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Wochenausblick : Spannender Nachrichtenmix

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Die neue Berichtssaison steht an - die ersten wichtigen Bilanzen werden diese Woche veröffentlicht. Bild: dpa

Die anstehende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank beeinflusst das Marktgeschehen. Als zunehmender Belastungsfaktor stellt sich auch die Stärke des Euro heraus. Anleger warten zudem gespannt auf die neue Berichtssaison, manch Analyst warnt wieder.

          Ermutigende Wirtschaftsdaten aus China haben den deutschen Aktienmarkt am Montag nur vorübergehend gestützt. Investoren in Europa halten sich zurück. Deutschlands Anleger blicken nach der jüngsten Erholung an den Aktienmärkten gespannt auf die neue Woche. „Der Markt wird sich stark auf die Berichtssaison und damit auf das konzentrieren, was ihn hauptsächlich antreibt: Die Gewinnentwicklung der Unternehmen", schreibt beispielsweise Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Im Fokus steht außerdem der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, von dem Experten allerdings noch keine grundsätzliche Änderung der Niedrigzins-Politik erwarten.

          Vor kurzem hatte Amerikas Notenbankpräsidentin Janet Yellen die Anleger mit moderaten geldpolitischen Signalen beruhigt und dem amerikanischen Leitindex Dow Jones ein neues Rekordhoch beschert. Auch seine Pendants in Deutschland und der Eurozone - der Dax und der EuroStoxx 50 - hatten sichtbar von den Aussagen profitiert.

          DAX ®

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          Mit Blick auf die EZB und deren Chef Mario Draghi werden vor allem die Aussagen zu künftigen Geldpolitik Beachtung finden. „Den jüngsten Spekulationen über eine vorzeitige Anpassung dürfte die EZB keine neue Nahrung geben", heißt es etwa in einer Einschätzung der Landesbank Helaba. „Ob die Notenbanker den ohnehin überholten Passus über eine mögliche Ausweitung des Kaufprogramms (für Anleihen) streichen, ist angesichts der zuletzt erhöhten Nervosität am Anleihemarkt fraglich. Dass er in einer der kommenden Sitzungen herausgenommen wird, ist jedoch wahrscheinlich."

          Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers erwartet am Donnerstag ebenfalls keine geldpolitischen Weichenstellungen. „Schließlich kommen vor dem wichtigen September-Meeting noch die Inflationsdaten für Juli und August", betont der Experte. Die Währungshüter der Eurozone dürften auch "kaum Interesse daran haben, jetzt die Anleihezinsen oder den Euro weiter nach oben zu treiben".

          EUR/USD

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          Zuletzt hatte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar deutlich zugelegt, auch da die Wirtschaft der Eurozone in Schwung gekommen ist. Hinzu kamen Spekulationen über den Zeitpunkt einer geldpolitischen Straffung durch die EZB. Ein hoher Eurokurs kann allerdings europäische Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums verteuern und so die Exporte der hiesigen Unternehmen beeinträchtigen.

          Positive Impulse für die Börsen erwartet Greil seitens der Unternehmen: „Die anlaufende Quartalszahlensaison dürfte größtenteils überzeugen - in Euroland noch mehr als in den Vereinigten Staaten". Damit seien die Aussichten an den europäischen Aktienmärkten weiterhin besser als an der Wall Street. Hier ist Helaba-Experte Christian Apelt etwas skeptischer. Nach dem positiven Auftakt der Berichtssaison in Amerika „wäre eine gewisse Ernüchterung nicht ungewöhnlich", so seine Einschätzung. „Daher sollte die jüngsten Anstiege der führenden Aktienindizes hüben wie drüben so nicht fortgeschrieben werden."

          Dow Jones

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          Als Kursstütze sieht Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank die weltweiten volkswirtschaftlichen Frühindikatoren. Dank üppiger Barmittelreserven, rekordhoher Gewinne und niedriger Zinsen kauften die Unternehmen weiter eigene Aktien zurück und schütteten hohe Dividenden aus. Wenn sich die Gewinne weiter gut entwickelten und die großen Notenbanken es schafften, ihre konjunkturstützenden Maßnahmen behutsam zu reduzieren, „sollte die Entwicklung der Aktienmärkte weiter in ruhigen Bahnen verlaufen".

          In Deutschland stehen am Dienstag Aussagen des Online-Modehändlers Zalando zum zweiten Quartal und der Halbjahresbericht des Rückversicherers Munich Re zu den Auswirkungen von Naturkatastrophen auf der Agenda.

          Die Quartalsberichte der US-Banken Goldman Sachs, Bank of America (beide Dienstag) und Morgan Stanley (Mittwoch) könnten auch mit möglichen Auswirkungen auf den Aktienkurs der Deutschen Bank einen Blick wert sein, nachdem die jüngst veröffentlichten Resultate von JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo mit Enttäuschung aufgenommen worden waren.

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          Am Donnerstag steht dann eine wahre Zahlenflut an: Neben dem Softwarekonzern SAP als erstem Dax-Unternehmen und Konkurrent Software AG legen unter anderem der Autozulieferer Hella, der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones und der Telekomausrüster Adva Optical Rechenschaft über ihre Geschäftsentwicklung ab. Den Schlusspunkt am deutschen Markt setzt am Freitag der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius.

          Quelle: casc/dpa-AFX

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