01.08.2005 · Im Ausland lebende Privatinvestoren legen ihr Geld nicht nur internationaler an als "normale" Anleger. Sie erzielen damit offenbar auch höhere Erträge. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung ihres Anlageverhaltens.
Im Ausland lebende Privatinvestoren legen ihr Geld nicht nur internationaler an als "normale" Anleger. Sie erzielen damit offenbar auch höhere Erträge. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Anlageverhaltens dieser "expat investors", die von der Banque Generale du Luxembourg und dem Online-Broker Internaxx durchgeführt wurde.
Die Studie zeigt allerdings auch, daß diese Anleger auch unzufrieden sind. Ihre Kritik bezieht sich auf die Dienstleistung, die sie bei Banken und Brokern genießen. 20 Prozent der Investoren beklagen, daß ihre Aktienkäufe und Aktienverkäufe nicht effizient abgewickelt würden.
Mangel an Informationen und Transparenz an internationalen Börsen
Gleichzeitig bemängeln die Investoren die Informationen und die Datentransparenz, die sie vor allem für ihre Anlagen an den asiatischen Aktienmärkten benötigten. Schließlich investieren diese international ausgerichteten Privatanleger nicht gern in den klassischen Anlagemärkten, sondern zunehmend an den Börsen der Schwellenländer.
Wegen dieser praktischen Anlageschwierigkeiten klaffen die Investitionswünsche mit den tatsächlichen Anlagen der Investoren deutlich auseinander. 55 Prozent der befragten im Ausland lebenden Privatinvestoren sehen die asiatischen Märkte und Börsen in einem sehr positiven Licht. Aber von denjenigen, die Asien eine gute wirtschaftliche Zukunft und Börsenentwicklung zugestehen, investiert letztlich nur ein Drittel der Investoren in China und nur die Hälfte an anderen asiatischen Märkten. Diejenigen, die dort keine Anlagen wagen, sagen, sie hätten zu wenige Kenntnisse über den Markt und trauten dem System der Unternehmensführung dort nicht. Von den Investoren, die in Asien investieren, kaufen allerdings 86 Prozent Aktien, heißt es in der Studie von Banque Generale du Luxemburg und Internaxx.
„Doing yourself“ kommt bei Anlegern immer öfter vor
Überhaupt investieren die "expat investors" offenbar weitgehend in Aktien. 45 Prozent der Anleger nehmen sogar hochschwankungsfreudige Aktien in ihre Portfolios auf. Ihre Geldanlagen seien daher deutlich riskanter, als es diese Investoren selber zugäben, meint Robert Glaesener, General Manager von Internaxx. Aber gerade wegen ihrer anspruchsvolleren Anlagestrategien zeigt sich auch die Unzufriedenheit der Investoren mit dem Dienstleistungsangebot, das sie von ihren Finanzinstituten erhalten. Innerhalb nur eines halben Jahres sank der Anteil der Anleger, die mit ihren Banken und Maklern zufrieden sind, von 37 auf 18 Prozent. Zwar nutzen 46 Prozent der Anleger den Rat ihrer Finanzberater und 30 Prozent den Rat ihrer Banken für ihre Anlagestrategien. Aber 61 Prozent der "expat investoren" tüftelten ihre Anlageentscheidungen letztlich selber aus, heißt es in der Studie weiter.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |