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Fahrräder Accell profitiert vom Trend zu Elektrorädern

16.06.2009 ·  Hersteller von Elektrorädern können gleich von zwei Megatrends profitieren: Von der alternden Bevölkerung und vom Trend zu umweltbewusster Mobilität. Auch das niederländische Unternehmen Accell, das schon seit Jahren robust unterwegs ist.

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Mag der aktuelle Börsenaufschwung gerechtfertigt sein oder auch nicht. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, wird auf Aktien von Unternehmen setzen, die sich robust und solide entwickeln.

Dazu gehört der niederländische Fahrradentwickler, -hersteller und -händler Accell mit einiger Sicherheit. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sowohl Umsatz als auch den Gewinn je Aktie im Trend deutlich steigern. Auch die weiteren Aussichten sind nicht schlecht.

Umsätze und Gewinne legen bisher im Trend zu

Im vergangenen Geschäftsjahr legte der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr um 13 Prozent zu auf 538 Millionen Euro, der Gewinn je Aktie konnte um 13,5 Prozent auf 2,95 Euro gesteigert werden. Für das erste Quartal des laufenden Jahres meldete das Unternehmen weiter Erlöszuwächse. Das Unternehmen geht von aus, im Gesamtjahr weiter profitabel wachsen zu können.

Es profitiert einerseits von seinen Marken, die die Produkte unter Namen wie Batavus, Bremshey, Ghost, Hai, Hercules, Koga-Miyata, Lapierre, Loekie, Redline, Sparta, Staiger, Tunturi, Winora und XLC im mittleren und oberen Preissegment des Marktes anbieten. Es machte im vergangenen Jahr 44 Prozent seiner Umsätze in den Fahrradnation Niederlande, 23 Prozent in Deutschland, zehn Prozent in Frankreich und 15 Prozent in anderen europäischen Ländern. Acht Prozent der Erlöse kommen aus dem außereuopäischen Raum.

Andererseits haben Fahrräder im Rahmen des allgemein zunehmenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins sowie wegen hoher Energie- und Rohstoffpreise an Status gewonnen und werden immer beliebter. Das lässt sich auch damit erklären, dass die Unternehmen der Branche in den vergangenen Jahren deutlich innovativer geworden sind als in der längeren Vergangenheit, als ein Fahrrad aus einem Rahmen, Sattel, Kurbel, Kette, Lenker und zwei Rädern bestand.

Aktie ist vernünftig bewertet - attraktive Ausschüttungspolitik

Längst haben sie sich zu hoch technisierten Produkten mit attraktiven Eigenschaften entwickelt, die auch entsprechend offensiv vermarktet werden. Der neuste Dreh' ist der Run der Kunden auf immer leistungsfähiger werdende Elektroräder. Sie sind nicht nur für ältere Leute attraktiv, sondern auch für jüngere, die rasch, relativ bequem und vor allem auch verbrauchsgünstig und umweltschonend vorwärts kommen wollen. So kann das Unternehmen gleich von zwei Megatrends profitieren: Von der alternden Bevölkerung und vom Trend zu umweltbewusster Mobilität.

Accell wächst nicht nur organisch, sondern auch durch Übernahmen. Am zwölften Juni wurde der Kauf der von Raul Hellberg in Finnland bekannt gegeben. Die Übernahme wird aus eigenen Mitteln finanziert. Sie soll schon im laufenden Jahr zur Steigerung des Gewinns beitragen.

Mit Kurs-Gewinnverhältnissen von knapp zehn auf Basis der Gewinnschätzungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr sind die Aktien des Unternehmens angesichts der soliden operativen Entwicklung der vergangenen Jahre sehr vernünftig bewertet. Eine Dividendenrendite von 5,3 Prozent auf Basis der jüngsten Ausschüttung im Mai kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Ausschüttung wird schon seit Jahren gesteigert, das durchschnittliche Dividendenwachstum der vergangenen fünf Jahre lag bei 22 Prozent.

Die Aktien mussten in den vergangenen Monaten zwar im Rahmen des allgemeinen Ausverkaufs deutliche Kursverluste hinnehmen. Ausgehend von einem Zwischentief bei knapp 15 Euro haben sie inzwischen allerdings wieder knapp 80 Prozent zugelegt und bieten Anlegern weitere Reize. Absicherungsstrategien können angesichts der volatilen Umfeldes trotzdem nicht schaden.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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