http://www.faz.net/-gv7-77koe

Europäische Aktienindizes : F.A.Z.-Euro-Index baut Vorsprung aus

Heineken: Noch nie war das Unternehmen so wertvoll Bild: AFP

Die breitere Streuung sorgt für eine bessere Entwicklung des F.A.Z.-Euro-Index gegenüber dem Euro Stoxx 50. Der Vorsprung aus 2012 ist noch größer geworden. Die größten Gewinner sind im Euro Stoxx 50 nicht enthalten.

          Der F.A.Z.-Euro-Index ist seit Anfang 2012 um 22 Prozent gestiegen, der Euro Stoxx 50 nur um 17 Prozent. Damit hat der 100 Aktienwerte aus dem Euroraum umfassende F.A.Z.-Euro-Index seinen Vorsprung aus dem Jahr 2012 in den ersten Monaten des Jahres 2013 weiter ausgebaut.

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Im Jahr 2012 war der F.A.Z.-Euro-Index um gut 16 Prozent gestiegen, der Euro Stoxx 50 nur um knapp 14 Prozent. Auch unter Hinzurechnung der Dividenden liegt der F.A.Z.-Euro-Index mit einer Rendite von knapp 26 Prozent gegenüber knapp 22 Prozent im Euro Stoxx 50 vorne.

          Gleichmäßigere Streuung zahlt sich aus

          Der wesentliche Grund für die bessere Wertentwicklung ist die größere Risikostreuung im F.A.Z.-Euro-Index. Er umfasst nicht nur mit 100 Werten doppelt so viele Titel wie der Euro Stoxx 50. Die Werte im F.A.Z.-Euro-Index werden immer Ende Juni alle auf 1 Prozent gesetzt. Im Jahresverlauf ergeben sich dann je nach Wertentwicklung der einzelnen Aktien unterschiedliche Gewichte.

          Bilderstrecke
          F.A.Z-Euro-Index : Erfolgreiche Aktien im Blick

          Das höchste Gewicht eines einzelnen Titels liegt jedoch derzeit nur bei knapp 1,5 Prozent. Im Euro Stoxx 50 werden die Aktien nach ihrem Börsenwert gewichtet. Der schwerste Titel kommt aktuell auf knapp 6 Prozent. Die größten zehn Titel machen mehr als 40 Prozent des Index aus. Im F.A.Z.-Euro-Index sind es nur 13 Prozent.

          Regional breiter aufgestellt

          Neben der Risikostreuung hat der F.A.Z.-Euro-Index auch eine größere regionale Streuung. Jede Volkswirtschaft, die mindestens 1 Prozent zur Euroraum-Wirtschaftsleistung beiträgt, ist im Index vertreten, und zwar je Prozent der Wirtschaftsleistung mit einem Titel. Aus Deutschland stammen derzeit 28 der 100 Titel, aus Frankreich 22 und aus Italien 17. Im Euro Stoxx 50 ist insbesondere das Gewicht Frankreichs sehr viel höher, dafür das italienische sehr viel niedriger.

          Länder wie Portugal, Griechenland und Österreich sind im F.A.Z.-Euro-Index mit ihren wertvollsten Unternehmen vertreten, während sie im Euro Stoxx 50 keine Rolle spielen. Die drei größten Gewinner seit Anfang 2012 - KBC, Continental und Erste Group Bank - sind im Euro Stoxx 50 nicht vertreten. Von den 10 besten Werten im F.A.Z.-Euro-Index sind nur zwei auch im Euro Stoxx 50 enthalten.

          Wer als Anleger an der Entwicklung des F.A.Z.-Euro-Index partizipieren will, findet unter der Wertpapierkennnummer HV5NE4 ein Indexzertifikat der Hypo-Vereinsbank, das auch die Dividendenzahlungen berücksichtigt. Andere Banken bieten bislang keine Produkte auf den Index an.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Dax ging am Montag auf Talfahrt Video-Seite öffnen

          Nach Jamaika-Aus : Dax ging am Montag auf Talfahrt

          Er verlor zum Handelsstart 0,5 Prozent auf 12.934 Punkte. Ganz so dramatisch sei das Scheitern der Sondierungsgespräche aus Sicht der Märkte aber nicht, hieß es an der Frankfurter Börse.

          Das bringt der Freitag

          Der Tag : Das bringt der Freitag

          Die Weltklimakonferenz endet. Ein belgischer Richter hört den entmachteten Katalanen-Präsidenten an. Ein EU-Gipfel will die sozialen Rechte der Europäer stärken. Das „Jugendwort des Jahres“ wird bekanntgegeben.

          Topmeldungen

          Die FDP und Jamaika : Lindner fehlt das Vertrauen

          Die FDP war, was den Erfolg der Jamaika-Sondierungen angeht, nie besonders zuversichtlich. Da sie fürchtete, keines ihrer Projekte verwirklichen zu können, hat sie ein Versprechen platzen lassen.
          Post-Vorstand Jürgen Gerdes schaut aus einem Streetscooter heraus.

          F.A.Z. exklusiv : Die Post will mehr Porto und weniger Regulierung

          „Mit 70 Cent liegen wir in Deutschland immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt“, sagt Postvorstand Jürgen Gerdes im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und neue Rekorde stellt er auch in Aussicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.