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Fraport Die Aktie kommt aus dem Y-Tief

03.11.2008 ·  Es gibt einen Gewinner an der Börse der gescheiterten Bemühungen, die CDU-Regierung in Hessen zu kippen. Die Aktie des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport hebt am Montag kräftig ab. Doch damit ist der Titel noch nicht aus dem Tief.

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Einen klaren Gewinner an der Börse gibt es schon, nachdem die SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti offenbar damit gescheitert ist, zur Ministerpräsidentin von Hessen gewählt zu werden (Ypsilanti scheitert auf dem Weg zur Macht). Die Aktie des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport schoss am Montag regelrecht in die Höhe. Am frühen Nachmittag tendierte die Aktie 11 Prozent im Plus auf 28,04 Euro. Zeitweise notierte der Titel sogar 14 Prozent höher. Dies war der höchste Kursanstieg der Aktie seit sieben Jahren.

Begründet wurde der Kurssprung an der Börse damit, dass nun die Risiken für den Frankfurter Flughafen geringer geworden seien. „Die geplante Koalition hätte eine Verzögerung des geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens und ein striktes Nachtflugverbot gebracht“; sagte Christian Cohrs, Analyst von Sal. Oppenheim in Frankfurt.

Nachtflugverbot und andere Behinderungen

Ypsilanti wollte eine Koalition mit den Grünen eingehen, die von der Linken toleriert werden sollte. Allerdings vier Landtagsabgeordnete der SPD angekündigt, dies nicht zu unterstützen. Dadurch bekommt Ypsilanti nicht die erforderliche Mehrheit im hessischen Landtag.

SPD und Grüne hatten vereinbart, für den Fall einer gemeinsamen Regierungsbildung ein komplettes Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen, den drittgrößten Europas und Drehscheibe des deutschen Flugverkehrs, zu vereinbaren. Dies hätte nach Einschätzung von Fraport den Bau der geplanten Landebahn im Kelsterbacher Wald um mindestens 18 Monate verzögert.

Fraport hatte Ypsilantis Pläne in der vergangenen Woche scharf kritisiert mit dem Argument, dies würde die Schaffung zahlreicher neuer Arbeitsplätze gefährden.

Kurs bedenklich nahe dem Allzeittief

In den vergangenen Wochen mussten die Fraport-Aktionäre einen scharfen Kurseinbruch hinnehmen. Ende September notierte der Titel noch bei mehr als 40 Euro und stürzte daraufhin bis auf 22,56 Euro. Damit kam sie ihrem bisherigen Allzeittief vom März 2003 nahe, als bis auf 15,80 Euro fiel.

Auch hat sich der Kurs in der Zwischenzeit bedenklich von seiner 200-Tages-Durchschnittslinie entfernt, die aktuell bei 42,82 Euro liegt. Insofern ist es für eine Neubewertung der Aktie nach ihrem Kurssturz von 48 Prozent in diesem Jahr noch zu früh. Auch ist das Papier trotz einer Marktkapitalisierung von 2,6 Milliarden Euro relativ eng, da nur ein Streubesitz von etwas mehr als 10 Prozent an der Börse gehandelt wird. Die Mehrheit der Aktien liegt immer noch in der öffentlichen Hand.

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