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Düngemittel Yara International stemmt sich gegen den negativen Börsentrend

27.07.2004 ·  Nur wenigen Aktien gelingt es derzeit im Zuge der allgemeinen Börsenflaute einen eigenen Aufwärtstrend zu verteidigen. Zu den Ausnahmen zählt der noch nicht lange börsennotierte Düngemittelkonzern Yara International.

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Die Lage an den Weltbörsen ist schwierig und immer weniger Aktien gelingt es, ihren Aufwärtstrend zu verteidigen. Die Titel, die sich trotzdem gut schlagen, müssen schon eine besonders überzeugende Anlagestory zu bieten haben.

Bei Yara International ist das offenbar der Fall. Der weltweit führende Produzent und Vertreiber von Mineraldüngern ist zwar erst seit 25. März börsennotiert, als die Mutter Norsk Hydro 20 Prozent ihrer Anteile an den Markt brachte, doch nach einem zunächst zögerlichen Börsenstart hat der Wert inzwischen einen Aufwärtstrend etabliert und seit Mitte Mai rund 30 Prozent zugelegt.

Rekordergebnisse im ersten Halbjahr 2004

Und da das, was die Aktionäre geboten bekommen, sich auch noch auf dem aktuellen Kursniveau sehen lassen kann, sind die Chancen auf mittelfristig weiter steigende Notierungen durchaus vorhanden. Denn der Kursaufschwung kann sich nicht nur auf eine relativ günstige Bewertung der Aktie stützen, sondern auch auf die im ersten Halbjahr 2004 eingefahrenen Halbjahreszahlen, da diese die besten Ergebnisse in der 99 Jahre alten Geschichte des norwegischen Unternehmens waren.

So ist es dem in über 50 Ländern tätigen Konzern im zweiten Quartal gelungen, den operativen Umsatz von 9,312 auf 10,138 Milliarden Kronen und den operativen Gewinn von 617 auf 901 Millionen Kronen zu steigern. Beim Gewinn je Aktie bedeutete dies eine Verbesserung von 1,63 auf 2,54 Kronen.

Und da zuletzt alle drei Unternehmenseinheiten über gute Geschäfte berichteten, dürfte die erfreuliche Ergebnisentwicklung zunächst anhalten. Allerdings zeichnet sich auf dem Düngemittelmarkt ab dem Jahr 2005 ein höheres Angebot ab, weshalb es da dann für weiter gut laufende Geschäfte unbedingt auf eine unverändert hohe Nachfrage ankommt.

Günstige Bewertung

Diese Gefahr ist wohl auch der Grund, warum Analysten für 2005 nur noch mit einem Gewinn je Aktie von 7,20 rechnen. Nach der vom Jahr 2003 auf 2004 erwarteten Verbesserung beim Ergebnis je Aktie von 6,34 auf 7,70 wäre dies wieder ein Rückschritt. Aber selbst auf dieser Basis ergibt sich ein lediglich einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Angesichts der hervorragenden Marktstellung von Yara International deutet diese Kennziffer aber auf eine eindeutige Unterbewertung hin. Dieser Meinung ist offenbar auch der Vorstand, hat er sich von den Aktionären doch das Recht auf einen Rückkauf von bis zu fünf Prozent der eigenen Aktien genehmigen lassen.

Der Chart zeigt die Entwicklung der Aktie von Yara International.

Text: Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @JüB
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