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Energiekonzern Eon Halbjahreszahlen besser als erwartet - Aktienkurs legt zu

12.08.2009 ·  Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat trotz Wirtschaftskrise seinen operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten stabil gehalten. Das Ergebnis ist besser als Analysten erwartet hatten. Der Eon-Aktienkurs schiebt sich an die Dax-Spitze.

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Der Energiekonzern Eon hat trotz Wirtschaftskrise seinen operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten stabil gehalten. Der größte deutsche Versorger engte nach den am Mittwoch vorgelegten Zahlen seinen Ausblick aber etwas ein.

Eon-Aktien haben am Mittwoch im frühen Handel zu den stärksten Werten gehört. Die Papiere des größten deutschen Versorgers legten um mehr als drei Prozent zu. Die Halbjahreszahlen fielen laut einer ersten Händlereinschätzung bis auf den Umsatz besser als erwartet aus. Insbesondere das Nettoergebnis sehe gut aus, sagte der Börsianer. Ein weiterer Börsianer sagte, das Halbjahresergebnis zeige erneut die Stärke der internationalen Ausrichtung des Energieunternehmens. „Sie trägt mit dazu bei, dass Eon vom weltweiten Konjunkturtief weit weniger betroffen ist als andere Unternehmen“, erklärte der Börsianer.

Zukäufe in Russland und Italien

Von Januar bis Ende Juni ging der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwar um ein Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zurück. Damit übertraf Eon aber leicht die Erwartungen der Analysten, die mit 5,5 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um vier Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, während die Experten einen Rückgang auf 3,1 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 42,5 Milliarden Euro, wobei Eon von höheren Preisen und seinen Zukäufen profitierte.

Die Zukäufe in Russland, Italien, Spanien, Frankreich sowie das Geschäft mit erneuerbarerer Energie hätten zum Ergebnis positiv beigetragen, teilte der Energieriese mit. Dank der breiten internationalen Aufstellung sieht sich Eon von der Wirtschaftskrise weniger stark betroffen als andere Unternehmen. Die gedrosselte Industrieproduktion mache sich aber auch in vielen Märkten des Konzerns in einem niedrigeren Strom- und Gasverbrauch bemerkbar. Im Gasgeschäft musste Eon im ersten Halbjahr deutliche Einbußen hinnehmen.

Stadtwerke-Holding Thüga sollen verkauft werden

Der Versorger präzisierte seine Prognose für das laufende Jahr. Der bereinigte Konzernüberschuss werde im Gesamtjahr um fünf bis zehn Prozent sinken, nachdem Eon bislang ein Minus von bis zu zehn Prozent einkalkuliert hatte. Das bereinigte Ebit werde auf Vorjahresniveau liegen. 2008 hatte Eon einen bereinigten Überschuss von 5,6 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit von 9,8 Milliarden Euro erzielt.

Der Energiekonzern will seine Stadtwerke-Holding Thüga noch in diesem Jahr verkaufen. Für 2009 wird eine Abgabe des Geschäftsbereichs angestrebt, wie aus einer am Mittwoch anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse veröffentlichten Präsentation des Düsseldorfer Unternehmens hervorgeht.

Bisher hatte Eon einen Verkauf von Thüga noch als Erwägung klassifiziert, ebenso eine Abgabe des italienischen Gasnetzes. Letzteres bereitet der Dax-Konzern nun für einen Verkauf im kommenden Jahr vor. Weitere Verkäufe würden geprüft, ist in der Präsentation zu lesen. Eon will bis Ende 2010 Bereiche im Umfang von mindestens 10 Milliarden Euro abgeben.

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