24.06.2006 · Der griechische Aktienmarkt hat sich zu einer Art Geheimfavorit gemausert. Die Korrektur an den Weltbörsen ging aber auch an Athen nicht spurlos vorrüber. Doch die Rahmenbedingungen sprechen dafür, daß sich Investments lohnen sollten. FAZ.NET-Spezial.
In den vergangenen Jahren hat sich der griechische Aktienmarkt zu einer Art Geheimfavorit unter den etablierten westeuropäischen Börsen gemausert. Im Zuge der allgemeinen Kurskorrektur an den Weltbörsen mußten allerdings auch die Notierungen in Athen zuletzt den Rückwärtsgang einlegen.
Insgesamt gestalten sich die Rahmenbedingungen aber so vorteilhaft, daß es sich anbot, im Rahmen eines FAZ.NET-Spezials den in den Medien hierzulande nur selten besprochenen Börsenplatz einmal etwas näher zu beleuchten.
Vor allem Ausländer sehen mehr Chancen als Risiken
Mit Blick auf die dortige Wirtschaft ist zwar noch nicht alles zum Besten bestellt (Die griechische Volkswirtschaft hat Stärken und Schwächen). Aber die Entwicklung geht auch im Inland in die richtige Richtung. Das Wachstum liegt inzwischen klar über dem westeuropäischen Durchschnitt, und die Regierung bemüht sich ernsthaft, die jahrelang viel zu großen Löcher im Staatshaushalt zu stopfen.
Zusammen mit den Privatisierungen und vor allem den sich bietenden Expansionschancen im Balkan-Raum finden sich für Investoren, die sich mit dem Markt beschäftigen, zahlreiche Argumente, die für ein Investment sprechen ().
Chancen wittern insbesondere Anleger aus dem Ausland (Ausländer schüren die Hausse am griechischen Aktienmarkt). Aber auch Profis im Inland teilen die Zuversicht. Deutlich wird das am Tenor der beiden Interviews. Darin begründen sowohl Costis Sinanidis, Head of Equity Research beim Broker Marfin Secutiries, als auch Dimitrios Giannoulis, Head of Research beim Broker Alpha Finance, ihren Optimismus vor allem mit den guten Aussichten auf steigende Unternehmensergebnisse ( und ).
Markt bietet nach der Korrektur wieder Chancen
Die Wachstumsphantasie und das damit verbundene rege Interesse führten dazu, daß der Markt bei dem im Frühjahr erreichten Kurshoch teilweise überhitzt war. Im Schnitt waren griechische Aktien da bestimmt kein Schnäppchen mehr ().
Nach der deutlichen Korrektur der vergangenen Wochen sind aber die Übertreibungen korrigiert worden. Dadurch fällt es inzwischen nicht mehr schwer, interessante Titel aufzuspüren. Fündig werden Interessenten dabei nicht nur im Bankensektor (), sondern auch in anderen Branchen gibt es spannende Anlageoptionen (). Wer diese Einschätzung teilt, dem werden die aufgezeigt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.339,94 | +0,38% |
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| TecDAX | 752,47 | +0,08% |
| MDAX | 10.196,40 | −0,34% |
| SDAX | 4.817,28 | +0,29% |
| REX | 434,70 | −0,15% |
| Eurostoxx 50 | 2.161,87 | +0,25% |
| F.A.Z. EURO | 69,61 | +0,13% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| Nasdaq 100 | 2.527,05 | −0,17% |
| S&P500 | 1.317,82 | −0,22% |
| Nikkei225 | 8.580,39 | +0,20% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
| Bund Future | 144,35 € | +0,25% |