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Veröffentlicht: 26.02.2013, 19:36 Uhr

Erhebung des Deutschen Aktieninstituts 700.000 Aktionäre weniger

Auf den stärksten Anstieg an Aktionären seit dem Jahr 2000 folgt 2012 der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenerhebungen. Über die Ursachen für die ungewöhnlichen Schwankungen kann nur gemutmaßt werden.

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© dpa Deutsche Börse: Immer weniger Deutsche kaufen Aktien

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland ist im zweiten Halbjahr 2012 um mehr als 700.000 auf knapp 4,2 Millionen zurückgegangen. Dies war der stärkste Rückgang den das Deutsche Aktieninstitut seit Beginn der Erhebungen 1988 je zu vermelden hatte. Er folgt jedoch auf den stärksten Anstieg seit dem Jahr 2000: Im ersten Halbjahr 2012 hatte das Aktieninstitut eine Zunahme um knapp 800.000 Aktionäre auf rund 4,9 Millionen Aktionäre gemeldet.

Daniel Mohr Folgen:

Über die Ursachen für die ungewöhnlichen Schwankungen kann nur gemutmaßt werden. Die Zahlen beruhen auf Infratest-Umfragen unter 20.000 Anlegern in Deutschland. Es fanden zehn Befragungen im Jahresverlauf statt. Die veröffentlichten Daten sind Durchschnittswerte für das jeweilige Halbjahr.

„Die Angst vor Inflation und Währungskrisen“

Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des Aktieninstituts, sieht die Ursache für den starken Anstieg der Aktionärszahlen im ersten Halbjahr in der Angst der Anleger vor Inflation und Währungskrisen sowie im niedrigen Zinsumfeld. Die Diskussion um die Sicherheit des Euro sei im zweiten Halbjahr abgeebbt, und der starke Anstieg der Aktienkurse habe einige Anleger zu Gewinnmitnahmen veranlasst.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass die Aktienakzeptanz in Deutschland noch lange nicht so gefestigt ist, wie dies im Interesse gerade auch der Bevölkerung läge“, sagt Bortenlänger. „Emittenten, Finanzdienstleister und Verbände müssen gemeinsam noch stärker deutlich machen, dass die Aktie als Beteiligung an einem Unternehmen eine langfristig attraktive Anlageform ist, die auch zur Sicherung der Arbeitsplätze und Innovationskraft der Unternehmen beiträgt.“

Noch stärker als die Zahl der Aktionäre ging die Zahl der Besitzer von Fonds zurück, die in Aktien investieren. Nach einem Anstieg um mehr als eine Million im ersten Halbjahr 2012 gab es im zweiten Halbjahr einen Rückgang um fast 1,2 Millionen auf nun gut 6 Millionen Fondsanleger. 2001 hatte es noch fast 10 Millionen Aktienfondsbesitzer gegeben.

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Quelle: F.A.Z.

 

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