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Geldregen für Aktionäre Dividenden ziehen 2013 an

Nach dem erfolgreichen Jahr 2012 lassen deutsche Aktiengesellschaften ihre Anteilseigner am Erfolg teilhaben. Das Rekordniveau von 2008 wird zwar verfehlt, aber die Ausschüttungen ziehen weiter an.

© dapd Vergrößern Die Telekom schüttet laut Studie 3,0 Milliarden Euro die höchste Dividende an die Aktionäre aus.

Warmer Geldregen für Aktionäre: Die Dividenden deutscher Aktiengesellschaften steigen in diesem Jahr abermals kräftig an. Nach einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und des Deutschen Instituts für Portfolio-Strategien (dips) legen die Dividenden 2013 um 5,4 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro zu. Schon 2012 war die Gesamtausschüttung der knapp 700 untersuchten Aktiengesellschaften um gut 7 Prozent auf 34,8 Milliarden Euro gesprungen. Die Bestmarke aus dem Jahr 2008 von 38,4 Milliarden Euro wird aber nicht wieder erreicht, teilte die DSW am Freitag in Frankfurt mit.

Nur im M-Dax für mittlere Werte und im Tec-Dax werden Ausschüttungsrekorde erzielt. Für die Verdoppelung der Dividendenzahlungen im Index für Technologiewerte auf etwa eine Milliarden Euro ist allerdings ein einziges Unternehmen verantwortlich: Börsenneuling Telefonica Deutschland beglückt seine Aktionäre mit etwa 500 Millionen Euro. Die Ausschüttungen im M-Dax klettern um 37,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Im Leitindex Dax wird mit 27,9 Milliarden Euro hingegen nur 0,4 Prozent mehr ausbezahlt als 2012. Der Rekordwert von 28,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 bleibt unerreicht.

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Mehr als die Hälfte der Aktiengesellschaften überweisen ihren Anteilseignern keine Dividende

Wie in den Vorjahren überweist nach den Angaben die Telekom mit 3,0 Milliarden Euro am meisten, gefolgt von Siemens (2,6) und BASF (2,4). Im M-Dax ist Pro Sieben Sat1 dank einer Sonderausschüttung der Dividenden-Krösus, im S-Dax liegt Balda vorn. Insgesamt schütten in diesem Jahr 42 Prozent aller analysierten Werte eine Gewinnbeteiligung aus, sagte DSW-Expertin Christiane Hölz. Das ist die höchste bisher ermittelte Quote: 2012 waren es nach den Angaben 40,2 Prozent, 2011 nur 33,1 Prozent.

Die positive Entwicklung stellt die Aktionärsschützer aber nicht zufrieden. Denn trotz hoher Unternehmensgewinne überweisen immer noch 58 Prozent der Gesellschaften ihren Anteilseignern keine Dividende. Vor allem im Segment der Nebenwerte gehen zwei von drei Aktionären leer aus. Hingegen erreichte die Quote der Dividendenzahler der Indizes Dax, M-Dax, S-Dax und Tec-Dax mit 85 Prozent im Durchschnitt einen neuen Rekordwert. Doch im Dax sinkt die Quote von fast 97 Prozent im vergangenen Jahr nun auf 90 Prozent: 2012 mussten nur die Aktionäre der Commerzbank auf eine Ausschüttung verzichten, nun gehen zudem die Anteilseigner von Thyssen Krupp und Lufthansa leer aus.

„Für 2014 gehen wir im Dax von zwei bis vier Komplettausfällen aus“, sagte dips-Experte Christian Röhl. Zur Rekord-Gesamtausschüttung von 2008 fehlen nach den Angaben noch 5 Prozent. „Nach unserer Einschätzung wird dieser Rekord auch im nächsten Jahr nicht erreicht“, sagte Röhl auch angesichts der erwarteten Kürzung der Telekom-Ausschüttung. Die Kursentwicklung spricht derzeit ebenfalls gegen einen Höchstwert. Der Leitindex Dax kletterte 2012 um rund 29 Prozent, zu Jahresbeginn lag er bei knapp 7780 Punkten, nach einem kurzen Sprung über die 8000er-Marke folgte der Rückschlag, betonte Hölz: „Die Reaktion der Märkte zeigt, dass die Lage nach wie vor sehr fragil ist. Die Krise ist eben doch noch nicht vorbei und kann jederzeit wieder aufflammen.“

Quelle: FAZ.net mit dpa

 
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