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Finnischer Softwareanbieter Basware wächst deutlich und profitabel

28.05.2009 ·  Kleine Softwareunternehmen können der rezessiven Entwicklung trotzen. Zum Beispiel die finnische Basware Corporation, die Softwarelösungen für Finanz- und webbasierte Geschäftstransaktionen anbietet.

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Aufgrund wilder Wetten auf die wirtschaftliche Stabilisierung erholten sich in den vergangenen Wochen Finanz- und zyklische Werte mit deutlichen Kursgewinnen von den Kursrückschlägen des vergangenen Jahres.

Auf diese Weise konnten Anleger gutes Geld verdienen. Da die Trends weiter nach oben zeigen und da immer mehr institutionelle Anleger alleine schon aus technischen Gründen in den Markt gezogen werden, kann ein Kursaufschwung dieser Art weiter laufen, als zunächst erwartet.

Kurzfristige Markttendenzen gegen langfristige Unternehmensentwicklung

Auch wenn die realwirtschaftliche Entwicklung nicht unbedingt den hohen Erwartungen entspricht. Kaum ein Fondsmanager kann es sich leisten, einem Markt fern zu bleiben, der boomt - aus welchen Gründen auch immer.

Anleger können von solchen Tendenzen durchaus profitieren, wenn sie schnell und flexibel sind. Längerfristig orientierte Investoren dagegen werden sich eher für die Aktien jener Unternehmen interessieren, die sich solide und profitabel entwickeln können, weil sie gute Produkte oder Dienstleistungen anbieten können. Dazu zählt zum Beispiel das kleine finnische Softwareunternehmen Basware, das im Jahr 1985 gegründet wurde.

Mit der Entwicklung, der Vermarktung und der Wartung von Softwarelösungen für Finanz- und webbasierte Geschäftstransaktionen konnte es in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn im Trend steigern. Die Produkte des Unternehmens versetzen seine Kunden unter anderem in die Lage, Einkaufsprozesse zu automatisieren.

Die stetige operative Entwicklung bestätigte sich auch im ersten Quartal des laufenden Jahres. In dieser Periode konnten die Erlöse im Vergleich mit dem Vorjahr um 19,1 Prozent auf 21,7 Millionen Euro gesteigert werden, der Cashflow stieg von 6,8 auf 8,4 Millionen Euro, während der Gewinn je Aktie auf sechs Cent kann, nach einem Verlust von fünf Cent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Gesamtumsatz um 17,5 Prozent auf 86 Millionen Euro gesteigert werden, der operative Gewinn wurde um 15,5 Prozent auf 8,7 Millionen Euro gesteigert, der Nettogewinn um 60 Prozent auf 6,6 Millionen Euro und die Liquidität um knapp 25 Prozent auf 8,8 Millionen Euro.

Die Erlöse verteilten sich im Jahr 2008 beinahe gleichmäßig und diversifiziert über die Bereiche Entwicklung, Beratung und Wartung. Regional fielen im vergangenen Jahr 53 Prozent der Erlöse in Finnland an, 21 Prozent in Europa, 20 Prozent in Skandinavien und etwas mehr als fünf Prozent in anderen Teilen der Welt.

Deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum angestrebt

Das Management verfolgt das Ziel, in den kommenden Jahren den Umsatz mit Wachstumsraten zwischen 20 und 40 Prozent pro Jahr sowohl organisch als auch durch Zukäufe zu steigern und dabei eine Umsatzrentabilität zwischen zehn und 20 Prozent zu erreichen. Das soll sowohl über eine geographische als auch eine Expansion der Produktpalette erreicht werden. Schon jetzt unterhält das Unternehmen neben dem Hauptquartier in Finnland 20 Büros in Europa, den Vereinigten Staaten und im asiatisch-pazifischen Raum.

Basware zählt sich zu den größten fünf größten Anbietern weltweit in seinem Bereich und hält nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 46 Prozent im automatisierten Rechungsstellungsprozess (ePurchasing Software Market). Seine Expansionsstrategie zeigt sich unter anderem am Ziel, jedes Jahr mindestens fünf globale Unternehmen als Kunden zu gewinnen. Im Jahr 2006 zählte dazu beispielsweise Novartis Pharma. Im vergangenen Jahr wurde der Softwarevertrag ausgeweitet auf das gesamte globale Netzwerk dieses Unternehmens. Basware-Software wurde auch bei einem anderen großen Pharmaunternehmen in den Europa-, Afrika- und Asienfilialen installiert. Das heißt konkret in 20 Staaten mit 15 unterschiedlichen Sprachen.

Solche Beispiele zeigen, dass das Unternehmen in seiner Nische tatsächlich weiter wachsen kann. Zusammen mit einer vernünftigen Bewertung - die Kurs-Gewinnverhältnisse liegen auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr bei 16,8 und 13 - wird die Aktie reizvoll. Für deutsche Anleger ist sie allerdings etwas riskant, da die Liquidität vergleichsweise gering ist.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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