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Euro-Krise Londoner City kritisiert Berlin immer schärfer

 ·  Am britischen Finanzplatz wächst der Unmut über die Bundesregierung. Banken warnen, Investoren würden vom Anleihemarkt vertrieben. In der Debatte um die Pläne zur Einbindung privater Gläubiger wird mehr Zurückhaltung gefordert.

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Gerhard Dünnhaupt

"Einbindung der Investoren" = Junk Bonds

Der Geldmarkt hatte noch nie Schwierigkeiten, Bonds von Junk Bonds zu unterscheiden. Wenn ein Bond mit Risiko verbunden ist, handelt es sich um Junk. Was die Bundesregierung für 2013 plant, sind Junk Bonds.

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Wuwie (Wuwie) - 26.11.2010 19:50 Uhr

Kritk der Londoner City

"Banken warnen, Investoren würden vom Anleihemarkt vertrieben", so die Aussage.
Für mich ist diese Aussage unsinnig. Wo wollen diese "Investoren die Milliarden bzw. Billionenbeträge denn dann anlegen? Nur in Aktien, Schweinebäuchen, fremden Währungen? Mit all den Risiken und Kosten, die mit einer Umpolung in neue Anlagen verbunden sind? Zumal diese Investoren wie Fonds, Versicherungen täglich einen Riesenberg von Neu-oder fälligen Geldern anlegen müssen, die meist von kleinen Sparern stammen (und nicht vom "bösen Spekulanten). So große Volumina können nicht von heute auf morgen umgeschichtet werden in Märkte, die sonst wegen dieser Fülle der Anlagewünsche kollabieren bzw. in aberwitzige Höhen getrieben würden (mit später programmiertem Absturz).
Mein Fazit: viel Getöse der Londoner City, von dem sich niemand beeindrucken lassen muß. Wer da jetzt in Panik fällt und handelt, ist selber schuld.

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Sue Felicitas
Sue Felicitas (Sue.F) - 26.11.2010 17:58 Uhr

pathetische und beleidigte Kommentare sind unangebracht! 2/2

...
Ich denke aber nicht, dass die neueren Risikoaufschläge ausschließlich darauf zurück zu führen sind. Zum einen wurden die Äußerungen bereits vor Wochen relativiert. Zum anderen ist der Zeitpunkt einer Spekulationsattacke kurz vor dem Umschuldungstermin am günstigsten und schlussendlich wird sich ein Großteil der (potentiellen) Gläubiger erst jetzt des gesamten Ausmaßes bewusst.
Aber warum solche Äußerungen zu solch einem ungünstigen Zeitpunkt? Mir scheint, D hat das Gefühl in seinen Bemühungen nach einer verschärften Regulierung nicht ausreichend unterstützt zu werden. Daher der Versuch das Eisen zu schmieden so lange es noch heiß ist, (die Krise im Bewusstsein der Wähler steckt). Natürlcih schmeckt das weder der Finanzbranche noch denen die ihr derzeit ausgeliefert sind.
Auffällig ist, dass ein Großteil der Diskussionen von kenntnisarmen Politikern auf der einen, und Vertretern der Finanzbranche auf der anderen Seite ausgetragen wird. Außen-stehende Wissenschaftler kommen nur selten zu Wort oder trauen sich erst gar nicht. (Einzige löbliche Ausnahme Prof. Hellwig aus Bonn). Nein, die Konstruktion neuer Regularien und eines Rettungsschirms und -fonds sollten wir weder den Politikern noch den Bankern überlassen.

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Daniel Grün

@Ottfried Meyer

Das ist fast Richtig. Wir stehen nicht nur unter deren Beobachtung, wir sind de fakto deren Kolonie. Und wenn wir nicht parieren sind ja noch genügend Kolonialtruppen im Land um uns wieder in die "richtige" Richtung zu bringen.

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Sue Felicitas
Sue Felicitas (Sue.F) - 26.11.2010 17:54 Uhr

pathetische und beleidigte Kommentare sind unangebracht!

Bezug nehmend auf all die beleidigten Leberwürste hier im Forum: Kein ernst zu nehmender europäischer Politiker hat irgendetwas gesagt, was den Vorwurf einer Deutschfeindlichkeit rechtfertigt. Auch Kritik an Deutschland ist zulässig! Und auch Bänker im wichtigsten Finanzzentrum Europas haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht die Situation auf den Finanzmärkten zu analysieren und kommentieren.
Wichtiger ist jedoch die Frage: Trifft die Analyse zu? Stimmt es, dass die neueren Risikoaufschläge ausschließlich auf die deutschen Äußerungen zurückzuführen sind. Tatsächlich waren die Äußerungen reichlich vage, voreilig (mussten nach gebessert werden mit Hinweis auf „erst nach der Krise“) und unüberlegt (offensichtlich auch nicht abgesprochen) und haben damit für zusätzliche Unsicherheit gesorgt. Insgesamt war das Auftreten Deutschlands gegenüber den Märkten seit Beginn der Krise reichlich hemdsärmlig und hat damit dem Steuerzahler bereits Milliarden gekostet. Dahinter steckt nicht nur fundamentale Unkenntnis sondern in Teilen auch eine generelle Abneigung gegenüber dieser Branche.

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Monis (Monis) - 26.11.2010 16:22 Uhr

@Friedrich Lorenz (LOCONS) Wie jetzt, von Finanzen versteht sie nichts?

Anscheinend versteht sie davon jede Menge; denn sie tut genau das richtige! Es kann doch nicht sein, dass sich irgendwelche Hedge Fonds Manager Griechenland-Staatsanleihen mit 10% verzinsen lassen und wenn die Sache in die Hose geht, muß Deutschland dafür zahlen? Wo kommen wir denn da hin? Diese Hedge Fonds sollen auch das Risiko selber tragen; das weiss man doch, wenn man eine hohe Verzinsung erhält, ist das nun mal risikobehaftet. Frau Merkel macht nun genau das, was schon lange fällig gewesen wäre, sie schiebt dieser Abzockerei Deutschlands einen fetten Riegel vor. Sehr gut, Frau Merkel!!!

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Konsultieren dann kommunizieren

Der Finanzminister, vor dem ich hohen persönlichen Respekt habe, dessen Konzepte mir nicht immer gefallen, muss zwei gegensätzliche Lager beruhigen. Einerseits darf der gebeutelte dtsch. Steuerzahler und besonders der mit Lohnerhöhungen immer wieder vertröstete Beschäftigte nicht den Eindruck bekommen, dass er von den schwachen Ländern über den Tisch gezogen wird, andererseits darf Schäubele nicht zu schnell vorpreschen, denn andere EU-Mitglieder haben selbstverständlich gleiche Rechte wie Deutschland; proportional zahlen die genauso viel für die Finanzkrise.
Ich befürworte eine harte Linie, aber sie muss sehr genau vorbereitet und abgestimmt sein. Wir sind nicht die einzigen, die aufräumen wollen, und sollten uns sehr in Acht nehmen, den 'großen Macker' zu spielen. Ich weiß von vielen Gesprächen, dass einiges Porzellan zerbrochen ist. J. C. Juncker war immer ein kluger Freund und Ratgeber, auf ihn sollte man hören.

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Paul Rabe

@Quednau

Die Vorschrift im Bundesbankgesetz wird in der Praxis doch längst umgangen. Nicht nur in den USA auch in Deutschland gibt es "Barter Clubs", dort zahlt man mit "Barter-Units". Interessant in dem Zusammenhang ist auch das Dual Curency Systm (DCS)
Ich habe noch nicht gehört, daß deshalb jemand verurteilt worden wäre.

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 26.11.2010 15:40 Uhr

Deutschland unter Beobachtung

Die Börse reagiert hochgradig emotional und niemals rational. Ein falsches Wort oder ein falscher Bericht in den Medien können an den internationalen Finanzmärkten Katastrophen auslösen. Die Aktienhändler und Banker in der City of London warnen nur vor den Folgen unbedacht geäußerter Meinungen, denn insbesondere Großanleger sind sehr schnell verärgert. Eine Panik an den Märkten kann die ganze Welt in den Abgrund reißen und im schlimmsten Fall Krieg bedeuten.
Die deutsche Regierung sollte sich immer an jüngste deutsche Geschichte erinnern. Und Deutschland und die Deutschen sollten immer berücksichtigen, dass sie in Großbritannien, den USA und ganz besonders in Israel seit 1945 unter besonderer Beobachtung stehen.

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Gerhard Dünnhaupt

Nichts gegen Beteiligung der Anleger ...

... aber so etwas hätte Merkel nicht im voraus ankündigen sollen, so dass alle Anleger noch rechtzeitig ihre betroffenen Euro-Schrottanleihen abstoßen konnten. Solche Aktionen müssen stets überraschend kommen, um einen Effekt zu haben.

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Wolfgang Faßbender

Wer die erhähten Zinsen kassiert,

muß auch die entsprechenden Konsequenzen tragen. Das ist in einer funktionierenden Marktwirtschaft immer so gewesen.
Wenn das Risiko andere tragen sollen, dann müssen diese anderen auch entsprechend dem Risiko beteiligt wrden an den Erträgen.
ES geht nicht immer nur den Staat beschimpfen wenn er sich einmischt wenn es den Banken gut geht und sofort nach dem Staat schreien wenn es schlecht aussieht. Das sollten alle die in der Finanzwirtschaft tätig sind in ihrer Berufsausbildung gelernt haben. Wenn sie das nicht gelernt oder verinnerlicht haben, dann sind sie fehl am Platz.

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Jan Reimann
Jan Reimann (JanM81) - 26.11.2010 14:50 Uhr

Die Bösen Deutschen

Ach, in der Londoner City ist man verärgert, so what and who cares.
Wo bleibt den der Englische Beitrag zu Rettung der EU-Länder ?
Bislang hat man sich lediglich an der Rettung Irlands beteiligt.
Wir reden bei der Staatsfinanzenkrise aber in erster Linie über ein Problem der Fiskalpolitik und das geht die gesamte Europäische Union an und nicht nur die Euroländer. Außerdem ist es fu.. egal was die Bundesregierung sagt, es kommt nur darauf an, ob die Märkte glauben das sie ihr Geld wieder sehen und Aufstände gegen Sparbemühungen fördern dieses vertrauen nicht.
Irland wird durch kommen während hingegen Griechenland nicht an einer Umschuldung vorbei kommt. Je früher desto besser und Frau Merkel spricht dies offen an. Umschuldung Griechenlands getragen durch die Gläubiger (auch griechische Sparer), den IWF und die Bürgschaften der anderen EU-Länder flankiert von einer expansiven Geldpolitik (könnte kotzen).
Nach Rückführung der Schuldenquote auf 60-75 % die Drachme wieder einführen und so die griechische Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen.
Erwarteter Sozialtransfer D --> Griechenland ca. 30 Mrd (ohne Kosten der Geldpolitik). EUR und ob wohl wir die Deppen sein werden die Zahlen ereicht uns nur Hohn und Spott. Danke DE

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 26.11.2010 14:45 Uhr

@Thomas Grünewald (tqmj): "M Pape hat leider recht...": Nein, hat er nicht.

Eine gemeinsamme Währung impliziert keineswegs eine gemeinsamme Wirtschaftspolitik, WENN die Regularien richtig definiert werden.
Im Prinzip hat man dann nämlich eine Situation, wo das Verhältnis der Staaten zur Währung so ähnlich ist wie das Verhältnis einzelner Unternehmen zur Währung: Die Währung ist dann nämlich etwas Externes, nicht Beeinflussbares.
Dieser Umstand erzwingt von den Staaten ein gutes Wirtschaften, ganz einfach, da sie die Währung nicht manipulieren kann.
Was sich z.Z. aber abspielt, ist das genaue Gegenteil, ein freches Fordern, dass wildfremde Menschen für die maßlos und unnötig aufgehäuften Schulden haften sollen.
Wir sollten uns auf die originäre Konzeption des Euro zurückbesinnen und diese konsequent umsetzen, d.h.:
- Unabhängigkeit der EZB
- Zinssatz min. 2%
- Kein Ankauf oder Akzeptieren von Staatsanleihen als Sicherheiten
- Keine Finanzierung von Eigengeschäften ("Spekulation") der Banken
- Keine Übernahme der Haftung, keine Übernahme der Schulden anderer Länder oder von deren Banken
Zusätzlich:
- Kreditaufnahmeverbot für alle Staaten

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Fritz Punkt

schön, dass diekritisieren

Es ist schon anmaßend, dass die, die die ganze Situation verursacht haben jetzt jammern. Wenn die sich nach den Verhaltensweisen "ehrbarer Kaufleute" verhalten würden, bestände überhaupt keine Notwendigkeit regulierend einzuigreifen. Aber die Zockerei geht ja schon wieder weiter ...
Jahrelang wurden die hohen Zinsen kassiert (wegen des hohen Risikos) jetzt treten die Risiken ein und der Steuerzahler steht gerade. Die Banker lachen sich doch ins Fäustchen. Sollen doch endlich mal ein paar Banken den Bach runter gehen. Mich als Kleinanleger berührt das nicht. Eine schnellere Konsolidierung der Situation dürfte nicht gefunden werden.

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elwood blues

Im Grunde ist es doch ganz einfach

Wenn diese "Investoren" risikolose Geschäfte machen wollen, dann müssen sie auch risikolose Zinssätze akzeptieren. Für die nähere Zukunft gibt es mE nur 2 Alternativen:
1. alle europäischen Staatsanleihen werden unter EINEN "Schirm" gestellt, d.h. gleichmässige Verzinsung aller Euro-Forderungen zu einem einheitlichen Satz - wem der nicht passt, der soll es lassen! Im Moment zocken die "Investoren" permanent um den nächsten Bailout und werden für dieses Verhalten auch noch belohnt - und da sage mir keiner, das werde nach Irland aufhören. Dafür ist das Spiel zu einfach und der Gewinn zu sicher!
2. ab sofort gibt es keine Garantien mehr, der Schutzschirm wird eingeholt, die Gläubiger verhandeln individuell mit den Schuldnern und tragen das individuelle Risiko, das mit den bisherigen Zinssätzen/Risiken bepreist wurde. Da möchte ich die City mal hören!
Früher oder später wird eine der beiden Varianten zum Tragen kommen: entweder platzt der Euro (Variante 2) oder alle haften für alle (Variante 1) - das ist für mich so sicher wie das Amen in der Kirche!
Politisch wären beide Varianten für jeden Politiker mit der sicheren Erwartung des Mehrheitsverlusts verbunden - daher tun sie alle nichts. Nur - die Rechnung wird jeden Tag höher!

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 26.11.2010 14:20 Uhr

@ Bernd Bublitz

Sie: "Und deshalb ist es die Pflicht der Politik, den Finger in die Wunde zu legen und das System zu ändern."
Das Problem ist, daß die Wunde von den Bankstern ständig mit einem Bündel Geldscheinen abgedeckt wird und die Finger immer wieder an diesen Scheinen kleben bleiben. So ist die Wunde nicht zu heilen.

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Richard Löwe

@ Pape

Belgien ist ein komplett kaputter Staat und hat die Kriterien von Anfang an gerissen. Aber irgendwie schafft es Belgien (kontrollierte Presse?) sich aus dem Skandal herauszuhalten. Der Euro ist ein idiotisches politisches Projekt. Fertig aus.

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Micha Siebert
Micha Siebert (michasb) - 26.11.2010 14:10 Uhr

Lieber ein Ende mit Schrecken

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Warum sollen wir für Betrüger-Staaten, Steuerdumping zu unseren Ungunsten, Steuer- und Sozialgeschenke anderer Staaten aufkommen. Langsam bekommt man den Eindruck, das war von Anfang an der Zweck des Euros. Dummerweise stellen unsere wachsweichen Politiker die Interessen des Bürokratiemonsters EU immer noch über die ihrer Wähler. Aber das wird sich rächen, wenn sich andere Parteien dieses Themas annehmen.
Raus aus der EU und dem Euro. Dann können die Super-Europäer wie Junker, Barroso und andere sehen wie sie aus dem Schlamassel kommen. Und dann wäre auch Schluss mit den Luxus-Gehältern in Brüssel. Denn EUROPA IST, WENN DEUTSCHLAND ZAHLT - aber mitreden sollen die Deutschen nicht. Deutsch ist nicht mal offizielle Amtssprache.
Auf diese EU kann ich gut veruzichten

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Thomas Grünewald
Thomas Grünewald (tqmj) - 26.11.2010 13:58 Uhr

M Pape hat leider recht..

Seit dem Beschluss zur Euro - Einführung war im Grunde jedem halbwegs informierten Bürger klar, dass der Euro nur funktionieren kann, wenn es der Politik gelingt, auch die Wirtschaftspolitik zu harmonisieren. Was früher u.a. durch Abwertungen ausgeglichen werden konnte, geht jetzt nicht mehr. Also wie Ungleichgewichte in der wirtschaftlichen Entwicklung - und dazu zählen eben auch Zinsniveaus - korrigieren?
In der jetzigen Form eben so nicht mehr. Also divergieren die Wirtschaften innerhalb der gleichen Währung auseinander. Und so wie z.B. Bayern Berlin helfen muss, so muss Deutschland Griechenland oder Irland helfen. Das ist systemimmanent. Leider. Denn ein Zusammenbruch des Euro - Systems wäre noch schlimmer - für alle Beteiligten. Auch für uns.

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Gerd Müller
Gerd Müller (Brandneu) - 26.11.2010 13:58 Uhr

Wegbereiter der Finanzkrise

Es ist schon bedenklich, dass die Wegbereiter der Finanzkrise, diejenigen kritisieren, die einen Ausweg aufzeigen. Es sollte ein allgemeines Axiom sein, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt!!
Ebenso müssen endlich mal die verdammten Spekulanten in die Schranken gewiesen werden, die nicht real über nur ein Gramm oder Liter des Spekulationsobjekts verfügen, aber mit dem mehrfachen einer Jahresfördermenge oder Jahresernte spekulieren und die Verbraucherpreise hochjagen!!!

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Wirtschaftskorrespondentin in London.

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