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Gebot für National Semiconductor Aktie von Texas Instruments ist solide bewertet

 ·  Texas Instruments hat am Donnerstag aufgrund nachlassender Nachfrage abermals die Gewinnprognose gekappt. Die Aktie hat jedoch einen Teil der Entwicklung vorweggenommen und wird langsam reizvoll.

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Das Geschäft mit Halbleitern war schon immer sehr zyklisch. Diese Eigenschaft hat sich in den vergangenen Jahren noch verstärkt, da die Entwicklung der Weltwirtschaft im Rahmen der Globalisierung, beschleunigter Informationsverarbeitung und koordinierter politischer Eingriffe immer synchroner geworden ist.

Das führt zusammen mit dem raschen technologischen Wandel und der harten Konkurrenz innerhalb der Branche dazu, dass nach Boomphasen rasch Bremsspuren bemerkbar machen können.

Nachfrage nach Halbleitern und anderen Technikprodukten abgeschwächt

Das zeigt sich gegenwärtig am Beispiel von Texas Instruments. Der amerikanische Chiphersteller kann wegen der sich abschwächenden Konjunktur seine Zielsetzung für das laufende dritte Quartal des Geschäftsjahres nicht länger halten. Die Nachfrage nach Halbleitern und anderen Technikprodukten habe sich abgeschwächt, erklärte Unternehmenssprecher Ron Slaymaker am Donnerstagabend im Rahmen des turnusmäßigen Lageberichts des Konzerns.

Für das Ende September endende Geschäftsquartal rechnet der texanische Konzern jetzt nur noch mit einem Gewinn je Aktie zwischen 0,56 Dollar bis 0,60 Dollar bei einem Umsatz von 3,23 Milliarden bis 3,37 Milliarden Dollar. Im Juli bei der Präsentation der hatte Texas Instruments noch einen Umsatz von 3,4 Milliarden bis 3,7 Milliarden Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,55 bis 0,65 Dollar in Aussicht gestellt. „Im Juli haben wir bereits einige Bereiche gesehen, die eine erwartet schwächere Entwicklung als im Vorjahresquartal ausweisen dürften. Nun sehen wir aber eine umfassendere Schwäche bei mehr Kunden und auf mehr Märkten“, erklärte der Manager die Anpassung der Prognose.

Bereits für das zweite Quartal hatte der Konzern den Ausblick gesenkt, so dass Marktbeobachter sich wenig überrascht über die Anpassung auch für das dritte Quartal zeigten. „Damit haben die Investoren gerechnet, und die Aktie ist in den vergangenen Wochen schon dafür geprügelt worden“, sagte Bernstein-Analyst Stacy Rasgon und verwies darauf, dass die Erwartungen für die Umsätze der Halbleiterunternehmen nach unten korrigiert wurden. Die Aktie von Texas Instruments hat seit Februar 32 Prozent ihres Wertes eingebüßt - allerdings, nachdem sei Ende des vergangenen Jahres ebenso deutlich zugelegt hatte.

Aktie inzwischen solide bewertet

Für den Kursrückgang mögen die eintrübten operativen Perspektiven ebenso verantwortlich sein wie die vergleichsweise teure Übernahme von National Semiconductor, einem Hersteller von analogen Halbleitern. Texas Instruments, dessen Produkte sich bisher vor allem in mobilen Telekommunikationsgeräten, Computern und Industrieanlagen wiederfinden, hatte im zweiten Quartal stark unter den Folgen des Japan-Erdbebens für die eigene Produktion und der Schwäche des Handyherstellers Nokia gelitten.

Während sich die Erlöse in den vergangenen Jahren volatil entwickelten, konnte das Unternehmen den Gewinn je Aktie im Trend steigern. Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von 11,4 und 10,4 auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr und einer Dividendenrendite von zwei Prozent sind die Papiere zumindest optisch solide bewertet. Sollte der Kurs weiter fallen und näher an die bisherige Untergrenze der Seitwärtsbewegung der vergangenen zehn Jahre rücken, würden sie sich zunehmend für Käufe aus taktischen Überlegungen eignen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors wieder.

Quelle: FAZ.NET
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