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Geldanlage Die 50 größten Kapitalvernichter

16.02.2006 ·  Das Softwareunternehmen Intershop führt die Liste der 50 größten Kapitalvernichter an, die die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Berlin vorgestellt hat. Auch zwei ehemalige Siemens-Sparten kommen zu zweifelhaften Ehren.

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Das Softwareunternehmen Intershop aus Jena führt die Liste der 50 größten Kapitalvernichter an, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Donnerstag in Berlin vorstellte (siehe Tabelle und Charts).

Intershop ist ein ehemaliger Star des Neuen Marktes. „Die Erwartungen an die Wachstumsraten waren gewaltig, da wurde die Tatsache, daß die Gesellschaft immer nur Verluste auswies, schnell zur Nebensache“, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. „Anleger, die am 31. Dezember 2000 Intershop-Aktien im Wert von 10.000 Euro orderten, hatten am 31. Dezember 2005 noch eine Position in Höhe von sage und schreibe 26,83 Euro.“

Auch Rang zwei geht an eine Neue-Markt-Hoffnung, den Chipbroker CE-Consumer Electronic. „Im Einjahresvergleich mußten CE Consumer-Aktionäre sogar noch mehr Federn lassen als Intershop-Anteilseigner. Anleger, die am 31. Dezember 2004 10.000 Euro in das Unternehmen investierten, hatten genau ein Jahr später noch 3.370 Euro“, rechnete Hocker vor.

Die 50 größten Kapitalvernichter 2005

Zwei ehemalige Siemens-Sparten auf der Liste

Auch ein Dax-Wert hat es auf die Schwarze Liste der DSW geschafft: Der ehemalige Siemens-Geschäftsbereich Infineon kommt auf Platz 47. „Für besondere Aktionärsfreundlichkeit war das Unternehmen noch nie bekannt“, sagte der DSW-Geschäftsführer. Er berichtet vom „jüngsten Coup“: Die Speichersparte, die einen Großteil des Umsatzes liefert, solle ohne Zustimmung der Anteilseigner verkauft werden. „Unserer Ansicht nach dürfen Vorstand und Aufsichtsrat eine so weitreichende Entscheidung über die Zukunft nicht über die Köpfe der Aktionäre hinweg treffen“, sagte Hocker.

Mit der Epcos AG (Platz 41) ist ein weiterer ehemaliger Siemens-Geschäftsbereich auf der DSW-Liste verzeichnet. „Siemens scheint in der Verlagerung interner Risiken auf die Aktionäre besonders erfolgreich zu sein“, sagte Hocker.

„Wer an der Börse ein kleines Vermögen machen will, muß mit einem großen Vermögen hingehen“

Die DSW hat alle 313 im Prime Standard der Deutschen Börse gelisteten Unternehmen untersucht, die seit mindestens fünf Jahren notiert sind. „Die AGs, die lediglich im General Standard notiert sind, also die Transparenzanforderungen des Prime Standards nicht erfüllen, haben wir bewußt nicht mit in die Analyse einbezogen. Sie sind aus unserer Sicht für eine Anlage für Privatanleger nicht empfehlenswert“, sagte Hocker. Die DSW-Watchlist mache aber deutlich, daß auch die Notierung im Prime Standard keine Garantie für Kursgewinne ist. „Der Satz 'Wer an der Börse ein kleines Vermögen machen will, muß mit einem großen Vermögen hingehen' wurde bei diesen Unternehmen leider wahr.“

Analysiert wurde die reine Kursperformance ohne Dividenden und Sonderzahlungen über ein Jahr, drei Jahre sowie fünf Jahre. Basis ist der Schlußkurs des letzten Handelstages im jeweiligen Jahr. Die erzielte Performance fließt mit festgelegten Gewichten in die Gesamtnote ein. Im schlimmsten Fall kommt ein Unternehmen auf minus 1.000 Punkte: 500 für den schlechtesten Wert im Fünfjahresvergleich, 300 im Dreijahres- und 200 im Einjahresvergleich. Durch die stärkere Gewichtung des Fünfjahresvergleichs treten Ausrutscher gegenüber mehrjährig intakten Kurstrends in den Hintergrund.

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25.05.2012 17:45 Uhr
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25.05.2012
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SDAX 4.817,28 +0,29%
REX 434,70 −0,15%
Eurostoxx 50 2.161,87 +0,25%
F.A.Z. EURO 69,61 +0,13%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
Nasdaq 100 2.527,05 −0,17%
S&P500 1.317,82 −0,22%
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