehrt auf ihr Geld schauen sollen, könnten die Geschäfte von Fielmann sogar beflügelt werden. Immerhin bieten die Produkte des Unternehmens ein solides Preis-Leistungsverhältnis. Die Papiere eigenen sich im Moment beinahe ideal, um sie sich über geschickt gewählte Aktienanleihen oder Discountzertifikate ins Depot ziehen zu lassen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |