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Elektronik Bei Zielerreichung hat die Philips-Aktie Luft nach oben

12.09.2007 ·  Philips Electronics will sich eine neue Struktur geben und gleichzeitig höhere Renditen erreichen. Heimische Analysten scheinen an die Pläne zu glauben, denn sie haben ihre Kursziele für den niederländischen Elektronikkonzern erhöht.

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In den vergangenen Jahren hat sich die Aktie von Philips Electronics wenig spektakulär, sondern meistens nur im Einklang mit dem niederländischen Aktienindex AEX entwickelt. Das ist auch wenig überraschend, handelt es sich bei dem niederländischen Elektronikkonzern um einen Riesen am heimischen Aktienmarkt, der die Kurstendenz entscheidend mitbestimmt.

Doch in Zukunft stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Titel den Gesamtmarkt schlagen kann. Zumindest dann, wenn die selbst gesetzten Ziele erreicht werden können. Denn diese klingen recht viel versprechend. Einblick in die eigenen Pläne gab das Unternehmen zum Wochenauftakt. Von höheren Ertragszielen und einer neuen Struktur war da die Rede.

Neue Struktur und höhere Renditeziele

Ein Programm mit dem Namen „Vision 2010“ sieht demnach vor, die beiden Bereiche Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik zum 1. Januar 2008 zu der neuen Sparte Philips Consumer Lifestyle zusammenzuführen. Das ist als Reaktion auf den härter werdenden Wettbewerb sowie die im Bereich Unterhaltungselektronik schwachen Umsatzrenditen zu verstehen. Ergänzt um die Medizintechnik und das Lichtgeschäft wird Philips damit künftig nur noch aus drei Konzernsparten bestehen.

Zu den neuen Umsatz- und Ertragszielen hieß es, die Umsatzrendite bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Firmenwerten (Ebita) solle bis zum Jahr 2010 auf mehr als 10 Prozent erhöhen werden. Das gesteckte Ziel von 7,5 Prozent aus dem vorangegangenen Programm 2004 bis 2007 war in diesem Jahr erreicht worden. Der Umsatz soll aus organischem Wachstum - also ohne Akquisitionen - jährlich um mindestens 6 Prozent steigen.

Zudem soll auch weiterhin zugekauft werden und das Tempo bei den Akquisitionen nach Investitionen von 4,7 Milliarden Euro in den vergangenen beiden Jahren sogar noch erhöht werden. Die Kriegskasse für Übernahmen, Dividenden und Ausschüttungen inklusive Verschuldungsspielräume wurde vom Vorstandsvorsitzenden Gerard Kleisterlee auf rund 15 Milliarden Euro beziffert.

Niederländische Analysten erhöhen ihre Kursziele

Werden die Prognosen erfüllt, würde sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2010 im Bereich von etwa zehn bewegen. Für einen Konzern wie Philips erscheint das nicht viel zu sein. Und die Analysten scheinen eine Zielerreichung für möglich zu halten. Zumindest kam es im Anschluss an die Präsentation der Vorhaben zu etlichen positiven Kommentaren von einheimischen Beobachtern. So erhöhte Rabo Securities das Kurziel um elf Prozent auf 41 Euro, Kempen & Co. um 5,4 Prozent auf 39 Euro und ING um 5,2 Prozent auf 40 Euro.

Bestärkt werden sie dabei in ihrer Zuversicht vermutlich durch die Erfahrung, dass der Vorstand in der jüngeren Vergangenheit seine Versprechen stets eingelöst hat. Wird diese Tradition beibehalten, dürfte der Philips-Aktienkurs Luft nach oben haben.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @JüB
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